Modernisierungsmaßnahmen beim Hafen Freudenau
Im bestehenden Terminal wird ein drittes Gleis entlang der Kaimauer des Hafens gelegt und eine Kranbahn für neue Portalkräne errichtet. Der Zufahrtsbereich wird vereinfacht. Dafür sorgen ein moderner Einfahrtsbereich für LKWs (Ingate-Lösung) mit einer ausgeklügelten Zu- und Abfahrtslogistik mit 20 neuen Lkw-Stellplätzen. Die bestehenden Parkplätze für ca. 300 Pkw- und 30 Lkw-Stellplätzen werden zusammengefasst und verlegt.
Der neue Terminal erhält als Durchgangsterminal vier neue Gleise und ein neues Umfahrungsgleis.
Es wird so eingerichtet, dass Zugeinfahrten mittels Schwungfahrt möglich sind. Das bedeutet, dass elektrisch eingefahren werden kann und herkömmliche Verschubbewegungen mittels Diesellokomotiven eingespart werden. Der dreigleisige Vorbahnhof wird zur Abstellung von Ganzzügen errichtet. Neu gebaut wird eine Kranbahn mit 650 m Nutzlänge + 2 mal 40 m Reparaturbereich und die erforderliche Beleuchtung (bis zu 50 m hohe Masten). Der Umschlagsbetrieb wird mit zwei neuen Portalkränen erfolgen. Damit ist man für die zukünftige Entwicklung bestens gerüstet.
Schutz tierökologischer Lebensräume
Die Bauarbeiten werden unter weitestgehender Berücksichtigung des Erhalts von angrenzenden Erholungsräumen sowie unter Bedachtnahme auf den Schutz tierökologischer Lebensräume und -weisen von baumnistenden Vögeln oder Fledermäusen durchgeführt. Deshalb erfolgt zum Beispiel die Auswahl der Sträucher aufgrund der landschaftspflegerischen Begleitplanung auch unter Einbeziehung von Ökologen. So werden beispielsweise Dornsträucher, wie Sanddorn oder Schlehdorn, als Nistplätze gepflanzt. Weiters werden offene Trockenwiesen als Jagdfläche für die schutzwürdige Vogelart des Neuntöters geschaffen.
Neuer Lärmschutz auf 6,4 km
Um möglichen Lärmbelastungen vorzubeugen, werden im Rahmen des Projektes spezielle Lärm- und Erschütterungsschutzmaßnahmen getroffen. Insgesamt werden 6,4 km lange Lärmschutzwände mit einer Höhe zwischen 1 m und 5 m entlang der Trasse errichtet. Die Maßnahmen werden im Bereich der Donaulände- und Donauuferbahn in den Gemeindebezirken Leopoldstadt und Simmering, sowie auf Niederösterreichischem Gebiet in Schwechat umgesetzt.
Neue Fuß und Radwegverbindung
Für die Bevölkerung wird durch den Neubau der Winterhafenbrücke gleichzeitig auch eine neue Fuß- und Radwegverbindung zu den Naherholungsgebieten entlang der Donau geschaffen. Dies bedeutet mehr Lebensqualität durch rasche Erreichbarkeit der umliegenden Erholungsräume.
Die alleinige Verantwortung dieser Publikation liegt beim Autor. Die Europäische Union ist nicht verantwortlich für den Gebrauch, der mit der darin enthaltenen Information gemacht wird.



