Die Neubaustrecke Wien – St. Pölten ist nach der Güterzugumfahrung St. Pölten das zweite Projekt im Verkehrsbereich, das in Österreich auf Umweltverträglichkeit geprüft wurde (zwischen 1996 und 1998). Das Ergebnis dokumentieren 2000 Seiten des behördlichen Gutachtens, das der eingereichten Trasse die Umweltverträglichkeit bescheinigt.
Entlang der Strecke sind umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen oder bereits durchgeführt, welche die Einhaltung der im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschriebenen Grenzwerte gewährleisten. Im Wesentlichen werden diese durch landschaftsgerecht ausgeformte Lärmschutzwälle hergestellt. Darüber hinaus sind vor allem im Zuge von Entwässerungsmaßnahmen sowie Gewässerquerungen und Wilddurchlässen umfangreiche ökologische Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.
Infoboxen und Infopfad
Ein Bauprojekt dieser Größenordnung ist naturgemäß von besonderem Interesse für die Öffentlichkeit. Zwei Infoboxen in unmittelbarer Baustellennähe entlang der Strecke, in Chorherrn und Michelndorf, bieten deshalb mit übersichtlich gestalteten Schautafeln und kurzen Filmen Informationen zum Projekt. Themen wie Projektsgeschichte, Streckenverlauf, Bautechnik, Umwelt, Lärmschutz, etc. werden dort behandelt.
Das große Interesse der Bevölkerung an diesem Projekt bewegte die ÖBB-Infrastruktur Bau AG außerdem dazu, das vorhandene Rad- und Gemeindewegenetz entlang der Strecke zu nutzen, um einen rund 30 km langen Infopfad zu errichten. Dieser führt durch das gesamte Projektsgebiet von Klein-Staasdorf bis Pottenbrunn. An insgesamt 16 Stellen – zum Teil mit Blick auf die Baustelle – können Sie Schautafeln besichtigen, die Wissenswertes zu verschiedensten Themen rund um das Projekt enthalten.
Die Infoboxen sind in den Infopfad integriert und befinden sich in unmittelbarer Baustellen-Nähe.
Eine Übersichtstafel zum Infopfad finden Sie unter „Downloads“.
Archäologische Funde
Die neue Eisenbahntrasse der Strecke Wien – St. Pölten verläuft durch eine bereits vor tausenden Jahren dicht besiedelte Kulturlandschaft. Dies belegen einige sensationelle archäologische Funde bei Ausgrabungen entlang der Strecke. An insgesamt 17 Fundstellen am Südrand des Tullnerfeldes, im Perschlingtal und im Traisental entdeckte das Bundesdenkmalamt Waffen, Werkzeuge, Schmuck und alltägliche Gebrauchsgegenstände längst vergangener Kulturen, sogar das Grab eines Kriegers aus dem 6. Jhdt. wurde freigelegt.
Weiterführende Informationen und Fotos zu den archäologischen Funden finden Sie unter "Downloads".
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