Der 24,7 km lange Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf, die Güterzugumfahrung
(GZU) ist eine zweigleisige Neubaustrecke mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von
120 km/h. Die Neubaustrecke der Güterzugumfahrung umfährt das Stadtzentrum von
St. Pölten im Süden und entlastet somit den Bahnhof St. Pölten vom Güter- und
Durchgangsverkehr. Das Projekt wird im Rahmen des viergleisigen Ausbaues der
Westbahn errichtet, ist Teil des prioritären Projektes 17 des Transeuropäischen
Netzes und wird im Zuge des Konjunkturbelebungsprogramms EERP von der
Europäischen Union kofinanziert.
Das Projekt im Rückblick
Bereits 1991 begannen die Planungen für das Vorhaben der ÖBB-Infrastruktur AG.
Die GZU war das erste Eisenbahnprojekt in Österreich, das einer
Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVP-Gesetz unterzogen wurde. Erstmals
erfolgten die Planungen unter Einsatz eines neu entwickelten
Bürgerbeteiligungsmodells.
Nach positivem Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und des
eisenbahnrechtlichen Baugenehmigungsverfahrens wurde im Dezember 1999 mit dem
Bau begonnen. Im Jahr 2000 wurde das Projekt aber zeitlich zurückgestellt, da
ein erhöhter Kapazitätsbedarf erst nach der Fertigstellung der Neubaustrecke
Wien – St. Pölten zu erwarten ist. Mit den im Rahmen des
Konjunkturbelebungspaketes zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln, konnten
die Bauarbeiten am Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf (GZU) wieder fortgesetzt
werden. Mit dem Spatenstich im November 2009 wurden die Bautätigkeiten erneut
aufgenommen.
| Meilensteine | |
| Planungsbeginn | 1991 |
| Umweltverträglichkeitsprüfung | 1997 |
| Eisenbahnrechtlicher Baugenehmigungsbescheid und Beginn Brückenobjekte |
1999 |
| Baustopp | 2000 |
| Konjunkturpaket der Regierung wird beschlossen | 2008 |
| Fortsetzung der Bauarbeiten | November 2009 |
| Fertigstellung | 2017 |
| Daten & Fakten | |
| Streckenlänge | 24,7 km |
| Errichtung in vier Bauabschnitten | |
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| Kunstbauten: 23 Brückenobjekte 3 Eisenbahntunnel (Pummersdorfer Tunnel, Radlleitentunnel, Bründlkapellentunnel) |
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Ziel und Zweck
- Kapazitätssteigerung auf der Donauachse insbesondere für den Güterverkehr.
- betriebliche Entlastung des Bahnhofes St. Pölten vom Güterverkehr.
- somit Voraussetzungen für ein attraktives Angebot im Personenverkehr
- Mehr Verbindungen und schnellere Reisezeiten beim Personenverkehr sowie verlässliche Just-in-time Lieferungen im Güterverkehr sind Grundlagen für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.
- Verbesserung der Lebensqualität und Entspannung der Lärmsituation für die Anrainer im Stadtzentrum.
Streckenverlauf
Die Trasse zweigt im Osten von der bestehenden Westbahn beim Knoten Wagram ab, verläuft parallel zur S 33 und zur A1 und wird westlich von St. Pölten beim Knoten Rohr wieder in die in diesem Bereich bereits viergleisige Westbahn eingebunden.
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