Tarifbestimmungen 

gültig ab 10.12.2017

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Glossar

Begriff

Definition

Allgemeine Beförderungs-bedingungen (ABB-EWT)

Die Allgemeinen Beförderungsbedingungen gemäß Teil II dieses EWT (siehe auch Teil I Ziffer 3)

Allgemeine Beförderungsbedingungen (GCC-CIV/PRR)

Die Allgemeinen Beförderungsbedingungen des CIT (Internationales Eisenbahntransportkomitee) (siehe auch Teil I Ziffer 3)

Ausgabeland

Das Land in dem der Beförderungsausweis ausgegeben wird

Ausgebendes Unternehmen

Unternehmen, welches den Beförderungsausweis ausstellt und den Beförderungspreis einnimmt

Ausländischer Beförderer

Beförderer in einem anderen Land als dem Ausgabeland

Beförderer

Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, Unternehmen für Straßenbeförderung oder Schifffahrtsgesellschaft und alle aufeinander folgende Beförderer

Aufeinander folgender Beförderer

juristische Person, die vom vertraglichen Beförderer die Pflicht zur Weiterbeförderung des Reisenden zum Bestimmungspunkt oder zur Übergabe des Reisenden an einen aufeinander folgenden Beförderer übernommen hat und auf der Grundlage des mit dem Reisenden geschlossenen Beförderungsvertrages haftet

Ausführender Beförderer

juristische Person, die keinen Beförderungsvertrag mit dem Reisenden abgeschlossen hat, die aber vom vertraglichen oder aufeinander folgenden Beförderer mit der Durchführung der Eisenbahnbeförderung auf einer bestimmten Strecken betraut wurde

Vertraglicher Beförderer

juristische Person, die mit dem Reisenden einen Beförderungsvertrag gemäß ER CIV oder SMPS abgeschlossen hat, dem zufolge sie sich verpflichtet hat, den Reisenden vom Ausgangspunkt zum Bestimmungspunkt zu befördern oder den Reisenden dem aufeinander folgenden Beförderer zu übergeben

Beförderungsausweis

Dokument, das den Beförderungsvertrag zwischen Reisendem und Beförderer festhält. Der Beförderungsausweise kann aus einem oder mehreren Fahrscheinen (inkl. Reservierungen, Aufpreise, Zuschläge etc.) und zugehöriger Ermäßigungsnachweise bestehen

Beförderungsausweis für Gruppen

Gruppenfahrschein, der allein oder zusammen mit mehreren Fahrscheinen den Beförderungsausweis für Gruppen bildet

Beförderungspreis

Das am Tag der Ausgabe gültige Beförderungsentgelt

Besondere Beförderungs- und Tarifbedingungen (BBT)

Bedingungen, welche die Beförderer in Ergänzung zu den Allgemeinen Beförderungsbedingungen festlegen (Teil III dieses EWT)

CER

Community of European Railways (Gemeinschaft der europäischen Bahnen)

CIT

Comité international des transports ferroviaires (Internationales Eisenbahntransportkomitee)

COTIF

Convention relative aux transports internationaux ferroviaires (Übereinkommen über die internationale ‘Eisenbahnbeförderung)

Durchgehende Fahrscheine

Fahrschein, der für Strecken in mindestens zwei Ländern oder ab einem Grenzpunkt nach einem Bestimmungsort in einem anderen Land ausgefertigt wird

Einzelreisende

Reisende von mindestens 0,5 bis maximal 5,5 Tarifpersonen, die einzeln oder gemeinsam reisen

Ergänzungsschein

Schein, der den Beförderungsausweis um Klassenwechsel, Streckenwechsel, Zuschlag ergänzt oder einen Befördererwechsel ermöglicht

Entschädigungen bei Verspätungen

Siehe Teil I Ziffer 3

ER CIV

Einheitliche Rechtsvorschriften für den Vertrag über die internationale Personenbeförderung

Globalpreis

Vertraglicher Preis, der den Beförderungspreis und Entgelte für zusätzliche Leistungen einschließt

Globalpreiszüge

Züge, für die Beförderungsausweise auf einem einzigen Schein (Fahrschein und Reservierung) unter Angabe des Gesamtfahrpreises (vertraglicher Preis) ausgegeben und ausgeführt werden.

Grenzpunkt

Der Punkt, an dem die Infrastrukturbetreiber verschiedener Staaten aneinander anschließen und der im Regelfall mit dem Tarifschnittpunkt zusammenfällt

Gruppe

Reisegruppe, mit mindestens 6 zahlenden erwachsenen Personen, die zusammen reisen

Inlandsfahrschein

Fahrschein, der für Binnenstrecken in einem anderen Land ausgegeben wird

Nachtzüge

Sind Züge, die Schlaf- oder Liegewagen führen

Ort / Orte

Abgangs- oder Bestimmungsort. Es kann sich dabei sowohl um Bahnhöfe der Eisenbahn, um Busbahnhöfe oder um Häfen handeln

Platzkarten / Reservierungsausweise

Karten, zur Erhebung der Reservierungsgebühren und Zuschläge/Aufpreise, für die Nutzung eines Platzes während der Fahrt in einem Schlaf-, Liege- oder Sitzplatzwagen in denen eine Reservierung zwingend oder möglich ist

PRR

Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr

Reisekette

Siehe Teil I Ziffer 3

RID

Reglement pour le transport international de marchandises dangeouses (Verordnung für die internationale Beförderung von gefährlichen Gütern)

SMPS

Abkommen über den internationalen Personenverkehr

Sonderzug (-Wagen)

Ein Sonderzug (-Wagen) ist ein Zug (Wagen), der für die Fahrt auf Bestellung einer juristischen oder natürlichen Person ausschließlich für die Verwendung durch den Besteller nach der Vereinbarung mit den beteiligten Beförderern vorgesehen ist.

Tarifpunkt

Ein Ort, von und zu dem Beförderungsausweise ausgegeben werden können, wenn er in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten und/oder den elektronischen Vertriebssystemen der ausgebenden Unternehmen enthalten ist

UIC

Union internationale des Chemins de fer (Internationaler Eisenbahnverband)




Teil 1Allgemeine Beförderungsbedingungen für Reisen im Ost-West-Verkehr (SCIC-EWT)

1.Anwendungsbereich der Besonderen Internationalen Beförderungsbedingungen (SCIC) für Reisen mit Fahrkarten im Ost-West-Verkehr (EWT) (im Weiteren: Besondere Bedingungen)

1.1.Die Besonderen Bedingungen finden auf Beförderungen zwischen CIV- und SMPS-Teilnehmerstaaten Anwendung, für welche durchgehende Beförderungsausweise und Streckenfahrscheine ausgegeben werden.

Die Beförderer können für bestimmte Verkehre (Strecken oder Züge) von den Besonderen Bedingungen abweichende Besondere Beförderungsbedingungen festsetzen. Die Abweichungen sind in den Besonderen Beförderungsbedingungen deutlich hervorzuheben.

Die Besonderen Bedingungen gelten nicht für Verbindungen zwischen Orten im Land des ausgebenden Unternehmens.

Für Globalpreiszüge können besondere Bestimmungen gelten, diese sind in besonderen Anhängen enthalten.

1.2.Die Einführung der Besonderen Bedingungen, Änderungen und Ergänzungen und ihre Aufhebung werden nach den landesrechtlichen Bestimmungen, denen die beteiligten Beförderer (Anlage I) unterliegen, veröffentlicht.

1.3.Die geschäftsführende Bahn für die Besonderen Bedingungen ist die CD, Tschechische Bahnen AG.

2.Gesetzliche und vertragliche Grundlagen für die Beförderung

2.1.Die Beförderung unterliegt diesen „Besonderen Bedingungen“.

Für die Seestrecke einer gemischten Beförderung Bahn/Schiff unterliegen sie dem Recht, dem der Beförderer zur See untersteht, und den von ihm erlassenen besonderen Bedingungen.

2.2.Die Beförderer im Geltungsbereich des Übereinkommens über den internationalen Eisenbahnverkehr (COTIF) unterliegen für Belange, die in den Besonderen Bedingungen nicht geregelt sind, den Einheitlichen Rechtsvorschriften CIV (Anhang A zum COTIF) und gegebenenfalls der PRR.

2.3.Die Beförderer im Geltungsbereich des SMPS unterliegen für Belange, die in den Besonderen Bedingungen nicht geregelt sind, dem Abkommen über den internationalen Personenverkehr (SMPS).

2.4.Für Belange, die nicht den Besonderen Bedingungen, in den ER CIV oder im SMPS geregelt sind, gilt Landesrecht.

2.5.Binnenbeförderungen, die mit in einem anderen CIV- oder SMPS-Teilnehmerstaat ausgegebenem Inlandsfahrschein ausgeführt werden, unterliegen, sofern sie nicht zu einer grenzüberschreitenden Reisekette gehören:

  • dem jeweiligen Landesrecht,
  • den Bestimmungen diesen Beförderungsbedingungen und,
  • gegebenenfalls, den Bedingungen der Binnentarife oder den angewandten Bestimmungen der beteiligten Beförderer, sofern diese den Bestimmungen der Besonderen Bedingungen nicht entgegenstehen.

2.6.Der Beförderungsvertrag verpflichtet den oder die an seiner Durchführung beteiligten vertraglichen Beförderer, den Reisenden vom Abgangs- bis zum Bestimmungsort zu befördern. Die aufeinander folgenden vertraglichen Beförderer werden auf dem Beförderungsausweis entsprechend ihrer Reihenfolge angegeben und haften gegenüber dem Reisenden auf ihren Streckenabschnitten.

3. - bleibt offen -

4.Einteilung der Besonderen Bedingungen

Die Besonderen Bedingungen umfassen

  • die vorliegenden Teile
  • 1 Allgemeine Bestimmungen
  • 2 Allgemeine Beförderungsbedingungen des Ost-West-Verkehrs (SCIC-EWT)
  • 3 Besondere Beförderungs- und Tarifbedingungen (BBT)

Die Besonderen Bedingungen werden in englischer Sprache erstellt und danach ins Deutsche, Französische und Russische übersetzt.

In Zweifelsfällen ist der englische Wortlaut maßgebend.

  • die „Sonderbestimmungen für die Verbindungen zwischen bestimmten Ländern“,
    welche die zugelassenen Reisewege und Bestimmungsorte festlegen. Die Herausgabe/Veröffentlichung ist fakultativ. Sie werden für jeden Verkehr von den daran beteiligten Beförderern erstellt und können auch in einer anderen geeigneten Form veröffentlicht werden. Ein Muster wird von der geschäftsführenden Bahn in den Ausführungsbestimmungen empfohlen.
  • die „Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten und zu Globalpreiszügen“
    Die Anlage II enthält eine Liste der "Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten".
    Diese Anhänge enthalten die beteiligten Unternehmen und können abweichende Bestimmungen für die Beförderung, die Preisberechnung und die Ausgabe der Beförderungsausweise enthalten.

5.Beteiligte Beförderer

Die Anlage 1 enthält die Liste aller an den Besonderen Bedingungen beteiligten Beförderer sowie deren Adressen.

Teil 2Allgemeine Beförderungsbedingungen für Reisen im Ost-West-Verkehr (ABB-EWT)

6.Beförderungsausweis, Reservierungen, Zusatzleistungen

6.1.Allgemeines

Beim Abschluss des Beförderungsvertrages werden ein oder mehrere Beförderungsausweise ausgestellt und im Allgemeinen dem Reisenden übergeben. Die Beförderungsausweise werden nur von den ermächtigten Beförderern oder den von ihnen beauftragten Stellen verkauft.

Jeder weitere Handel mit diesen gekauften Beförderungsausweisen ist verboten.

Die Beförderungsausweise können aus elektronischen Datenaufzeichnungen bestehen, deren Lesbarkeit in Schriftzeichen ermöglicht wird.

Ein Anspruch auf Beförderung besteht nur, wenn der Reisende über einen gültigen Beförderungsausweis verfügt.

Der Beförderungsausweis enthält neben der Angabe des oder der Beförderer/s die erforderlichen Angaben zum Beweis des Abschlusses und des Inhalts des Beförderungsvertrages; er legt die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien fest.

Die BBT legen die Bestell-, Zahlungs- und Ausgabemodalitäten für die Beförderungsausweise fest. Für bestimmte Angebote und/oder für bestimmte Strecken kann eine spezifische Bestellfrist vorgesehen werden.

Im Allgemeinen werden Beförderungsausweise frühestens 3 Monate vor dem ersten Geltungstag ausgegeben. Diese Frist auf 11 Monate ausgedehnt werden. Bei den ÖBB beträgt die Vorverkaufsfrist 6 Monate. In Ausnahmefällen kann die Vorverkaufsfrist gekürzt werden (zum Beispiel bei Fahrplanwechsel oder für bestimmte Angebote).

Der Reisende hat sich bei der Entgegennahme des/der Beförderungsausweise/s zu vergewissern, ob diese/r seinen Angaben gemäß ausgestellt ist/sind.

6.1.1.Benutzungsbedingungen

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Beförderungsausweise, die Informationen über Abfahrts- und Ankunftsdatum und -uhrzeit eines Reisenden enthalten, gelten für den Zeitraum der Fahrt des Zuges oder Wagens, der erforderlich ist, um den Reisenden zu seinem Ziel zu bringen.

Beförderungsausweise, die diese Informationen nicht enthalten, haben eine Gültigkeitsdauer von 4 Tagen, wenn sie in einem Land des Geltungsbereiches der CIV1 ausgegeben wurden, oder von 15 Tagen, wenn sie in einem land aus dem Geltungsbereich des ausgegeben wurden.

Für gewisse Tarifangebote, bestimmte Verbindungen oder bestimmte Vertriebskanäle (z. B. International Rail Ticket Home Printing –IRTHP-) können die BBT eine unterschiedliche Geltungsdauer vorsehen.

Die Reise ist grundsätzlich innerhalb der Geltungsdauer des Beförderungsausweises auszuführen. Im Fall von höherer Gewalt oder wenn der Reisende in Folge Ausfall oder Verspätung eines Zuges oder Versäumen des Anschlusszuges die Fahrt nicht antreten oder beenden kann, wird die Geltungsdauer so weit erforderlich verlängert.

Die BBT bestimmen, ob der Reisende seinen Beförderungsausweis im Bahnhof oder unmittelbar beim Betreten des Verkehrsmittels selbst zu entwerten hat.

Beförderungsausweise ohne Angabe von Abfahrts- und Ankunftsdatum und -uhrzeit eines Reisenden berechtigen auch zur Beförderung in einer niedrigeren Zugkategorie oder in einer niedrigeren Klasse.

Grundsätzlich erlauben die Beförderungsausweise die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zwischen den Bahnhöfen einer Stadt nicht.

1 Bei den LG, LDZ, EVR und TCDD sind die Beförderungsausweise 15 Tage gültig.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

6.1.2.Ungültigkeit des Beförderungsausweises

Ein Beförderungsausweis ist ungültig, wenn

  • er die erforderlichen Angaben, Eintragungen und gegebenenfalls die Unterschrift nicht enthält;
  • er beschädigt oder in seinem Inhalt unkenntlich gemacht oder abgeändert wurde;
  • der Ausweis oder die Berechtigungskarte, die gemäss den BBT erforderlich sind - gegebenenfalls mit Lichtbild, nicht vorgelegt werden kann oder abgelaufen ist;
  • die Geltungsdauer noch nicht begonnen hat oder wenn sie abgelaufen ist;
  • die gegebenenfalls durch die BBT vorgeschriebene und durch eine Eintragung im Beförderungsausweis in Erinnerung gerufene Entwertung nicht erfolgt ist oder der Reisende die ihm obliegenden Verrichtungen nicht ausgeführt hat. Die BBT können jedoch Verfahren für die nachträgliche Regelung der Entwertung vorsehen.

6.1.3.Wege/Umwege

Für Beförderungsausweise ohne Angabe von Abfahrts- und Ankunftsdatum und -uhrzeit eines Reisenden gilt die Strecke des angegebenen Zuges als Angabe des zulässigen Weges.

Bei den übrigen Beförderungsausweisen kann der Reiseweg unterwegs gegen Zahlung des eventuellen Unterschiedsbetrages geändert werden. Für diese Fälle können die BBT vorsehen, dass

  • ursprünglich gewährte Ermässigungen nicht mehr berücksichtigt werden,
  • für die Ausstellung des Streckenwechsels eine Gebühr erhoben wird, obwohl der neue Weg kürzer ist,
  • zu bestimmten Tarifangeboten keine Umwege gestattet sind.

Ist der neue Weg kürzer besteht kein Anspruch auf Erstattung.

6.1.4.Übergang in eine andere Wagenklasse oder in eine andere Zug- oder Wagenkategorie

Die BBT regeln den Übergang in eine höhere oder tiefere Zug- oder Wagenkategorie bzw. Wagenklasse.

Bei Tarifangeboten mit Zugbindung/Reservierungspflicht sind Übergänge ausgeschlossen.

6.1.5.Fahrtunterbrechung

Die BBT legen fest, ob die Reise unterbrochen werden kann.

6.1.6.Änderung des Beförderers

Grundsätzlich erkennt jeder Beförderer nur die Beförderungsausweise an, die ihn gemäß dem Beförderungsvertrag binden.

Bieten verschiedene Beförderer Beförderungsleistungen auf einer gleichen Strecke - gegebenenfalls mit unterschiedlichen Benutzungsbedingungen und Preisen – an, erfolgt der eventuelle Übergang von einem Beförderer zu einem anderen Beförderer gemäß einer Vereinbarung unter ihnen, die in die BBT aufgenommen ist.

6.1.7.Reservierungen

Die BBT legen fest, unter welchen Voraussetzungen die Reservierung von Sitz-, Liege- und Schlafwagenplätzen möglich oder obligatorisch ist.

6.1.8.Zusatzleistungen

Die BBT legen fest unter welchen Voraussetzungen Zusatzleistungen angeboten werden.

6.2.Tarifierung

Das Recht auf die Beförderungsleistung bedingt die Zahlung des von dem oder den Beförderer/n in den BBT festgelegten Preises durch den Reisenden. Der Preis ist in der Regel vor Reiseantritt zu entrichten.

Das Tarifangebot kann aus verschiedenen Preisabstufungen bestehen. Jeder Preis kann eine oder mehrere Dienstleistungen beinhalten und unterschiedlichen Bedingungen unterliegen.

Diese Bedingungen können insbesondere bestehen aus:

  • Bedingungen, die vom Verkauf abhängen (Zeitpunkt der Ausgabe, Bestellung oder Benutzung, Verkaufskanal, Zahlungsart, usw.),
  • Bedingungen, die von der Strecke oder der gewählten Verbindung abhängen, z.B. Benutzung eines bestimmten Zuges oder eines Zuges mit Reservierungspflicht,
  • Bedingungen zur Einschränkung der verfügbaren Plätze je Preisangebot,
  • Bedingungen zur zeitlichen Beschränkung für bestimmte Tarifangebote oder für bestimmte Verkehrsmittel,
  • Zulassungsbedingungen,
  • Gültigkeitsbedingungen,
  • Umtausch- und Erstattungsbedingungen.

In der Regel sind die vorstehenden Bedingungen für Einzelreisenden und für Gruppen unterschiedlich. Die Bedingungen für Gruppen können insbesondere besondere Regeln für die Reservierung, die Zulassung, die Zahlung und die Annullierung vorsehen.

Für den Kauf der Beförderungsausweise in den Zügen können besondere Bedingungen, insbesondere Preisaufschläge, vorgesehen werden. Die für diese Fälle vorgesehenen Verfahren sind in den BBT enthalten.

Die in den BBT angebrachten Änderungen treten mit den in den einzelnen Ländern geltenden Verfahren und Ankündigungsfristen in Kraft.


6.3.Rücknahme und Umtausch des Beförderungsausweises sowie Erstattungen

6.3.1.Allgemeines

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Rücknahme heißt, dass ein bereits ausgegebener Beförderungsausweis vor Beginn der Geltungsdauer zurückgenommen und der volle Preis zurückgezahlt wird.

Umtausch heißt, dass ein bereits ausgegebener Beförderungsausweis gegen einen anderen Beförderungsausweis mit oder ohne Nachzahlung umgetauscht wird.

Erstattung heißt, dass der Preis eines Beförderungsausweises, wenn er nicht oder nur teilweise zur Fahrt benutzt wurde, ab Beginn der Geltungsdauer grundsätzlich unter Abzug eines Entgelt ganz oder teilweise erstattet wird.

Die Rücknahme, der Umtausch oder die Erstattung kann nur auf Vorlage des Original des Beförderungsausweises vom Inhaber eines nicht namentlichen Beförderungsausweises (dessen Name aufgedruckt ist) oder vom Besitzer eines nicht namentlichen Beförderungsausweises verlangt werden.

Rücknahme, Umtausch und Erstattung können abgelehnt werden, wenn die Beförderungsausweise beschädigt oder seine Angaben unkenntlich gemacht oder abgeändert wurden, oder wenn die Nichtbenutzung nicht nachprüfbar oder die Erstattungsfrist überschritten ist.

Bei Beförderungsausweisen, die bargeldlos gezahlt wurden, findet die Erstattung grundsätzlich nur auf dem ursprünglichen Zahlungsweg statt.

Die Beförderer können die Rücknahme, die Zahlung des Minderbetrages bei Umtausch und die Erstattung mit Reisegutschein anbieten und dafür besondere Bedingungen vorsehen.

Die Rücknahme, der Umtausch und die Erstattung von Beförderungsausweisen die aus elektronischen Datenaufzeichnungen bestehen, sind Gegenstand besonderer Bestimmungen.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

6.3.2.Rücknahme

Die Rücknahme erfolgt nur bei der Ausgabestelle und bis zu der vom Beförderer festgesetzten Frist.

Die BBT können für die Rücknahme besondere Bestimmungen vorsehen.

6.3.3.Umtausch

Der Umtausch erfolgt nur innerhalb der von den BBT festgesetzten Frist. Gegebenenfalls wird der Minderbetrag zurückgezahlt oder der Reisende hat den Mehrbetrag nachzuzahlen.

Die BBT können für den Umtausch besondere Bedingungen vorsehen.

6.3.4.Erstattung

Erstattungsanträge für nicht oder teilweise benutzte Beförderungsausweise sind bei CIV-Bahnen innerhalb von 1 Monat (die BBT können eine Verlängerung bis zu 3 Monaten vor-sehen) und bei den SMPS-Bahnen innerhalb von 9 Monaten nach Ablauf der Geltungsdauer am Ort, wo der Reisende ganz oder teilweise auf seine Reise verzichtet, einzureichen. Gegebenenfalls können sie entweder an die Ausgabestelle oder an einen anderen an der Beförderung beteiligten Beförderer gerichtet werden. In diesem Falle muss sich der Reisende vor Ablauf der Geltungsdauer seines Beförderungsausweises von dem Bahnhof, wo er auf die Reise ganz oder teilweise verzichtet, eine entsprechende Bescheinigung erteilen lassen. Kann er diesen Beweis nicht vorweisen, so hat er die tatsächliche Nichtbenutzung seines Beförderungsausweises anderweitig nachzuweisen.

Wendet sich der Reisende an einen anderen Beförderer, so gibt ihm dieser die Anschrift des Beförderers bekannt, an den der Antrag gegebenenfalls zu senden ist.

Die BBT können die Erstattung des Beförderungspreises ausschließen oder besondere Bestimmungen vorsehen.

Die Beförderer führen die Erstattungen spätestens innerhalb von drei Monaten (bei CIV-Beförderern) und spätestens von 180 Tagen (bei SMPS-Beförderern) nach Eingang des Antrages und der vom Reisenden einzureichenden Beweisstücke durch.

6.3.5.Verlust, Diebstahl und Missbrauch von Beförderungsausweisen

Der Beförderer übernimmt keine Haftung bei Verlust, Diebstahl oder missbräuchliche Verwendung des Beförderungsausweises. Vorbehaltlich anderweitiger Bestimmungen werden diese Beförderungsausweise nicht erstattet.

Bei Beschädigung von Daten der Beförderungsausweise die aus elektronischen Datenaufzeichnungen bestehen werden die etwaigen Ersatzverfahren in besonderen Bestimmungen geregelt.

6.4.Kinder

Kinder bis zum vollendeten 4. Lebensjahr in Begleitung Erwachsener reisen im Allgemeinen unentgeltlich, sofern sie keinen besonderen Platz beanspruchen.

Für die Beförderung von Kindern ab dem vollendeten 4. Altersjahr und solche unter vier Jahren für die ein besonderer Platz beansprucht wird, können die BBT Kinderpreise vorsehen. Für jeden Beförderer sind die Bedingungen, die geltenden Altersgrenzen und gegebenenfalls die Preise in den BBT enthalten.

Zusätzliche Ermäßigungen für Kinder sind in den BBT (z. B. für Familienreisen) durch die jeweiligen Tarifbestimmungen geregelt und gelten für die an diesen Angeboten beteiligten Beförderer.

Im Geltungsbereich des SMPS dürfen Kinder unter zwölf Jahren nicht ohne Begleitung befördert werden.

6.5.Beförderung von Tieren

Kleine, lebende ungefährliche Haustiere können in Behältnissen wie Handgepäck mitgenommen werden, sofern kein am Beförderungsvertrag beteiligter Beförderer in seinen BBT die Beförderung von Tieren ausschließt.

Die Behältnisse müssen so beschaffen sein, dass Beeinträchtigungen für Personen und Sachen ausgeschlossen sind.

Im Allgemeinen können Hunde ohne Behältnisse mitgenommen werden, sofern sie angeleint und mit einem Maulkorb versehen sind.

Die BBT legen die für Tiere geltenden Beförderungspreise fest.

Für Blindenhunde können besondere Bedingungen gelten.

Der Reisende hat mitgenommene Tiere zu beaufsichtigen.

Die gefährlichen und kranken Haustiere, einschließlich Hunde, sind von der Beförderung ausgeschlossen.

In das Bordrestaurant, den Bistrowagen sowie in Wagen, in denen Mahlzeiten am Sitzplatz gereicht werden, haben Tiere, mit Ausnahme von Blindenhunden, keinen Zutritt.

In den Nachtzügen gelten für kleine Haustiere und Hunde besondere Bestimmungen.

6.6.Handgepäck

6.6.1.Mitnahme von Handgepäck

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Der Reisende ist nur ermächtigt, persönliche Gegenstände mitzunehmen, welche einem Reisezweck dienen. Wertgegenstände oder Produkte, die Handelsware sind oder gehandelt werden sollen, dürfen nicht mitgenommen werden.

Beförderer des Geltungsbereichs der CIV dürfen gefährliche Güter dürfen als Handgepäck nur gemäß den Vorschriften der Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID - Anhang C zum COTIF) transportieren, Beförderern aus dem Geltungsbereich des SMPS ist der Transport von gefährlichen Gütern als Handgepäck untersagt. Reisende dürfen einzig die Stoffe und Gegenstände mitnehmen, die einzelhandelsgerecht abgepackt und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport bestimmt sind.

Waffen und Munition sind von der Beförderung als Handgepäck ausgeschlossen, außer wenn die BBT sie zulassen und gleichzeitig die Beförderungsbedingungen festlegen.

Gegenstände und Produkte, welchen den übrigen Reisenden lästig fallen, sind nicht zugelassen.

Jeder Reisende darf nicht mehr als drei leicht tragbare Gepäckstücke mitnehmen, die in den Zügen in den vorgesehenen Stauraum passen. Die BBT legen fest, in wie weit mehr und größere Gepäckstücke sowie sperrige Gegenstände (Ski, Surfbretter, Fahrräder) zugelassen sind. Gegebenenfalls sind sperrige Gegenstände zu verpacken, zu zerlegen oder zu falten. Der Reisende hat sich in diesen Fällen im Voraus über die besonderen Zulassungsbedingungen zu informieren.

Es sind nur Handgepäckstücke zugelassen, deren Beschaffenheit, Verschluss, Volumen und Masse es erlauben, sie leicht zu tragen und zu verstauen und die keine Schäden verursachen können. Die Gepäckstücke dürfen in keinem Fall den Durchgang in den Wagen versperren.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

6.6.2.Pflichten des Reisenden

Handgepäck wird unter der ausschließlichen Verantwortung des Reisenden befördert. Er hat sein Handgepäck zu überwachen.

Die Gepäckstücke müssen während der Reise jederzeit von den Zoll- und den Verwaltungsbehörden untersucht werden können.

Der Reisende hat bei den von den Zoll- oder sonstigen Verwaltungsbehörden vorgeschriebenen Formalitäten anwesend zu sein.

Es obliegt dem Reisenden sich zu vergewissern, dass er die zoll- und verwaltungsbehördlichen Bestimmungen der Länder, die er im Verlauf seiner Reise berührt, einhält.

6.6.3.Zurück gelassenes und verlorenes Handgepäck

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Jedes im Zug gefundene Gepäckstück ist dem Begleitpersonal des Beförderers zu melden.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

6.7.Nichteinhaltung des Fahrplanes

6.7.1.Ausfall, Verspätung oder Versäumnis in der letzten Verbindung des Tages

Diese Regelung gilt für Verspätungen oder Versäumnisse, deren Ursache und Eintritt im Geltungsbereich der ER CIV (und/oder PRR) liegen.

Bei Ausfall, Verspätung oder Versäumnis des Anschlusses in einer internationalen Verbindung ersetzt der Beförderer die angemessenen Benachrichtigungs-, Taxi- und Übernachtungskosten, wenn

  • der Reisende seine Reise nicht am selben Tag fortsetzen kann oder
  • ihm die Fortsetzung der Reise unter den gegebenen Umständen nicht zumutbar ist.

6.7.2.Verspätungen während des Tages

Diese Regelung gilt bei internationalen durchgehenden Zügen für die folgenden Beförderer : BDZ, CD, CFL, CFR, DB, DSB, EVR, LG, LDZ, MAV, NS, NSB, ÖBB,TRAINOSE, PKP, RENFE, SNCB, SNCF, SJ, SBB/CFF, SZ, Trenitalia, VR, ZSSK, wenn die Ursache und der Eintritt der Verspätung im Geltungsbereich der ER CIV und PRR liegen. Vorbehalten bleiben die von den EU-Mitgliedsstaaten erteilten Ausnahmegenehmigungen.


Verspätet sich ein internationaler Tageszug um 60 bzw. 120 Minuten oder mehr, oder fällt der Zug aus, entschädigen die ausgebenden Unternehmen (vertragsschließender Beförderer), welche der PRR unterliegen, den Reisenden 25% bzw. 50% des Fahrpreises einfacher Fahrt für den Preis der für die PRR- Strecke zu zahlen wäre, wenn

  • Beginn und Ende der Beförderung innerhalb der Europäischen Gemeinschaft, Norwegens oder der Schweiz liegen.
  • die Verspätung im geografischen EU-Bereich eingetreten ist
  • Der massgebende Beförderungspreis für Entschädigungen schliesst Nebenkosten (Reservierungen, Zuschläge, etc.) ein, etwaige Servicegebühren dagegen aus. Entschädigungsbeträge unter 4 Euro werden nicht ausgezahlt.

Die Entschädigung erfolgt in Form eines Gutscheines oder gleichwertigen Leistung. . Auf Verlangen des Reisenden leistet der Beförderer die Entschädigungen in der von ihm festgelegten Weise in Geld, z.B. mittels Überweisung, Gutschrift oder in bar.

Bei den SMPS-Bahnen, wird die Entschädigung für die Verspätung bzw. den Ausfall von internationalen Zügen nach den SMPS-Regeln durchgeführt.

Massgeblich für die Beurteilung der Nicht-Einhaltung des Fahrplanes ist die Abweichung zwischen tatsächlicher und planmässiger Ankunftszeit am Bahnhof, wo der Reisende den internationalen Zug verlässt. Der Reisende macht seinen Anspruch innerhalb von zwei Monaten nach Abschluss der Reise mit dem Original des gültigen und entwerteten Fahrausweises und der Reservierung bei einem beteiligten Beförderer geltend. Wenn vom Beförderer vorgesehen, kann an die Stelle der Reservierung eine Verspätungsbescheinigung treten.

6.7.3.Ausnahmen

Passangebote (z.B. Interrail) sowie Sonderzüge sind von Entschädigungen gemäß Ziffer 6.7.2 ausgenommen.

6.7.4.Andere Ansprüche

Anstelle der vorgenannten Ansprüche kann der Reisende bei allen an den Besonderen Bestimmungen beteiligten Beförderern

  • auf die Weiterfahrt verzichten und Erstattung des Fahrpreises für die nicht durchfahrene Strecke verlangen oder
  • auf die Weiterfahrt verzichten, mit dem nächsten geeigneten Zug eines beteiligten Beförderers unentgeltlich zum Abgangsbahnhof zurückkehren und die Erstattung des vollen Beförderungspreises verlangen oder
  • seine Reise mit einem Zug der beteiligten Beförderer fortsetzen, mit dem er sein Reiseziel mit möglichst geringer Verspätung erreicht.

Vorbehalten bleiben weitere Rechte der Reisenden in der EU gemäß PRR.


6.7.5.Ausschlussgründe

Die Ansprüche des Reisenden entfallen, wenn die Nicht-Einhaltung des Fahrplanes zurückzuführen ist auf

  • ausserhalb des Eisenbahnbetriebes liegende Umstände, die der Beförderer trotz Anwendung der nach Lage des Falles gebotenen Sorgfalt nicht vermeiden und deren Folgen er nicht abwenden konnte,
  • rechtzeitig angekündigte Verkehrsbeschränkungen in Folge von Bau- oder Unterhaltungsarbeiten,
  • Streik
  • Verschulden des Reisenden,
  • Verhalten eines Dritten, das der Beförderer trotz Anwendung der nach Lage des Falles gebotenen Sorgfalt nicht vermeiden und dessen Folgen er nicht abwenden konnte; der Infrastrukturbetreiber oder ein anderes Unternehmen, das dieselbe Eisenbahninfrastruktur benutzt, gilt nicht als Dritter.

6.8.Verhalten der Reisenden in den Bahnhöfen und Zügen

6.8.1.Allgemeines

Die Beförderer, Bahnhofbetreiber und Infrastrukturbetreiber können bestimmte Zutrittsbedingungen zum Bahnhofsbereich und zu den Zügen vorsehen. Der Reisende ist verpflichtet, ihren Anweisungen und jenen ihres Personals Folge zu leisten.

Soweit bestimmte Beförderer für den Zugang zu ihren Zügen eine Zugangskontrolle vorsehen, haben die Reisenden dieser Pflicht Folge zu leisten.

Reisende mit auf den Namen lautenden Beförderungsausweisen oder Ermäßigungskarten sind verpflichtet, im Rahmen der Beförderungsausweiskontrolle auf Aufforderung ihre Identität durch amtlichen Lichtbildausweis nachzuweisen.

Jeder Reisende hat sich so zu verhalten, dass andere Reisende nicht gestört werden.

Jeder Reisende darf nur einen Sitzplatz belegen. In den Zügen, in denen Kleinkindabteile oder Plätze oder Abteile für Reisende mit eingeschränkter Mobilität vorhanden sind, haben andere Reisende diese Plätze bei Bedarf freizugeben.

In Nichtraucherbereichen ist das Rauchen auch bei Zustimmung der anderen Reisenden verboten.

Der Reisende darf die Alarm- und Notfallvorrichtungen nur bei Gefahr für seine Sicherheit oder für die Sicherheit anderer Reisender, anderer Personen oder des Zuges betätigen. Bei Missbrauch hat dieser Reisende unbeschadet sonstiger Ansprüche den hierfür in den BBT oder in den Bestimmungen des Beförderers vorgesehenen Betrag zu zahlen.

6.8.2.Ausschluss von der Beförderung

Die BBT können vorsehen, dass Reisende,

  • die keinen gültigen Beförderungsausweis vorweisen und welche die sofortige Zahlung des Beförderungspreises oder des Zuschlages verweigern,
  • die eine Gefahr für die Sicherheit und den geordneten Ablauf des Betriebes oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen,
  • die Mitreisenden in unzumutbarer Weise belästigen,

von der Beförderung ausgeschlossen sind oder unterwegs davon ausgeschlossen werden können und dass diese Personen keinen Anspruch auf Erstattung des Beförderungspreises und der Zuschläge haben.

6.9.Reklamationen

Reklamationen aus anderen Gründen als Erstattungen sind bei den in der Anlage V zu den Besonderen Bedingungen benannten Reklamations- und Erstattungsstellen der Beförderer einzureichen.

Teil 3Besondere Beförderungs- und Tarifbestimmungen (BBT)

7.Beförderungspreise

7.1.Die Beförderer geben gemäß den für sie geltenden landesrechtlichen Bestimmungen die Beförderungspreise bekannt.

7.2.Nach Antritt der Reise besteht kein Anspruch mehr auf die Gewährung von Ermäßigungen auf den Beförderungspreis.

8.Arten der Beförderungsausweise

8.1.Es werden Beförderungsausweise ausgegeben für:

  • Einzelreisende
  • Hunde,
  • Reisegruppen in Regelzügen oder Linienschiffen oder bestimmten Busverkehren,
  • Reisesonderzüge und Sonderwagen

8.2.Die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder sonstige Veröffentlichungen können die Ausgabe anderer Arten von Beförderungsausweisen vorsehen.

9.Verkauf im Zug

Der Verkauf im Zug richtet sich nach den nationalen Bestimmungen der Beförderer.

10.Verkauf über Internet, Online-Verkauf

Geben Beförderer Online-Fahrkarten aus, gelten die nachstehenden Bedingungen.

10.1.Online-Verkauf erfolgt über das Internet und ggf. über die Verkaufsstellen der Beförderer oder der Reisebüros.

10.2.Online verkaufte Fahrkarten, die auf Papier ausgegeben werden, enthalten ein Sicherheitszertifikat.

10.3.E-Beförderungsausweise (e-Fahrkarten), die nur in elektronischen Datenaufzeichnungen bestehen, können

  • e-Daten auf Chips oder auf anderen elektronischen Datenträgern im Besitz des Reisenden sein oder
  • in einem Passenger Name Record (PNR) auf Papier oder elektronisch (manifest on list) bestehen.

10.4.Bei Buchung durch den Reisenden im Internet ist auch die Zahlung über Internet (online) zu leisten (z.B. mit Debit-Card, EC-Karte, Postfinanzkarte oder Kreditkarte wie Visa, Eurocard, Amexco usw. [Zahlkarten]).

10.5.Für die Online-Ausgabe durch die Verkaufsstellen der Beförderer oder durch ermächtigte Reisebüros gelten die Bedingungen der betreffenden Ausgabestelle.

10.6.Online Papier- und e-Fahrkarten werden auf den Namen lautend ausgegeben.

Dies erfolgt über die Verknüpfung der persönlichen Daten mit den Daten einer Ermäßigungs-, Belastungs- oder Kreditkarte oder einem amtlichen Lichtbildausweis.

10.7.Für die Zahlung hat der Reisende dem ausgebenden Unternehmen mindestens folgende Kundendaten zu übermitteln:

  • Name, Vorname
  • e-Mail-Adresse
  • Zahlungsdaten (z.B. Art der Karte, Kontonummer, Bankleitzahl, IBAN, BIC, usw.)

10.8.Die im Online-Verkauf verfügbaren Angebote und deren Nutzungsbedingungen sind in den besonderen Beförderungsbedingungen der daran beteiligten Beförderer aufgeführt.

10.9.Online Papier- und e-Fahrkarten sind nicht übertragbar. Sie gelten nur in Verbindung mit der bei der Buchung zur Identifikation angegebenen Zahlkarte oder einem amtlichen Lichtbildausweis. Der darin genannte Reisende und der Inhaber der Zahlkarte/des Ausweisdokumentes müssen identisch sein.

10.10.Für die Zahlung gelten die vom ausgebenden Unternehmen zugelassenen Verfahren.

10.11.Für alleinreisende Kinder werden Online Papier- und e-Fahrkarten gemäß den Bedingungen, die der Beförderer dem ausgebenden Unternehmen erteilt hat, ausgegeben.

10.12.Rückgabe, Umtausch und Erstattung (Ergänzung zu Nummer 46)

Umtausch, Rückgabe und Erstattung von Online Papier- und e-Fahrkarten erfolgen ausschließlich über das Portal bzw. durch den Beförderer, der die Fahrkarten ausgegeben hat.

Für Umtausch, Rückgabe und Erstattung von Online Papier- und e-Fahrkarten gelten ansonsten die Besonderen Beförderungsbedingungen der jeweiligen Beförderer.

AEinzelreisende

Beförderungsbestimmungen

11.Beförderungsausweise

Es werden durchgehende Fahrscheine und Streckenfahrscheine ausgegeben.

11.1.Durchgehende Fahrscheine werden ab einem Abgangsort im Ausgabeland oder ab einem Grenzpunkt, bis zu dem der Reisende bereits einen oder mehrere Beförderungsausweise besitzt, ausgegeben.

11.2.Durchgehende Fahrscheine für einfache Fahrt und für Hin- und Rückfahrt können im Rahmen ein und desselben Verkehrs (Tarifsystems) auch ab einem ausländischen Abgangsort nach einem Bestimmungsort des ausgebenden Beförderers ausgestellt werden, wenn die landesrechtlichen Devisenbestimmungen dieses Beförderers nicht entgegenstehen.

11.3.Durchgehende Fahrscheine können ebenfalls ab oder nach Orten außerhalb des Ausgabelandes ausgegeben werden.

11.4.Inlandsfahrscheine werden ab und nach Orten (ausgenommen Verbindungen nach Ziffer 11.1) eines einzigen Landes ausgegeben. Dies gilt nicht für Verbindungen zwischen Orten im Land des ausgebenden Unternehmens.

11.5.Beförderungsausweise für Hin- und Rückfahrt können ausgegeben werden bei:

Hin- und Rückreise über denselben Weg,

Hin- und Rückreise über verschiedene Wege,

Rückreise ab einem anderen Ort als dem Bestimmungsort der Hinreise,

Rückreise nach einem anderen Ort als dem Abgangsort der Hinreise.

11.6.Ein Fahrschein (durchgehender Fahrschein oder Inlandsfahrschein) kann nur für eine zusammenhängende Verbindung ausgegeben werden.

11.7.Für jeden Einzelreisenden wird grundsätzlich ein Beförderungsausweis ausgegeben.

Reisen nach den in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder sonstigen Veröffentlichungen enthaltenen Bestimmungen mehrere Personen gemeinsam, muss deren Anzahl auf dem Fahrschein angegeben sein.

12.Erwerb der Beförderungsausweise

Beförderungsausweise werden durch die von den Beförderern bezeichneten Ausgabestellen ausgegeben. Für bestimmte Angebote und/oder für bestimmte Verbindungen können Mindestbestellfristen gelten.

13.Ausgabe von Beförderungsausweisen

Beförderungsausweise werden frühestens drei Monate vor dem ersten Geltungstag ausgegeben. Diese Frist kann auf elf Monate ausgedehnt werden. Bei den ÖBB beträgt die Vorverkaufsfrist 6 Monate.

In Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Fahrplanwechsel oder besonderen Angeboten, kann die Vorverkaufsfrist gekürzt werden.

An Reisende können vor Antritt der Reise auch Beförderungsausweise für die umgekehrte Richtung verkauft werden, wenn dies den gesetzlichen Vorschriften im Ausgabeland nicht widerspricht.

14.Geltungsdauer der Beförderungsausweise

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

14.1.Die Beförderungsausweise, die Informationen über Abfahrts- und Ankunftsdatum und -uhrzeit eines Reisenden enthalten, gelten für die Dauer der Reise im Zug oder Wagen bis zum Bestimmungsort

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

14.2.Die Beförderungsausweise, die keine Informationen über Abfahrts- und Ankunftsdatum und -uhrzeit eines Reisenden nicht enthalten, haben eine Gültigkeitsdauer von 4 Tagen, wenn sie in einem Land des Geltungsbereiches der CIV1 ausgegeben wurden, oder von 15 Tagen, wenn sie in einem Land des Geltungsbereichs des SMPS-Bahn ausgegeben wurden.

Die Beförderer können jedoch durch bilaterale oder multilaterale Abkommen eine kürzere oder längere Geltungsdauer vereinbaren.

1 Bei den LG, LDZ, EVR und TCDD sind die Beförderungsausweise 15 Tage gültig.

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

14.3.Die Geltungsdauer beginnt an dem vom Reisenden bestimmten und von der Ausgabestelle auf dem Beförderungsausweis anzugebenden Tag.

Der erste Geltungstag des Beförderungsausweises zählt als voller Tag. Der Reisende kann seine Reise an jedem beliebigen Tag innerhalb der Geltungsdauer seines Beförderungsausweises antreten; er muss sie spätestens mit einem Zug beenden, der nach dem Fahrplan den Bestimmungsort am letzten Tag der Geltungsdauer spätestens um 24 Uhr erreichen soll. In besonderen Verkehren können die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder die sonstigen Veröffentlichungen abweichende Regelungen vorsehen.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt
Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

14.4.Die Geltungsdauer kann entgeltfrei verlängert werden, wenn der Beförderungsausweis aus zwingenden Gründen (Krankheit, schwerer Unfall usw.) nicht innerhalb der Geltungsdauer benutzt werden kann. Hierfür gelten die Bedingungen des Beförderers, bei dem der Antrag gestellt wird.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

15.Benutzung der Beförderungsausweise

15.1.Für die Benutzung bestimmter Züge oder Wagen (Sitzplatzwagen, Liegewagen, Schlafwagen, usw.) sind besondere Zuschläge/Aufpreise zu entrichten.

15.2.Auf Strecken, auf denen die höhere Wagenklasse nicht geführt wird, gelten die Beförderungsausweise nur in der niedrigeren Wagenklasse, für die auch der Fahrpreis berechnet wird.

15.3.Bei Wahlstrecken muss die Fahrt über einen der angegebenen Wege ausgeführt werden. Der Wechsel von einer Strecke auf die andere im Wegetext angegebene Wahlstrecke ist nicht gestattet.

15.4.Bei manueller Ausgabe sind die durchgehenden Fahrkarten und die Streckenfahrscheine nur gültig, wenn sie in einen Umschlag eingeheftet sind.

15.5.Bei Beförderungsausweisen für Hin- und Rückfahrt wird nach Antritt der Rückfahrt der Beförderungsausweis für die Hinfahrt ungültig.

15.6.Die von SNCF in Frankreich bzw. von Trenitalia in Italien ausgegebenen Beförderungsausweise gelten auf ihren eigenen Verbindungen längstens 24 Stunden (SNCF) bzw. 4 Stunden (Trenitalia) nach ihrer Gültigstempelung.

Die von SNCB in Belgien bzw. von NS in den Niederlanden ausgegebenen Beförderungsausweise gelten auf ihren eigenen Verbindungen nur am Tage des Reiseantritts.

15.7.Die Entgelte für die Beförderung zwischen zwei Bahnhöfen innerhalb einer Stadt (z. B. in Paris, London, Wien, Kiew, Moskau) sind in den angegebenen Fahrpreisen grundsätzlich nicht enthalten.

15.8.Der Reisende ist verpflichtet, alle Beförderungsausweise (Fahrscheine, Reservierungen, Aufpreise, Zuschläge etc.) sowie evtl. erforderliche Nachweise zur berechtigten Inanspruchnahme von Ermäßigungen (nationale Ermäßigungskarten, Behindertenausweis etc.) bis zur Beendigung der Reise mit sich zu führen.
Ggf. kann der Beförderer den Beförderungsausweis einziehen und muss dann einen Ersatzbeförderungsausweis ausstellen.

16.Änderung des Reiseweges

16.1.Für die Änderung des Reiseweges bei durchgehenden Fahrscheinen sowie Streckenfahrscheinen wird ein CIV-Ergänzungsschein/ SMPS-Nachlösequittung ausgegeben, wenn die Ausgabestelle, die erforderlichen Tarifinformationen besitzt. Andernfalls werden die in den einzelnen Ländern geltenden Binnenbestimmungen angewandt. Ausnahmen können in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen vorgesehen werden.

16.2.Gegebenenfalls wird für die geänderte Strecke der Unterschied zwischen den Fahrpreisen für einfache Fahrt für den neuen und den ursprünglichen Weg erhoben.

Bei der Ermittlung dieser Preise wird gegebenenfalls eine in Frage kommende Fahrpreisermäßigung berücksichtigt mit Ausnahme der Ermäßigung, die auf den Verbindungen einzelner Beförderer für Hin- und Rückfahrt gewährt wird. Dieser Preisunterschied wird berechnet für die Verbindungen vom Tarifpunkt, an dem sich die beiden Reisewege trennen (oder dem unmittelbar davor gelegenen Tarifpunkt), bis zum Tarifpunkt, an dem die Reisewege wieder zusammentreffen (oder dem unmittelbar dahinter gelegenen Tarifpunkt).

Bei Kindern sind entsprechend den Kinderaltersgrenzen (Nr. 31) die ursprünglich angewendeten Ermäßigungen zu berücksichtigen.

17.Wechsel des Beförderers

Bei paralleler Bedienung einer Strecke durch mehrere Beförderer ist der Wechsel zwischen diesen möglich, wenn sie es vereinbart haben.

Ist das nicht der Fall, muss der Reisende einen neuen Beförderungsausweis entsprechend den Bedingungen des von ihm ausgewählten Beförderers lösen.

Dieser Beförderer kann auch regeln, dass lediglich ein Ergänzungsschein für Befördererwechsel zum bereits vorhandenen Beförderungsausweis zu lösen ist.

18.Übergang in die höhere Wagenklasse oder Zuggattung

18.1.Für den Übergang in eine höhere Wagenklasse oder in eine höhere Zuggattung bei durchgehenden Fahrscheinen sowie Inlandsfahrscheinen wird ein CIV-Ergänzungsschein/SMPS-Nachlösequittung ausgegeben, wenn die Ausgabestelle die erforderlichen Unterlagen besitzt. Andernfalls werden die in den einzelnen Ländern geltenden Binnenbestimmungen angewandt.

Ausnahmen können in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen vorgesehen werden.

Ein Ergänzungsschein wird nur für einfache Fahrt ausgegeben entweder für die auf dem Beförderungsausweis angegebene Gesamtstrecke oder für eine Teilstrecke.

18.2.Es wird der Unterschied zwischen den Fahrpreisen für einfache Fahrt für die zu benutzende und die auf dem ursprünglichen Beförderungsausweis angegebene Wagenklasse oder Zuggattung erhoben. Bei der Ermittlung dieser Preise wird gegebenenfalls eine in Betracht kommende Fahrpreisermäßigung berücksichtigt, mit Ausnahme der Ermäßigung, die auf den Strecken einzelner Beförderer für Hin- und Rückfahrt gewährt wird.

Bei Kindern sind entsprechend den Kinderaltersgrenzen (Nr. 31) die ursprünglich angewendeten Ermäßigungen zu berücksichtigen.

21.Fahrtunterbrechung

Innerhalb der Geltungsdauer des Beförderungsausweises, der Informationen über Abfahrts- und Ankunftsdatum und -uhrzeit eines Reisenden nicht enthalten, darf der Reisende die Fahrt grundsätzlich beliebig oft und ohne Formalitäten unterbrechen.

Ausnahmen können in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen vorgesehen werden.

Durch die Fahrtunterbrechung wird die Geltungsdauer nicht verlängert.

Die Reise darf nur am Unterbrechungsort oder an einem Ort wieder aufgenommen werden, der auf der noch nicht benutzten Strecke liegt.

Auf den Strecken der BC, CFM, EVR, KZH, RZD und UZ muss der Reisende bei einer Fahrtunterbrechung spätestens 3 Stunden nach Ankunft des Zuges seinen Fahrschein am Fahrkartenschalter zur Anbringung eines Vermerkes vorlegen.

Bei Fortsetzung der Fahrt nach der Fahrtunterbrechung oder beim Umsteigen für die Weiterfahrt im Schlafwagen im Besitz einer dafür gültigen Reservierung sein.

31.Fahrpreisermäßigung für Kinder

31.1.Kinder unter 4 Jahren werden in Begleitung Erwachsener unentgeltlich befördert.

Bei folgenden Beförderern werden Kinder unter 6 Jahren in Begleitung Erwachsener unentgeltlich befördert:

 

BDZ

CD

CFL

CFF/SBB

DB

DSB

LG

HZ

MAV-START

ÖBB

SJ

SNCB/NMBS

SZ

VR

SV (ZS)

ZPCG

ŽSSK



Diese Kinder werden zum Kinderfahrpreis (siehe Ziffer 31.2) befördert, wenn für sie ein besonderer Platz beansprucht wird. Siehe auch unter Ziffer 50.5

31.2.Kinder unter 12 Jahren zahlen den halben Fahrpreis für Erwachsene.

Bei folgenden Beförderern gilt der halbe Fahrpreis bis zu nachstehenden Kinderaltersgrenzen:

Beförderer

Altersgrenze

Besonderheiten

CD

unter 15 Jahren

 

CFF/SBB

unter 16 Jahren

 

 

 

 

DB

unter 15 Jahren

 

DSB

unter 16 Jahren

 

MAV

unter 14 Jahren

 

 

 

 

NSB

unter 16 Jahren

 

ÖBB

unter 15 Jahren

 

SJ

unter 16 Jahren

 

SV (ZS)

unter 14 Jahren

 

VR

unter 17 Jahren

 

ZPCG

unter 14 Jahren

 

ZSSK

unter 15 Jahren

 


31.3.Für die Anwendung der Bestimmungen ist bei Reisen von Kindern das Lebensalter am Tag des Reiseantritts maßgebend. Für die kostenlose Beförderung von Kindern gilt der Beförderungsausweis der Begleitperson.

31.4.Die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen und die Tarifbestimmungen zu Globalpreisen können abweichende Regelungen vorsehen.

32.Besondere Ermäßigungen

Besondere Ermäßigungen für bestimmte Reisende sind in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen mit den Ermäßigungssätzen und den Anwendungsbedingungen für diese Ermäßigungen aufgeführt.

36.Berechnung der Beförderungspreise

36.1.Die Fahrpreise werden nach den Tarifen berechnet, die am Ausgabetag gelten.

Die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder die sonstigen Veröffentlichungen geben Auskunft darüber, wo und in welcher Form die Preise für Erwachsene veröffentlicht werden. Die Preise der Beförderungsausweise werden gemäß den nachstehenden Ziffer 36.2 und 36.3 je Beförderer und Verbindung nach Entfernung und Klasse berechnet.

36.2.Durchgehende Fahrscheine:

  • Einfache Fahrt, der vom Beförderer angegebene Preis.
  • Hin- und Rückfahrt über denselben Weg:
    der doppelte Preis für einfache Fahrt oder der besondere Preis für Hin- und Rückfahrt.
  • Hin- und Rückfahrt über verschiedene Wege:
    • Nutzung eines Beförderers auf der Hin- oder auf der Rückfahrt:
      Preis für einfache Fahrt, wie er vom jeweiligen Beförderer angegeben wird;
    • Nutzung desselben Beförderers auf der Hin- und auf der Rückfahrt:
    • Preis für einfache Fahrt je für die Hinfahrt und die Rückfahrt, falls kein besonderer Preis für Hin- und Rückfahrt besteht;
    • Hälfte des Preises für Hin- und Rückfahrt je für die Hinfahrt und die Rückfahrt, falls Preise für Hin- und Rückfahrt bestehen.
  • Hin- und Rückfahrt mit Rückreise ab einem anderen Ort als dem Bestimmungsort der Hinreise oder Rückreise nach einem anderen Bestimmungsort als dem Abgangsort der Hinreise:
    • Für den oder die Beförderer, zu denen diese verschiedenen Bahnhöfe gehören, wird für jede benutzte Strecke der Preis für einfache Fahrt berechnet; sind diese beiden verschiedenen Bahnhöfe jedoch Grenzpunkte oder bedienen sie denselben Ort, so wird der Preis nach Nr. 36.2.3 berechnet;
    • Für alle übrigen Beförderer: Preisberechnung nach Ziffer 36.2.2 und 36.2.3.

36.3.Inlandsfahrscheine:

Gelten für einzelne Beförderer besondere Bestimmungen für die Berechnung der Inlandsfahrscheine, so sind sie in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen der betreffenden Beförderer enthalten; anderenfalls gelten die Bestimmungen unter Ziffer 36.2.

36.4.Kinder

Kinder gemäß Nr. 31 zahlen die Hälfte des Fahrpreises für Erwachsene. Bei Seestrecken, Busstrecken oder bestimmten Tarifangeboten können jedoch besondere Preise gelten.

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

36.5.Hunde

Beförderer im Geltungsbereich des CIV geben für Hunde einen Beförderungsausweis aus. Es wird, die Hälfte des gewöhnlichen Fahrpreises 2. Klasse für Erwachsene für einfache Fahrt oder für Hin- und Rückfahrt erhoben, unabhängig davon, in welcher Klasse gereist wird (1. oder 2. Kl.). Ein besonderer Zuschlag wird nicht erhoben. Beförderer im Geltungsbereich des SMPS transportieren Hunde unentgeltlich ohne Beförderungsausweis. Für Globalpreiszüge können besondere Bestimmungen gelten.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

36.6.Entgelte

Den eigentlichen Fahrpreisen werden Entgelte (örtliche Zuschläge, Hafengebühren, usw.) hinzugerechnet, die in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen enthalten sind. Wenn nichts anderes bestimmt ist, gelten die auf die Beförderungspreise zu gestandenen Ermäßigungen (einschließlich der Ermäßigungen für Kinder) nicht für die zusätzlichen Entgelte.

37.Ausschließliche Nutzung ganzer Abteile

Die ausschließliche Nutzung ganzer Abteile ist zugelassen.

Die Beförderer haben jedoch das Recht, derartige Nutzungen zu beschränken, abzulehnen oder sie besonderen Bedingungen zu unterstellen.

Nur die tatsächlich Reisenden haben Anspruch auf die ihnen zustehenden Ermäßigungen.
Für die übrigen vorhandenen Plätze ist der volle Fahrpreis zu zahlen.

41.Mitnahme von Hunden und kleinen Haustieren

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Hunde sind in Reisezugwagen zugelassen, wenn für sie der entsprechende Beförderungspreis gezahlt wird (bei Beförderern im Geltungsbereich der CIV) und wenn sie auf dem Schoß gehalten werden oder sich, angeleint und mit einem Maulkorb versehen, am Boden aufhalten, um ihre Umgebung nicht zu gefährden. Ein mitgenommener Hund ist vom Besitzer zu beaufsichtigen. Er haftet für Schäden, die durch den Hund verursacht werden.

Ferner sind kleine Hunde und kleine Haustiere zugelassen, wenn sie sich in Käfigen, Kisten, Körben oder anderen passenden Behältnissen befinden, die eine Verletzung oder Beschmutzung des Wagens und des Handgepäcks ausschließen. Die Behältnisse sind auf dem Schoß zu halten oder wie Handgepäck unterzubringen. Diese Tiere werden unentgeltlich befördert.

Diese Tiere dürfen in Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen in Nachtzügen mitgenommen werden, wenn für den Besitzer und eventuelle Begleitpersonen Beförderungsausweise und Bett-, Liege- oder Sitzplatzkarten für alle im Abteil vorhandenen Plätze gelöst werden.

Im Geltungsbereich des SMPS dürfen Tiere (Hunde, Katzen, Vögel) in einem für diesen Zweck bestimmten Behälter im Rahmen der Handgepäcknormen in den für das Handgepäck bestimmten Bereichen mitgeführt werden, ohne diese Plätze extra zu bezahlen.

Diese Tiere (ausgenommen Blindenhunde) sind nicht zugelassen im Verkehr von und nach, Norwegen.

In Schweden darf jeder zahlende Reisende max. 2 Hunde oder andere kleinere Tiere kostenlos in besonders gekennzeichneten Abteilen (ausgenommen Schlaf-, Liege- und Speisewagen) in der 2. Klasse mitnehmen.

In Tschechien und in der Slowakei sind Hunde und kleine Haustiere in der 1.Klasse, sowie in Schlafwagen nicht zugelassen. In Schlafwagen ungarischer Betreiber sind Hunde nicht zugelassen.

In den Zügen der FPK dürfen max. 1 großer Hund oder 2 kleine Hunde oder 2 kleine Haustiere in einem Abteil mitgenommen werden.

Hunde dürfen in Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen in Nachtzügen mitgenommen werden, wenn für den Besitzer und eventuelle Begleitpersonen Beförderungsausweise und Bett-, Liege- oder Sitzplatzkarten für alle im Abteil vorhandenen Plätze gelöst werden. Zusätzlich ist für Hunde der entsprechende Beförderungspreis zu zahlen.

Die an einem Wagenlauf der Nachtzüge beteiligten Bahnen können allgemeine oder in Einzelfällen abweichende Bedingungen festlegen.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

42.Handgepäck

Jeder Reisende kann in der Regel persönliche Gegenstände oder Sachen, die dem Reisezweck dienen, als Handgepäck mit sich führen.

Jeder Reisende darf leicht tragbare Gegenstände (Handgepäck) unentgeltlich mitnehmen, wenn keine Zoll- oder sonstigen Verwaltungsvorschriften entgegenstehen.

Das Gesamtgewicht des Handgepäcks, das unentgeltlich in den Wagen befördert wird, darf

  • 35 kg bei Erwachsenen oder je Beförderungsausweis und
  • 15 kg bei Kindern bis zu 12 Jahren

nicht überschreiten.

Das einzelne Handgepäck darf in der Summe der Abmessungen 200 cm (z. B. 100x40x60 cm) nicht überschreiten.

Die als Handgepäck mitgeführten Gegenstände sind vom Reisenden selbst zu beaufsichtigen. Der Reisende haftet für Schäden, die aus der Mitnahme von Handgepäck entstehen, sofern er nicht beweist, dass die Schäden auf ein Verschulden der beteiligten Bahnen und Schifffahrtsunternehmen zurückzuführen sind.

Folgende Gegenstände dürfen nicht mitgenommen werden:

  • a) Gegenstände, die die Wagen, die Mitreisenden oder ihre Sachen beschädigen und verunreinigen,
  • b) feuergefährliche, leicht entzündbare, selbstentzündliche, explosionsgefährliche, ätzende, radioaktive und giftige Stoffe,
  • c) geladene Schusswaffen,
  • d) ansteckungsgefährliche oder übel riechende Gegenstände,
  • e) Gegenstände, deren Beförderung nach Zoll- und anderen Vorschriften verboten ist,
  • f) Tiere, davon ausgenommen sind Hunde und kleine Haustiere (siehe Ziffer 41).

Der Reisende haftet für jede Übertretung der Bestimmungen und ist verpflichtet, den der Bahn entstandenen Schaden zu ersetzen.

43.Fahrräder

Als Handgepäck kann der Reisende ein Fahrrad in zerlegter und verpackter Form mit sich führen, sofern es in den für Handgepäck vorgesehenen Ablageflächen untergebracht werden kann.

44.Platzreservierung und Platzbelegung

In den Fahrplanunterlagen ist ggf. festgelegt, ob und unter welchen Bedingungen Plätze für bestimmte Züge reserviert werden.

Für die Platzzuweisung gelten die Bestimmungen jedes Beförderers.

Der Reisende darf für sich einen verfügbaren Platz als belegt kennzeichnen.

Verlässt er seinen Platz ohne deutliche Kennzeichnung, verliert er den Anspruch darauf.

45.Erstattungen

45.1.Der Preis eines Beförderungsausweises wird ganz oder teilweise erstattet, wenn er nicht oder nur teilweise benutzt wurde.

Die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen können jedoch die Fahrpreiserstattung oder die Erstattung der Zuschläge für Bett- und Liegeplätze ausschließen oder sie besonderen Bedingungen unterwerfen.

45.2.Bei Globalpreisen ist die Erstattung von teilweise nicht benutzten Beförderungsausweisen ausgeschlossen, es sei denn, der Reisende unterbricht die Fahrt auf Grund von Krankheit oder Unfall.

45.3.Die Erstattungsanträge für einen Beförderungsausweis werden vom Beförderer welcher den Beförderungsausweis ausgegeben hat oder für den der Beförderungsausweis ausgegeben wurde, bearbeitet.

Jeder Beförderer hält für die Kunden die Anschriften der anderen Beförderer in der Anlage V zu den Besonderen Beförderungsbedingungen bereit, an welche die Erstattungsanträge ggf. zu richten sind oder leitet die Anträge an den ausstellenden Beförderer weiter.

45.4.Mit jedem Erstattungsantrag sind als Beleg die Original-Beförderungsausweise vorzulegen ggf. einschließlich des Umschlages.

45.5.Erstattungen können abgelehnt werden, wenn die Beförderungsausweise beschädigt oder ihre Angaben unkenntlich gemacht oder abgeändert wurden.

45.6.Die Nichtbenutzung oder die teilweise Benutzung muss auf dem Beförderungsausweis und auf den Reservierungsausweisen durch den entsprechenden Beförderer bestätigt werden. Wenn die Beförderungsausweise keinen Vermerk über die volle oder teilweise Nichtbenutzung tragen, müssen dem Erstattungsantrag entsprechende Nachweise vorgelegt werden (ärztliche Atteste, neue Beförderungsausweise, die anstelle der nicht benutzten gekauft wurden, usw.).

45.7.Die Kosten für die Erstattung werden vom Erstattungsbetrag abgezogen. Die Höhe dieses Betrages wird von dem erstattenden Beförderer festgesetzt.

46.Umtausch und Rücknahme der Beförderungsausweise

Die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen können für Beförderungsausweise, insbesondere zu Globalpreisen, besondere Rücknahme und Umtauschbestimmungen vorsehen.

50.Benutzung von Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen in Nachtzügen

Die Beförderer können festlegen, dass Sitzplatzwagen in Nachtzügen ebenfalls nur mit besonderem Zuschlag benutzt werden können. Außerdem können sie festlegen, ob Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen auf den Tagesstrecken der Nachtzüge frei zugängig sind.

50.1.Benutzung der Plätze

Die Züge, die Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen führen, die nur unter bestimmten Bedingungen zugänglich sind, sind in den Kursbüchern/Fahrplanmedien der Beförderer besonders gekennzeichnet.

Für die Benutzung dieser Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen sind zusätzlich Zuschläge/Aufpreise (Bettplatz-, Liegeplatz- und Sitzplatzzuschläge/-aufpreise) zu entrichten.

Reisenden ohne solche Zuschläge ist der Aufenthalt in diesen Wagen – auch in den Gängen und auf den Plattformen – nicht gestattet.

Die Bett-, Liege- und Sitzplatzkarten gelten nur in Verbindung mit einem Beförderungsausweis und nur für den angegebenen Tag, Zug und Wagen.

Für einige Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagenläufe werden Beförderungsausweise zu Globalpreisen ausgegeben, welche die Reservierung und die Zuschläge/Aufpreise enthalten.

Zustieg und Ausstieg können eingeschränkt werden.

50.2.Verkauf der Bett-, Liege- und Sitzplatzkarten

Der Beginn des Verkaufs der Platzkarten richtet sich nach den Bestimmungen des Beförderers am Abgangsort.

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

50.3.Wagenklassen und Beförderungsausweise

Bett-, Liege- und Sitzplatzkarten werden je nach Angebot für die 1. und 2. Wagenklasse, ausgegeben.

Zu jeder Reservierung in einem Nachtzug ist ein Beförderungsausweis (Normalpreis, Sonderangebote) für die entsprechende Zuggattung und Wagenklasse für die im Schlaf-, Liege- oder Sitzplatzwagen zurückzulegende Strecke nach folgender Tabelle erforderlich:

Wagenklasse

Plätze je Abteil

Abteilklasse

Beförderungsausweis

Schlafwagen

 

 

 

Quadruple

4

Quadruple 2/4

2. Klasse

Triple

3

Triple 2/3

2. Klasse

Double

2

Double 1/2

1. Klasse 1)

Single

1

Single 1/1

1. Klasse

Business

2

Double 1/2

1. Klasse

Business

1

Double 1/1

1. Klasse

 

 

 

 

Liegewagen

 

 

 

2. Klasse

6

BC 6

2. Klasse

2. Klasse

4

BC 4

2. Klasse

 

 

 

 

Sitzplatzwagen

 

 

 

1. Klasse

 

1/S, A

1. Klasse

2. Klasse

 

2/S, B

2. Klasse


1) auf Strecken der BDZ, CFR Calatori, CD, DSB, HZ, MAV, NS, NSB, ÖBB, PKP, SBB, SJ, SZ, UZ, ZPCG, ZS, ZSSK, TCDD, VR Benutzung mit Fahrscheinen 2.Klasse

Wenn der Reisende in einem Zwei- oder Dreibettabteil reist, hat er die Möglichkeit, ein 1. Klasseticket und einen Platz „SINGLE“ (Kategorie 1/1) zu kaufen. Wenn zwei Reisende in einem Dreibettabteil fahren, können sie den Preis für zwei 1. Klassetickets und zwei Plätze „DOUBLE“ (Kategorie 1/2) zahlen.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

50.4.Fahrtantritt ab einem Ort, der nicht in den Tarif einbezogen ist

Beendet der Reisende die Fahrt an einem Ort, der nicht in den Tarif einbezogen ist, so wird der Zuschlag bis zu dem nächsten im Tarif aufgeführten Ort berechnet.

Beginnt der Reisende die Fahrt an einem Ort, der nicht in den Tarif einbezogen ist, so wird der Zuschlag von dem vorhergehenden im Tarif aufgeführten Ort berechnet.

50.5.Benutzung von Bett- und Liege- und Sitzplätzen durch Kinder

Ein Platz darf gemeinsam höchstens von 2 Personen, von denen mindestens eine unter 10 Jahren sein muss, benutzt werden. Für die Benutzung von Plätzen durch Kinder sind zu lösen:

Anzahl

Alter

Bett-/Liegeplatzbenutzung

Platzkarte

Beförderungsausweis

1

bis vollendetes 4. Lebensjahr

(oder 6.Lebensjahr gemäß Ziffer 31)

ohne eigenen Platz

frei

frei

ein Platz allein

1 x voll

1 x Kind

1

vom vollendeten 4. oder 6. (gemäß Ziffer 31)

bis zum vollendeten 10. Lebensjahr

ohne eigenen Platz

frei

1 x Kind

Ein Platz allein

1 x voll

1 x Kind

1

vom vollendeten

10. Lebensjahr bis zum vollendeten 12. Lebensjahr (oder: tariflichen Altersgrenze gem. Ziffer 31)

immer eigenen Platz

1 x voll

1 x Kind

2

Kind unter 4 Jahre oder 6 Jahre und Kind bis vollendetes 12. Lebensjahr

gemeinsam ein Platz

1 x voll

1 x Kind

2

2 Kinder zum vollendeten 4.oder 6. Lebensjahr

gemeinsam ein Platz

1 x voll

1 x Kind

eigener Platz

2 x voll

2 x Kind


Für die Benutzung eines einzelnen Sitzplatzes durch ein Kind ist eine Platzkarte zu lösen.

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50.6.Umtausch von Bett-, Liege- und Sitzplatzkarten

Umtauschregelungen bei CIV-Beförderern

Der kostenlose Umtausch von Bett-. Liege- oder Sitzplatzreservierungen sind nicht möglich. Ein Umtausch zählt als Erstattung. Es gelten die Regelungen der Ziffer 50.7.

Umtauschregelungen bei SMPS-Beförderern

Eine unbenutzte Bett- oder Liegekarte mit Platzzuteilungsangaben kann einmal gegen eine andere, für dieselbe Strecke ohne Befördererwechsel und dieselbe Kategorie gültige Karte unentgeltlich umgetauscht werden, wenn

  • der Umtausch spätestens 6 Stunden vor der in der ursprünglichen Karte angegebenen Abfahrtszeit gewünscht wird und
  • der neue Abfahrtstag nicht mehr als 2 Monate nach dem Tag liegt, an dem der Umtausch verlangt wird.

Eine zusammen mit der umzutauschenden Karte ausgegebene Quittung ist ebenfalls zurückzugeben.

Auf der ursprünglichen und auf der neuen Karte ist der Umtausch zu vermerken.

Hat sich der Zuschlag zwischenzeitlich geändert, so gilt der Tarifstand am Umtauschtag.

Sitzplatzkarten werden nicht umgetauscht.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

50.7.Erstattung von Bett-, Liege- und Sitzplatzkarten

Erstattungsregeln bei CIV-Beförderern

Gegen Rückgabe der unbenutzten Bett-, Liege- oder Sitzplatzreservierung, wird erstattet:

  • der volle Preis, wenn der Platz aus Gründen, die der Beförderer zu vertreten hat, nicht benutzt wurde und dies vom Beförderer bescheinigt ist,
  • der Preis nach Abzug von 10% je Platz, wenn der Platz spätestens einen Tag vor der Abfahrt abbestellt wurde
  • der Preis nach Abzug von 50% je Platz, wenn der Platz am Tag der Abfahrt jedoch noch vor der Abfahrt des Zuges abbestellt wurde

Bei späterer Rückgabe ist die Erstattung ausgeschlossen.

Erstattungsregeln bei SMPS-Beförderern

Gegen Rückgabe der unbenutzten Bett-, Liege- oder Sitzplatzreservierung wird erstattet:

  • der volle Preis, wenn der Platz aus Gründen, die der Beförderer zu vertreten hat, nicht benutzt wurde und dies vom Beförderer bescheinigt ist,
  • der Preis nach Abzug einer Gebühr, die der Beförderer festlegt, wenn der Platz bis spätestens 6 Stunden vor der Abfahrt abbestellt wurde

Bei späterer Rückgabe ist die Erstattung ausgeschlossen.

51.Zuweisung eines anderen Platzes

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Bei Zuweisung eines anderen Platzes in eine höhere Kategorie oder in Wagen eines anderen Beförderers, aus Gründen, die der ursprüngliche Beförderer zu vertreten hat, wird vom Reisenden keine Aufzahlung verlangt.

Wird dem Reisenden ein Platz in einer niedrigeren Kategorie zugewiesen, so bescheinigt dies das Begleitpersonal auf der Platzkarte oder auf der Quittung zur Platzkarte. Der Differenzbetrag wird erstattet.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

BReisegruppen in Regelzügen, Linienschiffen oder bestimmten Busverkehren

61.Allgemeines

Die Beförderung unterliegt den Besonderen Bedingungen des Abschnittes A, soweit nachstehend nichts anderes vorgesehen ist.

Ein Anspruch auf die Beförderung als Reisegruppe besteht nur, wenn es dem Beförderer möglich ist, die Gruppe in den fahrplanmäßigen Zügen, Schiffen oder Bussen unterzubringen.

Gruppen können eine Ermäßigung erhalten, wenn der ermäßigte Fahrpreis für mindestens 6 Erwachsene gezahlt wird. Zwei Kinder zählen als ein Erwachsener.

Innerhalb der Gruppe ist ein Reiseleiter zu benennen, der für die Beachtung von Weisungen der beteiligten Beförderer und für das richtige Verhalten der Gruppenmitglieder verantwortlich ist.

Die zu einer Gruppe gehörenden Personen müssen auf der ganzen Strecke gemeinsam in denselben Zügen, Schiffen oder Bussen reisen, für die die Reservierung vorgenommen wurde.

Die Beförderer behalten sich das Recht vor, die Bestimmungen dieses Abschnitts für bestimmte Zeiträume und für bestimmte Züge oder Schiffe außer Kraft zu setzen.

62.Fahrpreisermäßigungen

Die Ermäßigungssätze für Gruppen sind in der Anlage III angegeben. Die Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen können andere Ermäßigungen vorsehen.

63.Kinderermäßigung

Kinder zahlen die Hälfte des ermäßigten Fahrpreises für Erwachsene.

Bei Globalpreisangeboten und für bestimmte Seestrecken können besondere Preise gelten.

Für die Anwendung der Kinderermäßigung sind die Kinderaltersgrenzen gemäß Ziffer 31 anzuwenden.

Wenn in den Fahrpreisen für Erwachsene Entgelte (insbesondere örtliche Zuschläge, Hafengebühren) enthalten sind, können in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen für Kinder andere Preise als die halben Erwachsenenpreise angegeben sein.

64.Reservierung

Der Besteller muss die Reise mindestens 30 Tage vorher beim Beförderer am Abgangsort anmelden. Spätere Anmeldungen werden berücksichtigt, wenn es den Beförderern noch möglich ist, die Beförderung sicherzustellen.

Die Anmeldung der Gruppe muss folgende Angaben enthalten:

  • die Bezeichnung der Gruppe;
  • den vollständigen Reiseweg mit den Daten und Abfahrtszeiten der zu benutzenden Züge (oder Schiffe);
  • die genaue Zahl der Teilnehmer;
  • die Platzkategorie;
  • eventuelle Bestellung einer Verpflegung;
  • wenn möglich den Namen des Reiseleiters;
  • die Anschrift und die Unterschrift des Bestellers

65.Bestellung der Beförderungsausweise

Die Bestellung der Beförderungsausweise muss mindestens 24 Stunden vor der Zahlungsfrist (3 Tage vor der Abfahrt) erfolgen und folgende Angaben enthalten:

  • die Bezeichnung der Gruppe;
  • den vollständigen Reiseweg, das Datum der Abfahrt;
  • die Gesamtzahl der Teilnehmer und
  • die Zahl der Erwachsenen,
  • die Zahl und das Alter der Teilnehmer, für die eine Kinderermäßigung beansprucht wird;
  • den Namen des Reiseleiters;
  • die Anschrift und die Unterschrift des Bestellers.

Der Besteller ist für die Richtigkeit der in der Bestellung enthaltenen Angaben verantwortlich.

66.Beförderungsausweise

Für die Gruppe wird entweder ein Gruppenfahrschein für den gesamten Reiseweg oder je Beförderer ausgegeben (einfache Fahrt, Hin- und Rückfahrt oder Rundreise). In den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen können abweichende Verfahren festgelegt sein.

Die Gruppenreise muss spätestens 3 Tage vor der Abfahrt bezahlt sein, sofern der ausstellende Beförderer keine besonderen Regelungen vorsieht.

67.Berechnung der Beförderungspreise

Als Grundlage für die Berechnung des Beförderungspreises gilt die Entfernung für Einzelreisende, auch wenn diese einen Wahlweg betrifft.

Die Fahrpreise für Erwachsene werden entweder

  • gemäß Ziffer 36 unter Anwendung der Ermäßigungssätze in Anlage III berechnet, oder
  • auf Grund der abweichenden Ermäßigungssätze in den Besonderen Anhängen zu bestimmten Angeboten oder in den sonstigen Veröffentlichungen ermittelt oder diesen Unterlagen entnommen.

Für bestimmte Verbindungen gelten Globalpreise. In diesen Fällen muss die Gruppe den Zug benützen, für den die Reservierung erteilt wurde.

Wenn auf Grund der Gruppengröße besondere Maßnahmen erforderlich sind, werden diese von den beteiligten Beförderern mitgeteilt.

68.Ausschließliche Nutzung eines Abteils

Wird die ausschließliche Nutzung eines oder mehrere ganzer Abteile beantragt, muss der Gruppenfahrschein für die Gesamtzahl der in dem oder den Abteilen vorhandenen Plätze ausgestellt und berechnet werden.

69.Umtausch und Erstattung

Umtausch, Erstattung und Teilerstattung von Gruppenfahrscheinen sind bei CIV- Beförderern bis 3 Tage vor Abfahrt und bei SMPS- Beförderern vor Ablauf der Geltungsdauer, bei angebrachtem Vermerk, gegen Zahlung einer Gebühr zulässig.

Für Globalpreisangebote gelten abweichende Bestimmungen

70.Benutzung von Schlaf-, Liege- und Sitzplatzwagen in Nachtzügen

70.1.Bett-, Liege- und Sitzplatzkarten

Jede Reisegruppe erhält eine gemeinsame Bett-, Liege- oder Sitzplatzkarte, sofern alle Teilnehmer im selben Wagen und derselben Platzart untergebracht werden.

Reisen die Teilnehmer in mehreren Wagen oder in verschiedenen Platzarten, so erhalten sie je Wagen bzw. Platzart eine Bett-, Liege- oder Sitzplatzkarte.

Sind mehrere Bett-, Liege- oder Sitzplatzkarten ausgestellt, so trägt jede Platzkarte die Nummer(n) der übrigen Platzkarte(n).

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

70.2.Umtausch und Erstattung von Bett- und Liegekarten

Für die Erstattung/den Umtausch von Bett- oder Liegekarten gelten die Bestimmungen der jeweiligen Beförderer:

  • für CIV-Beförderer gilt der SCIC-NRT Night Trains.
  • für SMPS-Beförderer gilt das Abkommen des SMPS.
Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

CSonderzüge und Sonderwagen

75.Anfragen zu Preisen

Anfragen zu Preisen, Bedingungen sowie Anmeldungen und Bestellungen von Sonderzügen und Sonderwagen sind direkt an die in Anlage 4 der Besonderen Bedingungen genannten Abteilungen der einzelnen Beförderer zu richten.

DHaftungsbestimmungen

81Haftung des Beförderers für Schäden an Leben und Gesundheit von Reisenden und verlorenes, fehlendes und beschädigtes Handgepäck

Beginn der Änderungen zur vorherigen Version

Die Haftung Schäden an Leben und Gesundheit von Reisenden sowie für verlorenes, fehlendes oder beschädigtes Handgepäck richtet sich nach dem Recht des Staates in dem der Schaden erlitten wurde. In Fällen, in denen der Schaden in einem Vertragsstaat des COTIF zugetragen hat und der Reisende Angehöriger eines Vertragsstaates des COTIF ist oder in einem Vertragsstaat des COTIF seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat, gelten die Haftungsbestimmungen der ER CIV.

Ende der Änderungen in diesem Abschnitt

82.Gerichtsstand

Nur die Gerichte am Sitz des Beförderers sind zuständig, der die Beförderungsleistung, bei der sich der Unfall ereignet hat, erbracht hat.

Anl. 2Besondere Anhänge zu bestimmten Angeboten und zu Globalpreiszügen

Liste der Besonderen Anhänge zu bestimmten Angeboten

 

Geschäftsführender

Beförderer

(Offizielle Abkürzung)

Besonderer Anhang "RAILPLUS"

DB

Besonderer Anhang „Besondere Beförderungsbedingungen für Globalpreiszüge der OAO FPK im internationalen Verkehr

OAO/RZD

Besonderer Anhang „Globalpreiszüge der OAO FPK und OAO RZD im russischen Binnenverkehr im Vor- und Nachlauf zu internationalen EWT- oder Globalpreisfahrkarten“

OAO/RZD

 

 

 

 




Anl. 3Fahrpreisermäßigungen für den Transport von Reisegruppen in Zügen, Linienschiffen des Regelverkehrs oder bestimmten Busverkehren

 

Beförderer

Gruppen

in Regelzügen, Linienschiffen oder Bussen

Zahl der erwachsenen Teilnehmer

Ermäßigungen in %

Einfache Fahrt

Hin- und Rückfahrt

BC

6 und mehr

 

20

20

BDZ

6 und mehr

 

35

35

CD

6 und mehr

 

30

30

CFARYM

6 und mehr

 

30

30

CFF/SBB (1)

6 und mehr

 

30

30

CFL

6 und mehr

 

30

30

CFM

6 und mehr

 

30

30

CFR

6 und mehr

 

35

35

CFS

6 und mehr

 

20

20

CH

6 und mehr

 

30

30

DB

a) Bahnstrecken

 

6 und mehr

 

30

 

30

b) Busstrecke

Freiburg - Mulhouse

 

6 und mehr

 

50

 

50

DSB

6 und mehr

 

30

30

EVR

6 und mehr

 

20

20

FS - Trenitalia

6 und mehr

 

IRT-Preis

Prix-IRT

IRT-Preis

Prix-IRT

HZ

6 und mehr

 

40

40

KZH

6 und mehr

 

35

35

LDZ

6 und mehr

 

20

20

LG

6 und mehr

 

25

25

MAV-START/GYSEV

6 und mehr

 

30

30

NS

6 und mehr

 

30

30

NSB

 

6 und mehr

 

20

20

ÖBB

6 und mehr

 

30

30

PKP

6 und mehr

 

20

20

RENFE

6 und mehr

 

IRT-Preis

Prix-IRT

IRT-Preis

Prix-IRT

RZD

6 und mehr

 

35

35

SBB/CFF (1)

6 und mehr

 

30

30

SJ

6 und mehr

 

0

0

SNCB

6 und mehr

 

30

30

SNCF

10 und mehr

 

30(3)

30 (3)

SV (ZS)

6 und mehr

 

30

30

SZ

6 und mehr

 

30

30

TCDD

6 und mehr

 

30

30

UZ

6 und mehr

 

20

20

VR

6 und mehr

 

20

20

ZFBH

6 und mehr

 

30

30

ZPCG

6 und mehr

 

35

35

ZSSK

6 und mehr

 

35

35



(1) Einschließlich der von der SBB vertretenen privaten Beförderer

(3)Ermäßigungen gelten nicht in bestimmten ‚TGV-Zügen und an bestimmten Tagen, die in den Fahrplanunterlagen der SNCF aufgeführt sind.