Für den etwa sieben Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen dem
Hauptbahnhof Graz und Feldkirchen erfolgte der Baubeginn im Dezember 2002.
Der viergleisige, rund 7 km lange Streckenabschnitt vom Grazer Hauptbahnhof über
den Bahnhof Graz/Puntigam bis unmittelbar nach der Querung der A2 Südautobahn
bei Feldkirchen wird gemeinsam mit der Südbahn geführt. Über diese Strecke
laufen künftig somit sowohl der Verkehr der Koralmbahn als auch jener der
Südbahn. Graz Hauptbahnhof, Graz/Don Bosco, Graz/Puntigam sowie die neue
Haltestelle Feldkirchen übernehmen als Nahverkehrsknotenpunkte auch eine
wesentliche Funktion für den Regional- und Nahverkehr im Süden von Graz.
Baumaßnahmen
Alle Baumaßnahmen südlich des Hauptbahnhof Graz bis zum Bahnhof Feldkirchen
konnten zeitgerecht fertig gestellt werden. Die zweigleisige Inbetriebnahme
erfolgte auf dem fertig gestellten Unterbau einschließlich der entsprechend
ausgeführten Unterführungsbauwerke. Die Strecke südlich des Hauptbahnhof Graz
von Don Bosco über den Bahnhof Graz-Puntigam nach Feldkirchen wurde neu
organisiert, wobei auch Gleisverlegungen im großen Umfang erforderlich wurden
und die Ostbahn neu eingebunden wurde. Weiters wurden alle Anschlussbahnen neu
eingebunden. Insgesamt verbessert die Neustrukturierung der Gleisanlagen künftig
den betrieblichen Ablauf deutlich und stellt mit der Neuinbetriebnahme des
Nahverkehrsknotens Don Bosco eine Grundvoraussetzung für den Umbau des
Hauptbahnhof Graz dar.
Im Abschnitt wurden zehn Straßenunterführungen errichtet und zwei bestehende
Unterführungen den neuen Anforderungen angepasst. Die bestehenden
Eisenbahnkreuzungen südlich des Hauptbahnhofes Graz wurden aufgelassen und
ersetzt. Damit konnte die Verkehrssicherheit erhöht und die Lärm- und
Abgasbelastung durch den vor geschlossenen Schranken wartenden Straßenverkehr
verringert werden.
Lärmschutzmaßnahmen
Zwischen Graz Hauptbahnhof und Feldkirchen wurden Lärmschutzwände sowohl in
den Außenbereichen als auch zwischen den inneren Gleisen sowie Lärmschutzfenster
eingebaut.
Zudem reduziert der neue Oberbau im eng bebauten Stadtgebiet die Erschütterungen
durch vorbeifahrende Züge. In besonders sensiblen Abschnitten wurden zusätzliche
Maßnahmen wie z.B. der Einbau von Unterschottermatten umgesetzt.



