Am 13. Dezember 2026 tritt der Fahrplan europaweit in Kraft. Die ÖBB sichern das hohe Angebotsniveau nach den massiven Ausweitungen im Vorjahr und setzen gezielte Verbesserungen um. Bahnreisende profitieren von zusätzlichen Direktverbindungen innerhalb Österreichs, neuen Angeboten nach Deutschland, Italien, Serbien und in die Slowakei sowie von weiteren modernen Fahrzeugen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen.
Mehr Verbindungen innerhalb Österreichs
Fernverkehr
- Zusätzliche Interregio-Verbindungen zwischen Graz und Villach über die Koralmbahn ergänzen das Angebot am Tagesrand.
- Die Interregio-Züge zwischen Graz und Maribor halten künftig auch am Flughafen Graz.
- Ab Juli 2027 kommen drei zusätzliche IC-Züge pro Tag und Richtung zwischen Graz und Linz hinzu. Gemeinsam mit den bestehenden Interregio-Verbindungen stehen damit täglich elf Direktzüge je Richtung zur Verfügung.
- An Werktagen gibt es eine neue Frühverbindung von Graz um 04:48 Uhr nach Klagenfurt mit Ankunft um 05:47 Uhr und Anschlüssen Richtung Villach und Salzburg.
Nahverkehr
- In der Ostregion wird der Flughafen Wien besser angebunden, zwischen Wolfsthal und Wien entstehen schnellere Verbindungen.
- Zusätzliche Züge fahren zwischen Wien und Wiener Neustadt, Eisenstadt und Wulkaprodersdorf sowie zwischen Wien Westbahnhof und Eichgraben/Altlengbach.
- In Vorarlberg profitieren Sie von neuen grenzüberschreitenden Direktverbindungen in die Schweiz und nach Deutschland.
Neue internationale Verbindungen
Deutschland
Nach Abschluss der Generalsanierung zwischen Passau und Nürnberg fahren die ICE-Züge wieder nach Nürnberg, Frankfurt, Dortmund und Berlin. Ein zusätzliches ICE-Zugpaar am Tagesrand zwischen Wien und Dortmund erweitert das Angebot. Damit stehen ab dem Fahrplanwechsel zehn ICE-Verbindungen von Wien nach Nürnberg zur Verfügung. Neu ist außerdem eine nächtliche Fernverkehrsverbindung zwischen Wien und Stuttgart als Nacht-ICE.
Italien
Ab Sommer 2027 wird das Bahnangebot Richtung Italien erweitert: In Kooperation mit der Deutschen Bahn und Trenitalia fährt der Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa von München über Innsbruck nach Mailand beziehungsweise Rom.
Serbien
Für 2027 ist erstmals seit 2019 wieder eine Direktverbindung nach Belgrad geplant – mit zwei Zügen pro Tag und Richtung und einer Fahrzeit von rund 6 Stunden 30 Minuten. Der genaue Starttermin hängt noch von der Zulassung der Strecke in Ungarn ab.
Slowakei und Schweiz
Richtung Slowakei werden zwei neue EC-Direktverbindungen von Wien über Bratislava und Žilina nach Košice in den Fahrplan aufgenommen. Ab Sommer 2027 werden außerdem der RJX 765 von Bregenz über Wien bis Bratislava und der RJX 168 von Bratislava über Wien bis Zürich verlängert.
Der Ticketverkauf startet ab sofort
Ticketverkauf und Fahrplanauskunft
Der Ticketverkauf für den Fahrplan 2027 startet am 14. Oktober 2026. Die Verbindungen sind bereits in SCOTTY abrufbar. Tickets erhalten Sie über die ÖBB App, auf shop.oebbtickets.at, an den ÖBB Ticketschaltern, bei den ÖBB Ticketautomaten sowie bei allen Vertriebspartnern.
Flexiblere Preise in der Business Class
Ab dem Fahrplanwechsel wird die Business Class flexibler bepreist. Der Aufpreis richtet sich künftig nach Nachfrage und Auslastung der jeweiligen Zugverbindung. Wer früh bucht oder auf weniger stark nachgefragten Verbindungen reist, kann von niedrigeren Preisen profitieren.
Neue und moderne Fahrzeuge für Nah- und Fernverkehr
57 neue Fahrzeuge 2027
Die ÖBB setzen die Modernisierung und Erweiterung ihrer Flotte 2027 konsequent fort. Im Nahverkehr kommen weitere 27 Cityjet-Doppelstockzüge hinzu.
Für den grenzüberschreitenden Nahverkehr zwischen Tirol und Südtirol sind sechs neue Coradia-Stream-Züge vorgesehen - damit entfällt der Umstieg am Brenner.
Im Fernverkehr erweitern zehn Railjets der neuen Generation und 14 neue Railjet-Doppelstockzüge die Flotte. Insgesamt investieren die ÖBB bis 2030 rund 6,1 Milliarden Euro in 330 neue und moderne Züge.
Nach rund 80 zusätzlichen Fahrzeugen im Jahr 2026 kommen 2027 weitere 57 hinzu.
Trotz umfangreicher Bauarbeiten: Verkehrsangebot gesichert
Das Fahrplanjahr 2027 ist von umfangreichen Bauarbeiten geprägt. Von 8. Februar bis 9. Juli 2027 führen Arbeiten am deutschen Schienennetz zu einer Sperre des Deutschen Ecks zwischen Freilassing und Rosenheim. Gleichzeitig wird die Tauernstrecke zwischen Schwarzach-St. Veit und Mallnitz-Obervellach für die zweite Etappe der umfassenden Tunnel- und Streckensanierung vollständig gesperrt. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn haben die ÖBB Ersatz- und Umleitungskonzepte erarbeitet. Für Fahrgäste auf der Weststrecke nach Tirol, Vorarlberg und Zürich stehen je nach Reiseziel durchgehende Zugverbindungen mit längerer Fahrzeit oder Reiseketten mit Schienenersatzverkehr zur Verfügung. Die Verbindungen von und nach Deutschland über Passau verkehren ab 13. Dezember 2026 wieder planmäßig. RJX-Züge von Wien nach München und retour werden über Passau umgeleitet.
Alle Informationen zu Fahrplanänderungen und Ersatzmaßnahmen finden Sie in der ÖBB Fahrplanauskunft SCOTTY. Für Rückfragen steht Ihnen auch das ÖBB Kund:innenservice unter 05-1717 zur Verfügung.
Bitte beachten Sie, dass die Planungen im Schienenpersonennah-, -regional- und –fernverkehr für das Fahrplanjahr 2027 (ab 13. Dezember 2026) noch nicht abgeschlossen und die Fahrplandaten noch nicht vollständig sind.
Es besteht daher die Möglichkeit, dass sich Verbindungen des Nah-, Regional- und Fernverkehrs ab Fahrplanwechsel ändern, dass Verbindungen entfallen, dass die Fahrplandaten um weitere Verbindungen ergänzt werden oder die Abfahrts- bzw. Ankunftszeiten sich ändern.
Wir ersuchen Sie daher, sich rechtzeitig vor Ihrer Fahrt nochmals über den aktuellen Fahrplan Ihrer Verbindung zu informieren.