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Großraum Wien

Lainzer Tunnel

Stand: November 2012
Lainzer Tunnel Projekt in Bau

Durch den Lainzer Tunnel – also die Verbindungsstrecke zwischen West-, Süd- und Donauländebahn in Wien - werden Güter- und Personenzüge die Stadt Wien schneller und umweltschonender als bisher durchqueren, beziehungsweise an ihre innerstädtischen Ziele, die Güterterminals und Bahnhöfe, gelangen. Freiwerdende Kapazitäten auf der West- und Südbahn können dann für die Verbesserung des lokalen Personenverkehrs genutzt werden.
Das Projekt Lainzer Tunnel besteht aus den vier Teilabschnitten Verknüpfung Westbahn, Einbindung Südbahn, Anbindung Donauländebahn und dem Verbindungstunnel. Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, derzeit wird der Tunnel in allen vier Abschnitten mit Eisenbahntechnik ausgerüstet.
 

Meilensteine
Planungsauftrag 1990
Baubeginn erstes Baulos 1999
Fertigstellung "Verknüpfung Westbahn" (Rohbau) Frühjahr 2005
Fertigstellung "Einbindung Südbahn" (Rohbau) Ende 2005
Baubeginn "Anbindung Donauländebahn" Oktober 2005
Beginn Vortrieb "Verbindungstunnel" Oktober 2006
Teilinbetriebnahme "Knoten Hadersdorf" Dezember 2008
Beginn Ausrüstungsphase September 2010
Inbetriebnahme Dezember 2012

 

Daten & Fakten
Streckenlänge 12,8 km
Tunnellänge 12,3 km; mit Anschlüssen: 15,4 km
Gesamtlänge der Gleisum- und -neubauten 25,3 km
Tunnelerrichtung ca. 35 % in offener Bauweise, ca. 65 % in geschlossener Bauweise
Kunstbauten
7 Anfahrschächte und -bereiche, 4 Portale, 28 Sicherheitsausstiege, 4 Betriebsgebäude, 4 Neu- bzw. Umbauten von S-Bahn-Haltestellen, 6 Straßenquerungen, 10 Bahnquerungen, 5 Fuß- und Radwegquerungen, 2 Bachquerungen, 3 Einbautenkollektoren

Ziel und Zweck

Mit der Inbetriebnahme des Lainzer Tunnels im Dezember 2012 wird folgendes erreicht:

  • Zeitgemäße und leistungsfähige Verbindung der Westbahn mit der Süd- und Donauländebahn
  • Entlastung der Verbindungsbahn von schweren Güterzügen
  • Nutzung der an der Oberfläche frei werdenden Streckenkapazitäten für einen verdichteten Personennahverkehr – S-Bahn
  • Verbindung der Westbahn mit dem neuen Hauptbahnhof Wien
  • Eine Entlastung der Verbindungsbahn vom Güter- und Personenfernverkehr im 12. und 13. Bezirk und damit eine wesentliche Verbesserung der Lärmsituation für die Anrainer
  • Eine Entlastung der Westbahn vom Güterverkehr im 14. Bezirk und damit eine wesentliche Verbesserung der Lärmsituation für die Anrainer
  • Modernisierung der Haltestellen
    Wien Hadersdorf
    Wien Weidlingau
    Purkersdorf Sanatorium
  • Neubau der Haltestelle Wien – Wolf in der Au
  • Durch die Verbreiterung des Meidlinger Einschnittes von vier auf acht bzw. neun Gleise ist die niveaufreie Einbindung der S-Bahn in die Südbahn möglich und somit eine erhebliche Leistungssteigerung im Bahnhof Wien Meidling - dem am stärksten frequentierten Bahnhof Österreichs – gegeben

Verbesserungen für die Anrainer:

  • Bessere Nahverkehrsanbindung
  • wesentliche Reduktion des Zuglärms
  • Steigerung des Kundenkomforts durch Modernisierung der Haltestellen
  • Mögliche Verkürzung der Schrankenschließzeiten entlang der Verbindungsbahn



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