Mit dem 14,2 km langen Abschnitt Althofen a.d. Drau – Klagenfurt (inkl.
Frachtenbahnhof) wird die rund 130 km lange Koralmbahn in den Hauptbahnhof
Klagenfurt eingebunden. Besonderen Vorteil der neuen Strecke in diesem Bereich
haben die an der Bahnstrecke gelegenen Umlandgemeinden von Klagenfurt, die
künftig verkehrstechnisch und wirtschaftlich besser erschlossen werden. Das hohe
Erschließungspotential einer aufgewerteten Bahnstrecke für Gewerbe, Industrie
aber auch für die Attraktivierung der Siedlungsgebiete ist unbestritten.
Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt begannen im Jahr 2001. Aufgrund eines juristischen Einspruches in Angelegenheiten der Umweltverträglichkeit mussten diese vorübergehend eingestellt werden. Nach Erteilung eines neuen Bescheides wurden sie im April 2003 wieder aufgenommen.
Der 8,5 km lange Teilabschnitt von Pirk nach Klagenfurt wurde bereits im September 2005, der 4,5 km lange Teilabschnitt von Althofen/Drau nach Pirk im September 2007 eingleisig in Betrieb genommen.
Die Trasse folgt der bestehenden Bahnstrecke, die ein Bestandteil der alten k. u. k. Eisenbahnlinie Marburg - Franzensfeste ist. Der vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Bereich am Beginn des Abschnittes prägt die Umgebung bis nach Grafenstein. Mit der Annäherung an die Gurk wechselt die Umgebung ihren Charakter und mit dem Erreichen der Gemeinde Ebenthal und der Stadt Klagenfurt erfolgt der Übergang vom ländlichen in den städtischen Bereich. Die Trasse wird nördlich des bestehenden Frachtenbahnhofes direkt in den Klagenfurter Hauptbahnhof geführt.
| Meilensteine | |
| Baubescheid Althofen/Drau – Klagenfurt |
März 2000 |
| Baubeginn |
März 2001 |
| Inbetriebnahme eingleisiger Teilabschnitt Pirk – Klagenfurt | September 2005 |
| Baubescheid Frachtenbahnhof Klagenfurt | Februar 2006 |
| Inbetriebnahme eingleisiger Teilabschnitt Althofen/Drau - Grafenstein | September 2007 |
| Baubeginn Frachtenbahnhof Klagenfurt | 2010 |
| Fertigstellung Haltestelle Klagenfurt-Ebenthal | September 2012 |
| Daten & Fakten | |
| Streckenlänge (inkl. Frachtenbahnhof Klagenfurt) | 14,2 km |
| Tunnellänge Einhausung Grafenstein | 633 m |
| Kunstbauten (neue Unter- bzw. Überführungen) | 3 |
Details der Baumaßnahmen
In der ersten Ausbaustufe wurde die Trasse eingleisig, mit vorbereitetem Unterbau für den zweigleisigen Betrieb errichtet. Die gerade Linienführung der Bestandstrecke wird beibehalten. Das zweite Gleis wird entsprechend dem Baufortschritt der Koralmbahn erbaut. Durch die Tieferlegung der Bahntrasse um bis zu 2,5 m wurde im Zusammenwirken von Wällen und Wänden ein umfassender Lärmschutz erreicht.
Die Gurk- und Glanbrücke sind neben dem Grüntunnel nördlich des Ortszentrums von Grafenstein die bestimmenden Kunstbauten des Abschnittes. Weiters werden zwölf bestehende Eisenbahnkreuzungen durch neue Unter- bzw. Überführungen ersetzt. Die bereits im innerstädtischen Bereich von Klagenfurt gelegene neue Haltestelle Klagenfurt Ebenthal übernimmt als Vorbahnhof für die östlichen Stadtteile besonders für den Berufsverkehr eine wichtige Verknüpfungsfunktion zwischen der Koralmbahn und dem öffentlichen Busnetz der Stadt Klagenfurt.
Nach Abklärung von eventuellen Kriegsrelikten am Frachtenbahnhof Klagenfurt begannen im März 2010 die Bauarbeiten zur Errichtung der Unterführung in der Ebentaler Straße sowie die der Haltestelle Klagenfurt-Ebental.
Diese Unterführung wurde im Juli 2012 fertig gestellt und dem Verkehr frei
gegeben. Die umgebaute Haltestelle Klagenfurt-Ebenthal wurde Anfang September
2012 in Betrieb genommen.



