Die 44 km lange Neubaustrecke ist ein wesentlicher Bestandteil des Ausbaus zur viergleisigen Westbahn zwischen Wien und Wels. Sie sichert die Kapazitäten für den Güterverkehr, ermöglicht kürzere Fahrzeiten im Personenverkehr und ist Teil des transeuropäischen Netzes (TEN-Netz). Die Strecke Wien – St. Pölten wurde als eines der ersten Projekte Österreichs einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach UVP-Gesetz unterzogen.
Nachdem die Rohbauarbeiten seit 2009/2010 abgeschlossen sind, laufen parallel in allen Abschnitten die eisenbahntechnischen Ausrüstungsarbeiten. Ist die Strecke mit ihrer gesamten Eisenbahntechnik ausgestattet, wird sie zahlreichen Prüfungen unterzogen. Nach positivem Abschluss sämtlicher Abnahmen und Tests wird die Betriebsbewilligung erteilt und die Strecke mit Fahrplanwechsel im Dezember 2012 in Betrieb genommen.
| Meilensteine | |
| Planungsbeginn |
1990 |
| Umweltverträglichkeitsprüfung |
1998 |
| Diverse Behördenverfahren (z. B. nach dem Eisenbahn-, Naturschutz-, und Wasserrecht) |
1999-2003 |
| Baubeginn | 2003 |
| Abschluss der Rohbauarbeiten | 2009/2010 |
| Fertigstellung | 2012 |
| Daten & Fakten |
| Streckenlänge: 44 km |
| 14,4 km Wienerwald |
| 17 km Tullnerfeld |
| 12,6 km Westabschnitt |
Ziel und Zweck
Durch die Hochleistungsstrecke kommt es zu erheblichen Reisezeitverkürzung im
Personenverkehr. Auf der Strecke Wien-Salzburg sind es künftig rund 2,5 Stunden
Fahrzeit und zwischen Wien und St. Pölten knapp 25 Minuten (bei Zügen
ohne Halt im Regionalbahnhof Tullnerfeld).
Mit dem Ausbau der Westbahn werden außerdem Kapazitätssteigerung im Personen-
und Güterverkehr auf der Schiene erreicht und die Grundlage für marktorientierte
„just-in-time-Lieferungen“ geschaffen.
Die regionale Anbindung des Raumes Tullnerfeld an das hochrangige Schienennetz
wird durch den neuen Regionalbahnhof Tullnerfeld (500 Park&Ride-Plätze) mit
kurzen Reisenzeiten- nach Wien und St. Pölten in jeweils knapp 15 Minuten -
erweitert. Durch die Verknüpfung der bestehenden Bahnlinie Tulln - Herzogenburg
mit der Neubaustrecke werden zusätzliche Verkehrsrelationen und Erreichbarkeiten
geschaffen.
Durch die Einbindung der Franz -Josefbahn über die Tullner Westschleife sind für
die Pendler des nördlichen Niederösterreichs viele Bereiche des Wiener Großraums
in kurzer Zeit bequem und sicher zu erreichen.
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