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Steyregg: Hotspot Eisenbahnkreuzung entschärft

Mit dem Bau einer Unterführung zur Entschärfung der HOTSPOT Eisenbahnkreuzung Windegger Straße in Steyregg – an der Bahnstrecke Linz – Summerau – kam es zu einer wesentlichen Erhöhung der Sicherheit.

Österreichweit haben die ÖBB in den letzten 10 Jahren jährlich rund 25 Millionen Euro in die Verbesserung der Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen investiert. Vor 20 Jahren gab es in Österreich noch 7.764 Eisenbahnkreuzungen, im Jahr 2009 sind es nur mehr 5.553. Diese Reduktion von schienengleichen Eisenbahnkreuzungen trägt ganz wesentlich zur Verstärkung der Sicherheit bei.

Beim Bau der Unterführung mussten massive Felssicherungsmaßnahmen getroffen werden, um das Herabfallen von Gestein auf die Straße zu verhindern. Der Aushub gestaltete sich durch das Felsgestein sehr schwierig. Das Projekt wurde begleitend durch Geologen betreut.

Die im Kreuzungsbereich sehr beengten Verhältnisse und die Wartezeiten für den Individualverkehr vor der Schrankenanlage gehören nun der Vergangenheit an. Das Investitionsvolumen von 1,6 Millionen Euro tragen ÖBB, Land und die Stadt Steyregg gemeinsam. Der Bau der Unterführung erfolgte von November 2008 bis November 2009.

Neben dem Hot Spot Programm zur Anhebung der Verkehrssicherheit auf unfallträchtigen Eisenbahnkreuzungen laufen die Bemühungen zur Reduzierung von schienengleichen Eisenbahnübergängen unvermindert weiter. So konnten im Jahr 2009 im Bundesland OÖ bereits insgesamt 15 Eisenbahnkreuzungen im Schienennetz der ÖBB aufgelassen werden.
Aktuelle Beispiele von aufgelassenen Eisenbahnkreuzungen in Oberösterreich
- Timelkam Auflassung der Eisenbahnkreuzung Ungenacher Landesstraße und einer Gemeindestraße durch zwei Unterführungen
- St. Peter am Hart Auflassung der Eisenbahnkreuzung der Hagenauer Landesstraße durch eine Überführung
- Laakirchen Aufschließung des Gewerbegebietes Süd durch eine Unterführung mit Auflassung von zwei schienengleichen Bahnübergängen
Darüber hinaus gingen bei den drei Eisenbahnkreuzungen Eferding, Karling und Großendorf neu errichtete Schrankenanlagen in Betrieb.

Zuggeschaltete 2teilige Vollschrankenanlage mit Lichtzeichen
Der Bau der Schrankenanlagen in Eferding, Karling (Strecke Haiding-Aschach) und Großendorf (Almtalbahn) erhöht die Sicherheit für Straßen- und Schienenbenutzer.

Daten zu den Projekten
Eferding (Eisenbahnkreuzung mit Stroheimer Straße)

Die derzeitige Sicherung erfolgt durch Andreaskreuze und Gewährleisten der erforderlichen Sichträume. Die zukünftige Sicherung besteht aus einer zuggeschalteten 2teiligen Vollschrankenanlage mit Lichtzeichen.

Investitionsvolumen: rund 518.000 Euro
Baubeginn: März 09
Bauende: 24. November 2009

Karling (Eisenbahnkreuzung mit Nibelungen Straße)

Die derzeitige Sicherung erfolgt durch Andreaskreuze, Straßenverkehrszeichen „Halt“, Gewährleisten der erforderlichen Sichträume und durch Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug aus. Die zukünftige Sicherung besteht aus einer zuggeschalteten 2teiligen Vollschrankenanlage mit Lichtzeichen.

Investitionsvolumen: rund 630.000 Euro
Baubeginn: März 09
Bauende: 14. Dezember 2009

Großendorf (Eisenbahnkreuzung mit Großendorfer Straße)

Die derzeitige Sicherung erfolgt durch Andreaskreuze, Straßenverkehrszeichen „Halt“, Gewährleisten der erforderlichen Sichträume und durch Abgabe akustischer Signale vom Schienenfahrzeug aus. Die zukünftige Sicherung besteht aus einer zuggeschalteten 2teiligen Vollschrankenanlage mit Lichtzeichen.

Investitionsvolumen: rund 522.000 Euro
Baubeginn: März 09
Bauende: 11. Dezember 2009

Ausgezeichnete Zusammenarbeit
Die ÖBB – Infrastruktur AG bedankt sich beim Land OÖ und der Stadt Steyregg für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bei der raschen Verwirklichung des gemeinsam geplanten Projektzieles.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:

Mario Brunnmayr
Pressesprecher Oberösterreich
ÖBB-Holding AG
Konzernkommunikation
Tel. 0732/93000-3120
E-Mail: mario.brunnmayr@oebb.at