Als Bahnhof auf der West-Ost-Achse kommt dem Hauptbahnhof St. Pölten eine entscheidende Bedeutung zu. Nachdem er bereits heute an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt ist, ist eine Modernisierung zwingend notwendig. Der Umbau des Bahnhofs schafft erhebliche Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr. Gleichzeitig realisiert er ein gesamtheitliches, modernes Infrastrukturkonzept für den neuen Bahnhof der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Die Arbeiten werden unter Aufrechterhaltung des regulären Bahnbetriebes erfolgen.
| Meilensteine | |
| Planungsauftrag | Februar 2004 |
| Bauauftrag | Februar 2004 |
| Baubeginn der Vorarbeiten | Jänner 2006 |
| Beginn der Hauptarbeiten | April 2007 |
| Bau der Nordhälfte des Hauptbahnhofs, Inbetriebnahme des Bahnsteigs 6/7 | 2008 |
| Bau der Südhälfte des Hauptbahnhofs | 2009/2010 |
| Geplante Fertigstellung | 2011 |
| Daten & Fakten |
| Streckenlänge: 3,9 km |
| Kunstbauten 2 Personentunnel, 2 Eisenbahnbrücken, 1 Straßenbrücke, 1 Straßenunterführung, Unterflurtrasse (Tunnel) Eisbergbogen, ÖBB Dienstgebäude |
Ziel und Zweck
Der geplante Umbau verbindet einen Qualitätssprung für den Personen- und Güterverkehr mit deutlich verbessertem Lärmschutz durch Lärmschutzwände bzw. -wälle und Lärmschutzfenster.
Bestehende Gleisanlagen werden erneuert und auf acht Durchfahrtsgleise erweitert. Die Westbahntrasse führt vom Osten her 4-gleisig, vom Westen 3-gleisig und auf der Strecke Herzogenburg - St. Pölten 2-gleisig in den Bahnhof. Die Unterführung Kremser Straße wird weiter westlich neu gebaut. An ihrer Stelle entsteht mit einer Personenunterführung der Haupteingang und mit ihm der direkte schienenfreie Zugang zu den Bahnsteigen. Östlich davon wird ein zweiter Personendurchgang mit Stiegenaufgängen zu den Bahnsteigen errichtet. Ein zusätzlicher Inselbahnsteig sowie die Überdachung und Erhöhung sämtlicher Bahnsteige sorgen künftig für ein komfortableres und sichereres Ein- und Aussteigen. Die Eisenbahnbrücke über die Praterstraße wird adaptiert, der Eisbergbogen entsprechend den Hochleistungsvorgaben abgeflacht. Im Bereich der Eisbergsiedlung wird die Trasse über eine Länge von 460 Metern als Unterflurtrasse geführt. Die Brücken im Zuge der Eichendorffstraße und jene über einen Wirtschaftsweg westlich der Eisbergsiedlung werden neu errichtet.
Die komplette Neugestaltung des Bahnhofsgebäudes wird im Zuge des gegenständlichen Projektes von der ÖBB-Bahnhofsoffensive durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Stadt St. Pölten werden die beiden Vorplätze und der Busbahnhof neu gestaltet. Enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und detailliert abgestimmte Abläufe sind die Grundvoraussetzung, dass die Arbeiten bei aufrechtem Bahnbetrieb durchgeführt werden können.



