Erweiterte Suche
Donauachse/Westbahn » Neubaustrecke Wien - St. Pölten

Abschnitt Tullnerfeld

Stand: November 2008
Wien - St. Pölten Projekt in Bau

Der rund 17 km lange Abschnitt Tullnerfeld ist ein Teil des Gesamtprojektes Neubaustrecke Wien – St. Pölten. Er beginnt im Osten im Anschluss an den Abschnitt Wienerwald auf Höhe Chorherrn und wird im Westen auf Höhe Diendorf durch den Westabschnitt begrenzt. Bei Michelhausen/Atzenbrugg schwenkt die Trasse in das Perschlingtal und verläuft am Südrand des Perschlingtales bis in den Bereich Diendorf. Der Abschnitt ist gekennzeichnet von einer Abfolge von Tunnel in offener Bauweise (Tunnel Atzenbrugg mit einer Länge von 2.460 m, Tunnel Hankenfeld mit einer Länge von 663 m, Tunnel Saladorf mit einer Länge von 729 m) und offener Streckenführung im Tullnerfeld.

Ein wesentlicher Bestandteil des Abschnittes Tullnerfeld ist die Reaktivierung der rund 1,8 km langen Tullner Westschleife, die die Franz-Josefs-Bahn mit der bestehenden Bahnlinie Tulln – Herzogenburg verbindet.

Im Gemeindegebiet von Michelhausen/Langenrohr entsteht der neue Regional- und Überholbahnhof Tullnerfeld, von dem aus beide Bahnlinien in die Neubaustrecke eingebunden werden. Somit ist eine direkte Verbindung der Franz-Josefs-Bahn mit der Neubaustrecke Wien – St. Pölten gegeben. Kernpunkt der Tullner Westschleife ist die Sanierung und Ertüchtigung der Tullner Donaubrücke, die voraussichtlich Ende 2009 fertig gestellt wird.

Bauablauf

Der Abschnitt ist in 7 „Rohbaulose“ unterteilt, die inzwischen fertig gestellt sind. So erfolgte beispielsweise bereits 2004 die Verkehrsfreigabe der Bahnunterführungen für die B19 sowie für die B213. Die Rohbauarbeiten am Atzenbrugger Tunnel sowie am Tunnel Hankenfeld und Saladorf wurden im Sommer 2007 fertig gestellt.

Um eine optimale Materialverwertung zu gewährleisten, wurde das Aushubmaterial des Wienerwaldtunnels auch zur Herstellung der Bahntrasse, Nebenanlagen sowie zur Errichtung von Lärmschutzdämmen verwendet. Dammschüttungen erfolgten daher parallel zu den Vortriebsarbeiten des Wienerwaldtunnels.

Die gesamte (14 km lange) Bahnbegleitstraße wurde vorrangig errichtet, um die Massentransporte kostengünstig und umweltfreundlich abzuwickeln und erstreckt sich von Chorherrn/Klein Staasdorf bis zur Einbindung in die B1 in Michelndorf. Die ersten 4,5 km langen Abschnitte zwischen der B213 und der B19 wurden im Jänner 2008 an die Straßenbauabteilung des Landes Niederösterreich übergeben, Anfang Juli 2008 wurden die restlichen 9,5 km für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Im Spätherbst 2009, nach der Verlegung der Bahnlinie Tulln – Herzogenburg, werden die beiden letzten schienengleichen Eisenbahnkreuzungen bei Judenau und Michelhausen aufgelassen.

Bahnhof Tullnerfeld

Bereits im September 2006 wurde der Rohbau des Regional- und Überholbahnhofs Tullnerfeld fertig gestellt. Der Bahnhof verknüpft die Neubaustrecke Wien – St. Pölten mit der bestehenden Bahnlinie Tulln – Herzogenburg. Durch die Reaktivierung der Tullner Westschleife wird dieser auch an die Franz-Josefs-Bahn angebunden.

Die Ausrüstung und der Endausbau erfolgt zeitlich abgestimmt mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Neubaustrecke Ende 2012.

Durch den Bau dieses Bahnhofs entstehen auf dem Streckenabschnitt neue Nutzungsmöglichkeiten für den regionalen und überregionalen Personenverkehr. Die jeweilige Fahrzeit nach St. Pölten bzw. Wien wird erheblich verkürzt, beide Städte werden innerhalb von rund 15 Minuten erreichbar sein. Die Anforderungen an einen regionalen Verkehrsknotenpunkt werden durch eine Park & Ride-Anlage mit ca. 500 Pkw Parkplätzen, 4 Bushaltestellen und 50 Fahrradabstellplätzen optimal erfüllt.

Eine Bauinformation, weiterführende Informationen zum Bahnhof Tullnerfeld sowie Fotos zu diesem Projektabschnitt finden Sie unter "Downloads".

 



Logo EU-TEN-V-Finanzierung

Die alleinige Verantwortung dieser Publikation liegt beim Autor. Die Europäische Union ist nicht verantwortlich für den Gebrauch, der mit der darin enthaltenen Information gemacht wird.