Jeannette Bernhauser

Verschieberin am Terminal Wels
"Mit ein wenig Sport in der Freizeit hält das mein Kreuz schon aus", kommentiert Jeannette Bernhauser ihre durchaus anstrengende Tätigkeit als Verschieberin am Bahnhof Wels. "Bis vor Kurzem hab ich noch Triathlon gemacht, jetzt geh‘ ich hauptsächlich klettern und mache Yoga", beschreibt sie den Ausgleich, der ihr aber auch die nötige Fitness für den Job verschafft. Bevor Bernhauser 2005 bei den ÖBB zu arbeiten begann, war sie Wachtmeisterin beim Bundesheer. "Jetzt hab‘ ich mir wieder etwas ausgesucht, wo die Männer in der Überzahl sind - allerdings gab es beim Heer schon mehr Kolleginnen als in meinem aktuellen Beruf", erzählt sie. Bevor sie die Ausbildung im Verschub begonnen hat, wusste Bernhauser nicht, was genau man dabei eigentlich macht: "Ich habe einfach auf ein Zeitungsinserat geantwortet. Erst als ich bereits in der Ausbildung war, wurde mir klar, wie anstrengend dieser Job sein kann." Dennoch glaubt sie, dass die Herausforderungen zu Beginn auch anderswo zu suchen waren: "Ich hab schon bemerkt, dass meine Kollegen am Anfang ganz genau beobachteten, wie ich die Arbeit mache. Aber sie haben sofort damit aufgehört, als sie sahen, dass ich das kann." Mittlerweile ist die Oberösterreicherin bereits Aufseherin beim Zusammenstellen der Zuggarnituren. "Was soll ich groß sagen - es ist harte Arbeit, aber für eine Frau durchaus machbar", resümiert Bernhauser gelassen.