Biobetrieb Josef Göltl

Wien, Niederösterreich & Burgenland

Ein kulinarischer Tag

Nächster Halt: Wien

Kaffeehauskultur meets Urban Farming

In Wien gehört ein gemütlicher Spaziergang durch die Innenstadt einfach zum Lebensgefühl. Zwischen prachtvollen Palais und Gebäuden im Jugendstil flanieren, einen Halt im Naturhistorischen Museum oder der Hofburg einlegen, entspanntes Großstadtflair im Stadtpark schnuppern. Das ist Wien.

Die österreichische Hauptstadt vereint Traditionelles mit Modernem. Zum alteingesessenen Handwerk gehört in Wien die Kaffeehaus- und Mehlspeisenkultur: Hier gilt es, bei einer Kaffee-Spezialität wie der Melange oder der Maria Theresia (ein Kaffee mit Schlagsahne und Orangenlikör) Passanten zu beobachten und einen handgemachten Apfelstrudel zu genießen.

Zu Wien gehört aber auch eine ausgesprochene Weinliebe: Am Kahlen- oder Nussberg lässt sich der Ausblick über die Stadt bei einem fruchtigen Glas Wiener Gemischter Satz DAC bei einem der zahlreichen Heurigen am besten zelebrieren. Möchten Sie mehr über den Wiener Wein erfahren? Fragen Sie die Winzerinnen und Winzer vor Ort. Hier gehört ein gepflegter Plausch über Sorten, Boden und Geschichte zum guten Ton.

Food-Start-ups, innovative Köche und Köchinnen sowie spannende Pop-up-Restaurants lassen Wien bei jedem Besuch in einem neuen Licht scheinen.

Am Rande von Wien, im 22. Bezirk, produzieren vier junge Bauern frisches Gemüse und Fisch. Ob Tomaten aus der Grossstadt schmecken? Und wie! Wenn Ihnen eine Reise in den 22. Bezirk zu lang erscheint, lässt sich das Gemüse von Blün auch am trendigen Karmelitermarkt verkosten. Oder im Restaurant Labstelle im ersten Bezirk.

Das Team der Labstelle ist so stolz auf seine Lieferanten, dass sie diese nur zu gern vorstellen: Das Huhn kommt vom Lugitsch, der Fisch vom Moser, das Gemüse von Blün. Daraus werden dann mehrgängige Farm-to-Table-Menüs - mit kurzen Transportwegen und. Unbedingt vorher reservieren.

Nächster Halt: Niederösterreich

Alte Sorten, altes Handwerk

Ein Ausflug in die sanften Hügel Niederösterreichs gehört zum kulinarischen Entspannungsprogramm. Ausgedehnte Weinkultur mit Blick auf die Donau trifft hier auf blühende Mohnfelder und Marillenbäume. Und natürlich auf Menschen, die sich den niederösterreichischen Spezialitäten verschrieben haben.

Unbedingt probieren sollten Sie die Wachauer Marille. Saftige, fruchtige alte Sorten wurden unter dem Begriff zusammengefasst, der heute wie kaum etwas anderes zu der Region an der Donau gehört. Außer vielleicht der Wein, der in der Wachau aufgrund des besonderen Klimas hervorragend wächst.

Wer gerne Obst mag, erfrischt sich mit einem für die Region typischen Most, einem Getränk aus gegärtem Apfel- oder Birnensaft. Wissen und Genuss vermitteln Josef und Doris Farthofer in Öhling. In ihrer Mostelleria ermöglichen sie Neugierigen einen Blick hinter die Kulissen der Mostherstellung.

Für Fans des guten Geschmacks gibt es noch einen guten Grund mehr, in der Wachau Halt zu machen: Philipp Essl kredenzt im Landgasthaus Winzerstüberl klassische Wirthausküche zu Mittag und feinste Speisen am Abend. Dann weichen Grammelknödel, Beuschel und das Essl-Backhenderl von der Karte für das Kreativmenü des Küchenteams. Spargel und Mohn-Miso, Hafer und Maiwipferl werden zu Kompositionen, die die Gäste mit auf einen kulinarischen Kurzurlaub nehmen.

Rund 50 Kilometer weiter nordöstlich ist das Highlight für Foodies die Ölproduktion von Georg Gilli. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, den Geschmack des Wein- und Waldviertels in Flaschen zu füllen. Dafür verwendet er ausschließlich Saatgut aus der direkten Umgebung und presst in kleinen Mengen Bio-Öle aus Leindotter, Hanf oder Leinsamen.

In der alten, nicht mehr genutzten Getreidemühle der Familie Gilli bietet der Ölmüller heute Führungen und Verkostungen an. Wer Inspiration braucht, wie die Bio-Öle am besten zu verwenden sind, bekommt direkt von Georg Gilli Tipps. Der Ölmüller mag besonders gerne den intensiven Geschmack nach grüner Erbse oder Spargel des Leindotteröls, das am besten nach dem Kochen die Speisen verfeinert.

Nächster Halt: Burgenland

Land der Sonne

Heiße Sommer und rund 300 Sonnentage im Jahr tragen dem Burgenland den schönen Beinamen ein - davon profitieren nicht nur die zahlreichen Wein- und Obstgärten.

Der Neusiedler See gilt als Sehnsuchtsort für Sonnenhungrige, Radfans und Wasserbegeisterte - ein Naturparadies inklusive Nationalpark. Allein 340 Vogelarten finden dort ihren artgeschützten Lebensraum. Auch zählt die Region seit 2001 zum UNESCO Weltkultur- und Naturerbe.

Zu den Spezialitäten des Burgenlandes zählen der Nationalparkschinken vom Steppenrind, Bio-Tofu aus dem Seewinkel oder Mangalitza-Schweinespeck. Für letzteren ist Bio-Bauer Josef Göltl bekannt. Er züchtet alte Schweinerassen, schenkt ihnen jede Menge Auslauf und liebevolle Streicheleinheiten. Seine Crema di Lardo gehört in jede Satteltasche.

Zur Begleitung der Spezialitäten gibt es regionale Weine. Um die DAC Region Neusiedler See gedeihen die Trauben des Zweigelts. In der Region des Leithabergs - im Westen des Neusiedler Sees und ein Lieblingsort von Josef Göltl - reifen die Früchte für rote und weiße DAC Weine. Im jüngsten Weingebiet, am Osthang des Rosaliagebirges, reihen sich die Weinstöcke von Zweigelt und Blaufränkischem. Und Eisenberg im Südburgenland, mit seinen Weißweinen und Uhudlern, gilt als ursprünglichstes Weinland.

Noch mehr Inspiration für Ihre kulinarischen Ferien finden Sie auf austria.info/kulinarik.