Stand: Februar 2010
Im Rahmen des Infrastrukturausbaus beim Terminal Freudenau im Wiener Hafen setzten die ÖBB zwei Projekte gleichzeitig um:
- Lückenschluss zwischen Donauufer- und (DUB) Donauländebahn (DLB)
- Erweiterung und Modernisierung des Güterumschlagplatzes
| Meilensteine | |
| Baugenehmigung | Juli 2006 |
| Vorarbeiten | Jänner 2007 |
| Baubeginn | Februar 2007 |
| Eröffnung Terminal | September 2008 |
| Fertigstellung Terminal | Herbst 2008 |
| Fertigstellung Infrastruktur | August 2009 |
| Gesamtbauende | September 2009 |
| Daten & Fakten | |
| Bewehrung | 3.000 t |
| Beton | 38.000 m³ |
| Erdbau | 653.000 m³ |
| Stahlbrücke | 2.100 t |
| Gleis | 23.670 m |
| Schwellen | 36.420 Stück |
| Gleisschotter | 74.000 t |
Ziel und Zweck
Mit der Fertigstellung des Projektes wurde ein wesentlicher Beitrag zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene geleistet.
Durch den Ausbau des Terminals Freudenau und den
Lückenschluss zwischen Donauufer- und Donauländebahn wurden hier wesentliche
Grundlagen für eine Kapazitätssteigerung im kombinierten Verkehr geschaffen. Der
Wiener Hafen ist ein wichtiges Güterverkehrszentrum im gesamten Donauraum, vor
allem im Bereich des kombinierten Güterverkehrs von Wasser und Schiene. Mit dem
Ausbau der neuen Strecke werden die für 2016 prognostizierten 70 Güterzüge pro
Tag fahren können. Mit der Erweiterung des Terminals und dem Ausbau von modernen
Umschlagseinrichtungen konnte der Wiener Hafen seine Kapazitäten mehr als verdoppeln und seine Kompetenz als Güterverkehrsdrehscheibe in Richtung Osteuropa und darüber hinaus festigen.
So wurden gleichermaßen wirtschaftliche und infrastrukturelle Aspekte berücksichtigt.
Baumaßnahmen
Donauufer- und Donauländebahn
An der bestehenden Trasse wurden auf 8,8 km Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zwischen den Bahnhöfen Klein Schwechat und Donaukaibahnhof durchgeführt. Die Gleisanlagen wurden auf eine Achslast von 22,5 für den schweren Güterverkehr und auf einen Geschwindigkeit von 80 km/h ausgerichtet.
Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden bisher umgesetzt:
- die Elektrifizierung der gesamten Strecke,
- Neubau der Gleise 1, 2, 3b, und 4 des Bahnhofes Albern,
- die Adaptierung von 2 bestehenden Brücken,
- der Neubau von 6 Eisenbahnbrücken,
- die technische Sicherung einer Eisenbahnkreuzung,
- die Adaptierung des Donaukaibahnhofes und des Bahnhofes Albern,
- der Neubau einer Radwegverbindung sowie
- Lärmschutz- und Erschütterungsschutzmaßnahmen.
Winterhafenbrücke
Das Herzstück des Lückenschlusses zwischen Donauufer- und Donauländebahn bildet die Winterhafenbrücke mit einem zeitgemäßen, dynamisch architektonisch gestalteten Design und einer Gesamtlänge von 168 m. Diese wurde im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbes ausgeschrieben.
Der Einschub der Brücke erfolgte in mehreren Etappen und stellte eine enorme bautechnische Herausforderung dar.
Terminal Freudenau: Erweiterung und Modernisierung
Der neue Containerumschlagplatz wurde mit vier neuen Gleisen und einem neuen Umfahrungsgleis ausgestattet. Eine moderne Ingate-Lösung mit einer ausgeklügelten Zu- und Abfahrtslogistik vereinfacht nun den Zufahrtsbereich. Der Terminal schafft mit zusätzlichen Container-Stellplätzen, einem komplexen Verkehrsleitsystem und einer durchgängigen Gleisverbindung die Basis für eine optimale Verkehrslösung im kombinierten Güterverkehr. Der Vollbetrieb wurde mit Ende Juli 2009 möglich, als die Fahrleitung in Betrieb genommen wurde.
Aktuelle Arbeiten
Bis September 2009 wurde der alte Terminal Freudenau modernisiert. Die Donauländebahn zwischen Kaiser Ebersdorf und Simmering Hauptstr. wurde bis Ende Sommer 2009 fertig gestellt. Auch wurden die letzten Lärmschutzwände auf DUB und DLB errichtet.
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