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Donauachse Westbahn

Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf (GZU)

Stand: Dezember 2012
Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf Projekt in Bau

 
Der 24,7 km lange Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf, die Güterzugumfahrung (GZU) ist eine zweigleisige Neubaustrecke mit einer Entwurfsgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Neubaustrecke der Güterzugumfahrung umfährt das Stadtzentrum von St. Pölten im Süden und entlastet somit den Bahnhof St. Pölten vom Güter- und Durchgangsverkehr. Das Projekt wird im Rahmen des viergleisigen Ausbaues der Westbahn errichtet, ist Teil des prioritären Projektes 17 des Transeuropäischen Netzes und wird im Zuge des Konjunkturbelebungsprogramms EERP von der Europäischen Union kofinanziert.

Das Projekt im Rückblick
Bereits 1991 begannen die Planungen für das Vorhaben der ÖBB-Infrastruktur AG. Die GZU war das erste Eisenbahnprojekt in Österreich, das einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVP-Gesetz unterzogen wurde. Erstmals erfolgten die Planungen unter Einsatz eines neu entwickelten Bürgerbeteiligungsmodells.
Nach positivem Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und des eisenbahnrechtlichen Baugenehmigungsverfahrens wurde im Dezember 1999 mit dem Bau begonnen. Im Jahr 2000 wurde das Projekt aber zeitlich zurückgestellt, da ein erhöhter Kapazitätsbedarf erst nach der Fertigstellung der Neubaustrecke Wien – St. Pölten zu erwarten ist. Mit den im Rahmen des Konjunkturbelebungspaketes zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln, konnten die Bauarbeiten am Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf (GZU) wieder fortgesetzt werden. Mit dem Spatenstich im November 2009 wurden die Bautätigkeiten erneut aufgenommen.

Meilensteine
Planungsbeginn 1991
Umweltverträglichkeitsprüfung 1997
Eisenbahnrechtlicher Baugenehmigungsbescheid
und Beginn Brückenobjekte
1999
Baustopp 2000
Konjunkturpaket der Regierung wird beschlossen 2008
Fortsetzung der Bauarbeiten November 2009
Fertigstellung 2017

Daten & Fakten
Streckenlänge 24,7 km
Errichtung in vier Bauabschnitten
  • Knoten Wagram
  • Abschnitt Raum St. Pölten
  • Abschnitt West
  • Knoten Rohr
Kunstbauten:
23 Brückenobjekte
3 Eisenbahntunnel (Pummersdorfer Tunnel, Radlleitentunnel, Bründlkapellentunnel)

Ziel und Zweck

  • Kapazitätssteigerung auf der Donauachse insbesondere für den Güterverkehr.
  • betriebliche Entlastung des Bahnhofes St. Pölten vom Güterverkehr.
  • somit Voraussetzungen für ein attraktives Angebot im Personenverkehr
  • Mehr Verbindungen und schnellere Reisezeiten beim Personenverkehr sowie verlässliche Just-in-time Lieferungen im Güterverkehr sind Grundlagen für die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene.
  • Verbesserung der Lebensqualität und Entspannung der Lärmsituation für die Anrainer im Stadtzentrum.

Streckenverlauf

Die Trasse zweigt im Osten von der bestehenden Westbahn beim Knoten Wagram ab, verläuft parallel zur S 33 und zur A1 und wird westlich von St. Pölten beim Knoten Rohr wieder in die in diesem Bereich bereits viergleisige Westbahn eingebunden.



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