Um die Verträglichkeit des Semmering-Basistunnel neu mit dem bestehenden
Welterbe Semmeringbahn zu überprüfen, hat das Bundesministerium für Unterricht,
Kunst und Kultur (BMUKK) das UNESCO Welterbezentrum in Paris um entsprechende
Überprüfung gebeten. Diese fand im Frühjahr 2010 durch einen vom internationalen
Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) beauftragten Experten statt.
Dabei wurde
das Projekt des Semmering-Basistunnel neu und dessen Berührungspunkte mit dem
Welterbe umfangreich erläutert. Neben den notwendigen erhaltungstechnischen
Maßnahmen für die Bergstrecke wurden auch wirtschaftliche und touristische
Aspekte beleuchtet sowie Tunnelgegner eingeladen, die ihre Bedenken und Sorgen
einbringen konnten.
Die Prüfung hat ergeben, dass das Tunnelprojekt „die
außergewöhnliche universelle Bedeutung das Welterbes“ nicht beeinträchtigt und
sich Bergstrecke und Basistunnel einander wie ein „Brüderpaar“ ergänzen. Der
Basistunnel trägt durch die Übernahme des schweren, den historischen Verkehrsweg
belastenden Güterverkehrs massiv zur Entlastung der Bergstrecke bei und
gewährleistet so die Erhaltung der historischen Bausubstanz.
Um dies auch
in der Projektumsetzung zu gewährleisten, wurde ein internationales,
interdisziplinäres Komitee eingerichtet, das in seiner Zusammenarbeit die
Integrität und Authentizität der historischen Semmeringbahn bewahren soll.




