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Pontebbanaachse/Südbahn

Koralmbahn Graz - Klagenfurt

Stand: Juni 2013
Koralmbahn Projekt in Bau

Die Koralmbahn ist die Verlängerung des transeuropäischen Korridors VI in den oberitalienischen Raum. Sie ist Teil dieser international bedeutsamen Achse, die von Danzig über Warschau und Wien nach Triest, Venedig und Bologna führt, und somit die Ostsee mit dem Mittelmeer verbindet.
Darüber hinaus verbessert die Koralmbahn national die Erreichbarkeit Süd-Österreichs und bindet die Weststeiermark und den Südkärntner Raum optimal an die Landeshauptstädte Graz und Klagenfurt an, wovon die Pendler und die regionale Wirtschaft profitieren. Durch die Koralmbahn werden massive Fahrzeit-Verkürzungen und attraktivere Taktfahrpläne ermöglicht.
Die Realisierungsvoraussetzungen für die Koralmbahn wurden Ende 2004 in einem Vertrag zwischen der Republik Österreich, den Bundesländern Steiermark und Kärnten und den ÖBB detailliert festgelegt. Im Februar 2005 wurde vom Verkehrsminister die Trassen-Verordnung erlassen. Damit ist der Verlauf der Trasse fixiert. Die Breite des Trassenverordnungsstreifens wurde entsprechend den örtlichen und technischen Erfordernissen festgelegt und beinhaltet den Geländestreifen für sämtliche Eisenbahnanlagen, für Nebenanlagen und Begleitmaßnahmen, die für den Bau und Betrieb dieser Strecke notwendig sind.
Aus heutiger Sicht wird die Koralmbahn voraussichtlich bis 2023 durchgehend befahrbar sein.

Meilensteine
Planungsbeginn

1995 (Planungsübertragung HL-AG)

Beginn Trassenauswahlverfahren

1997

Beginn Bauausführung 1999
Trassenverordnung und
Umweltverträglichkeitserklärung (UVE)
2002
Baubeginn Baulos Koralmtunnel 1 (KAT 1) Ende 2008
Vortriebsbeginn Koralmtunnel Mai 2010
Teilinbetriebnahme Koralmbahn
im Abschnitt Werndorf - Wettmannstätten
Dezember 2010
Baubeginn Baulos Koralmtunnel 2 (KAT 2) Jänner 2011
Tunneldurchschlag der Baulose KAT1 / KAT2 Mai 2012
Andrehen der 1. Tunnelvortriebsmaschine bei KAT2 Jänner 2013
Gesamtinbetriebnahme Koralmbahn voraussichtlich 2023
Projektstatus

Umweltverträglichkeitsprüfungen abgeschlossen.
Eisenbahnrechtliche Baugenehmigungsverfahren für die freie Strecke und den Koralmtunnel weitgehend abgeschlossen.
Eisenbahnrechtliches Verfahren für die Kunstbauten und bahntechnischen Ausrüstungen des Koralmtunnels im Laufen.
Vertiefende Systemuntersuchungen und Erkundungsmaßnahmen (Erkundungsschacht und Erkundungstunnel Paierdorf) für den Koralmtunnel abgeschlossen. Arbeiten in Mitterpichling und Leibenfeld sind bereits abgeschlossen.
Streckenabschnitt Graz Hbf - Puntigam - Werndorf, Werndorf - Wettmannstätten teilweise fertig gestellt bzw. in 1. Bauphase fertig gestellt.
Streckenabschnitte Wettmannstätten - St. Andrä, St. Andrä - Aich, Aich - Althofen a. d. Drau in Bau.
Streckenabschnitt Althofen a. d. Drau - Klagenfurt eingleisig fertig gestellt.

 

Daten & Fakten
Streckenlänge: rd. 130 km, davon ca. 32,9 km Koralmtunnel

Zweigleisige, elektrifizierte Hochleistungsstrecke

12 Bahnhöfe und Haltestellen

Entwurfsgeschwindigkeit: 200 km/h

Fahrzeit Graz – Klagenfurt nach Fertigstellung: 1 Stunde (Fahrzeit jetzt: 3 Stunden)
Fahrzeit Wien – Klagenfurt inkl. Semmeringbasistunnel 3 Stunden (Fahrzeit jetzt: 3 Stunden 51 Minute)

Betriebsprogramm nach Fertigstellung: 158-256 Züge pro Tag (je nach Streckenabschnitt)


Ziel und Zweck

Die Koralmbahn wird den Süden Österreichs optimal an europäische Verkehrsknoten anbinden. Die Erreichbarkeit im Süden Österreichs – und damit auch das Standortranking innerhalb der europäischen Regionen – wird entscheidend verbessert. Ein Vorteil, von dem täglich auch viele Pendler profitieren werden. Die Fahrzeit von Graz nach Klagenfurt wird sich von derzeit knapp drei Stunden auf eine Stunde verkürzen. Von Graz nach Venedig ist mit einer Einsparung von bis zu vier Stunden zu rechnen
 

Streckenverlauf

Nach einem 4-gleisigen Abschnitt zwischen Graz Hbf und Feldkirchen am Beginn der Strecke zweigt die Koralmbahn leicht westlich von der bestehenden Südbahn ab, führt über den Flughafen Graz zum Terminal Werndorf, wo sie sich wieder auf etwa 200 m an die bestehende Trasse annähert.
Von dort biegt sie nach Westen und folgt dem Laßnitztal aufwärts. Kurz nach dem künftigen IC-Bahnhof Weststeiermark im Raum Groß St. Florian, der die Koralmbahn mit der Graz-Köflacher-Eisenbahn verbindet, beginnt der rund 32,9 km lange Koralmtunnel. Anschließend, rund 2 km nördlich von St. Paul, befindet sich der Bahnhof Lavanttal, wo die Regionalstrecke Zeltweg – Wolfsberg einmündet.
Nach der Tunnelkette Grainitztal überquert die Koralmbahn bei Aich die Drau, schneidet die „Ecke“ bei Bleiburg in einem Bogen Richtung Westen ab und läuft dann in etwa 2 km Entfernung nördlich am Klopeiner See vorbei. Nahe Grafenstein überquert sie erneut die Drau und folgt im weiteren Verlauf der Bestandsstrecke nach Klagenfurt Hbf.