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Infos zur Ausrüstung

Einbau der bahntechnischen Ausrüstung

Der Einbau der bahntechnischen Ausrüstung für die Neubaustrecke ist eine komplexe Aufgabe sowohl in logistischer als auch in sicherheitstechnischer Hinsicht, für die eine umfangreiche und gründliche Planung und Vorbereitung notwendig ist.

Aufgrund der zeitlich gestaffelten Fertigstellung der Tunnelrohbauten erfolgt der Einbau der bahntechnischen Ausrüstung abschnittsweise unmittelbar nach Abschluss und Abnahme der Rohbauarbeiten.

In den jeweiligen Abschnitten wird dann in Folge die komplette bahntechnische Ausrüstung wie:
Oberbau,
Oberleitung,
Signal und Fernmeldetechnik,
Tunnelsicherheitseinrichtungen und
Energieversorgung


eingebaut. Durch diese Vorgehensweise ist sicher gestellt, dass eine zeitgerechte Inbetriebnahme der Unterinntalbahn erfolgen kann.

Durch die zeitlich gestaffelte Abfolge der Ausrüstungsarbeiten ergeben sich besondere Aufgaben in den Bereichen Logistik und Arbeitnehmersicherheit. Die Arbeitsbereiche in den Tunnelanlagen sind überdies nur an wenigen Stellen zugänglich, wodurch sich die Versorgung der Baustellen und der Baubetrieb als äußerst schwierig darstellen.

Um diese schwierige Aufgabe zu lösen, kommen detailliert geplante Bauablauf-, Logistik- und Sicherheitskonzepte zum Einsatz. Dadurch wird ein reibungsloser Baufortschritt auf höchstem Sicherheitsniveau gewährleistet. In diesem Zusammenhang werden zentrale Logistik- und Sicherheitsleitstände eingerichtet. Dort werden alle straßen- und schienengebundenen Fahrbewegungen, sowie die Arbeitsbedingungen in den Bauabschnitten überwacht, koordiniert und gesteuert.

Mit allen diesen Maßnahmen wird sowohl eine hohe Ausführungsqualität als auch ein vorbildliches Sicherheitsniveau für den Einbau der bahntechnischen Ausrüstung erreicht.



Struktur der bahntechnischen Ausrüstung

Sowohl aus technischen als auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus werden die Fachgebiete der bahntechnischen Ausrüstung in Fachlose geteilt und entsprechend dieser Aufteilung ausgeschrieben und ausgeführt. Zum einen ist damit sicher gestellt, dass die Neubaustrecke nicht mit unterschiedlichen technischen Lösungen ausgerüstet wird und zum anderen wird dadurch eine effiziente Bauabwicklung und Baulogistik mit einem Minimum an Schnittstellen erreicht. Somit ergibt sich folgende Losgliederung mit Zuordnung der Fachgebiete der bahntechnischen Ausrüstung:


Los A1 - Grundausrüstung
Randwege, Masse-Feder-Systeme, Feste Fahrbahn, Hauptverkabelung, Lüftungsanlagen, Förderkorbanlagen, Pumpanlagen, Löschwasseranlage, Schleusentüren, Lärmschutzverkleidungen in den Wannen und der Galerie.


Los A2 - SFE-Anlagen
Signal-, Fernmelde- und Energieversorgungsanlagen


Los A3 - Unterwerke
Bahnstromunterwerke Wörgl, Münster und Fritzens


Los A4 - Stellwerke
Elektronische Stellwerke Kundl, Münster, Stans und Fritzens


Los A5 - Oberleitungsanlage
Oberleitungsanlage der Neubaustrecke


Los A6 - ETCS Level 2
Ausrüstung der Neubaustrecke und der Bestandsstrecke mit den Komponenten für das Zugsteuerungssystem ETCS Level 2


Los A7 - Ausrüstung Bestandsstreckentunnel Stans
Masse-Feder-System und Feste Fahrbahn des Bestandsstreckentunnels bei Stans


Los A11-A13 - Ausrüstung Bestandsstrecke
Verknüpfungsstellen
Bahntechnische Ausrüstung der Verknüpfungsstellen und der verlegten Bestandsstrecke, Arbeiten an den Bestandsanlagen der ÖBB


Los A14 - Ausrüstung TK-Zentralanlagen
Telefonanlagen, (Betriebsfernsprechanlagen, Geschäftsfernsprechanlagen), Netzwerkanlagen, Übertragungstechnikanlage sowie Funkanlagen für NBS und Bestandsstrecke.


Los A15 - Ausrüstung Zentrale ES-LS Anlagen
Einbindung der im Los A4 ausgerüsteten Elektronischen Stellwerke in die Fernsteuerzentrale .

Verlegte Bestandsstrecke Fritzens
Verlegte Bestandsstrecke Fritzens

Oberbau - Schnellumbauzug
Oberbau - Schnellumbauzug

Montagearbeiten freie Strecke
Montagearbeiten freie Strecke

Fahrleitung Montage Tunnel
Fahrleitung Montage Tunnel

Verknüpfungstelle Baumkirchen
Verknüpfungstelle Baumkirchen