Die Rohbauarbeiten im Abschnitt "Verknüpfung Westbahn" wurden 2007
erfolgreich abgeschlossen.
Im Dezember 2008 erfolgte die Teilinbetriebnahme des Knoten Hadersdorf, der so genannten „Weichenhalle“
sowie die Inbetriebnahme der Haltestelle Wien Wolf in der Au.
Der Teilabschnitt besteht wieder aus drei Abschnitten: Im ersten Abschnitt zwischen Wolf in der Au und der S-Bahn-Haltestelle Purkersdorf-Sanatorium wurden auf insgesamt 3 km Länge zwei Gleise der Westbahn über Rampenbauwerke unter die bestehende Westbahntrasse geführt und in einer ca. 550 m langen viergleisigen Weichenhalle mit den beiden Gleisen der Neubaustrecke verbunden.
Der zweite Abschnitt besteht aus einer 1700 m langen zweigleisigen Tunnelröhre für die Gleise der Neubaustrecke Wien - St. Pölten, die im Bereich Loudonstraße die Weichenhalle verlassen und in etwa parallel zum Wurzbachtal in Richtung Chorherrn im Tullnerfeld abzweigen. Die Bauausführung erfolgt im Zuge der Errichtung des Wienerwaldtunnels.
Der dritte Abschnitt besteht aus zwei eingleisigen, ca. 750 bzw. 900 m langen Tunnelröhren, die vom Verknüpfungsbauwerk ausgehen, den Fuß des Bierhäuslberges, die Linzer Straße und die Westbahntrasse unterfahren, um dann in einem zweigleisigen Tunnel den Wienfluss zu queren.
Besondere Baumaßnahmen
Die beiden S-Bahn-Haltestellen Wien Hadersdorf und Wien Weidlingau wurden modernisiert und barrierefrei gestaltet. Im Bereich Wolf in der Au entstand eine zusätzliche S-Bahn-Haltestelle und eine Park&Ride-Anlage.
Ebenfalls neu errichtet wurden der Fußgängersteg über die Bahn neben dem Mauerbach und über die Mauerbachstraße sowie die Brücke für die Linzer Straße. Die Lorenz-Stein-Straße wurde zweispurig ausgebaut. Im gesamten Bereich wurden neun Sicherheitsausstiege errichtet.
Bauweise
In jeder Bauphase war auf zumindest zwei Gleisen der Westbahn der ungehinderte Bahnbetrieb gewährleistet.
Eine Besonderheit stellt in diesem Bauwerksbereich das vorgesehene Grundwasserausgleichssystem dar, das eine Unterbrechung bzw. ein Aufstauen der vorhandenen Grundwasserströme in Richtung des Wienflusses verhindert.
Baudurchführung
Abgestimmt auf den Ausbau der Retentionsbecken und des Wienflussbettes, wurde mit der Errichtung des Bauwerksabschnittes für die Wientalquerung bereits im Februar 1999 begonnen.
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Verknüpfung Westbahn