Die Westbahn ist eine bedeutende Ost-West-Verbindung für den nationalen und
internationalen Bahnverkehr. Um die Westbahn zwischen Wien und Salzburg
viergleisig auszubauen, muss auch der Bereich östlich und westlich des Linzer
Hauptbahnhofes umgebaut werden.
Mit 4 Teilprojekten umfasst der gesamte Abschnitt im Bereich Linz rund 7
Kilometer. Der Bereich Linz Hauptbahnhof wurde bereits 2005 fertig gestellt, der
Umbau der Ostseite vom Linz Hauptbahnhof begann im September 2010, die Westseite
vom Linz Hauptbahnhof befindet sich in Planung und Linz Kleinmünchen-Linz
Verschiebebahnhof in der Infrastrukturentwicklung.
Vor allem geht es beim Projekt Ostseite um eine Erneuerung der Gleisanlagen. Bis
2018 sollen insgesamt 10 Gleise neu verlegt werden. Dazu zählen unter anderem
zahlreiche Weichenverbindungen für die Ein- und Ausfahrten in die
Bahnsteigbereiche. Als Voraussetzung für den Umbau muss die Bahntrasse mit 3
Eisenbahnbrücken erneuert und verbreitert werden, sowie die notwendigen
eisenbahn- und sicherungstechnischen Anlagen neu hergestellt werden. Zusätzlich
werden Lärmschutzwände errichtet.
Bei laufendem Betrieb findet der Umbau in 68 Bauphasen statt. Eventuelle
Beeinträchtigungen werden so gering wie möglich gehalten. Bestimmte Baumaßnahmen
erfordern Straßensperren an Wochenenden, die in regionalen Medien kommuniziert
werden. Im Bedarfsfall werden in Kooperation mit den Linz AG Linien
Bushaltestellen umgelegt.
| Meilensteine | |
| Planungsauftrag | 2004 |
Bauauftrag |
2009 |
| Baubeginn | 2010 |
| Fertigstellung | 2018 |
| Daten & Fakten | |
| Streckenlänge | 2 km |
Kunstbauten |
Neuverlegung von den bestehenden 8 Gleisen, Zulegung von 2 Gleisen, Adaptierung der östlichen Bahnsteigkanten des Linzer Hauptbahnhofes, 3 Brückenerneuerungen, 4 Stützmauern, Entwässerungsanlagen, Erneuerung der eisenbahntechnischen Anlagen, Lärmschutzwände |
Ziel und Zweck
Im Moment verläuft die Westbahn bis Linz Kleinmünchen viergleisig und dann
zweigleisig weiter. Mit dem Umbau der rund 2 Kilometer langen Ostseite vom Linz
Hauptbahnhof wird der viergleisige Ausbau unter der fachkundigen Projektleitung
Pyhrnbahn forciert. Erst wenn alle 4 Teilprojekte und der zweigleisige Ausbau
der Summerauer Bahn realisiert wurden, kann sich der Gesamtnutzen im Bereich
Linz voll einstellen. Dann kann die Bewältigung des regionalen und
überregionalen Durchgangsverkehrs gesichert werden.
Das Reisen wird noch attraktiver und schneller. Kürzere Reisezeiten und die
mögliche Erhöhung der Streckenkapazität machen Bahnreisen noch angenehmer. Die
neuen Unterführungen werden durch ihre Aufweitung in Sachen Sichtweite und
Nutzbarkeit verbessert: die Unterführung Dinghoferstraße erhält eine zusätzliche
Fahrspur, die Unterführung Friedhofstraße einen kombinierten Geh- und Radweg auf
beiden Seiten. Außerdem schafft die Modernisierung die Voraussetzungen für eine
moderne und wartungsarme Betriebsführung.



