Streckenneubau Kundl/Radfeld - Baumkirchen
Angesichts des stetig steigenden Waren- und Personenverkehrs hat sich die
österreichische Verkehrspolitik in Abstimmung mit den Nachbarländern und der
Europäischen Kommission bereits in den 90er Jahren zum Ausbau der Eisenbahnachse
Brenner entschieden. Für das am stärksten vom Schienenverkehr belastete
Teilstück der Eisenbahnachse Brenner zwischen München und Verona wurde die
Ausbaupriorität frühzeitig erkannt.
Im Projektraum Kundl - Baumkirchen überlagert sich der Eisenenbahn Nord-Süd- mit
dem Ost-West-Verkehr. Die bestehende zweigleisige Bahnstrecke wird derzeit in
einem 40 Kilometer langen Abschnitt auf einen viergleisigen Querschnitt
ausgebaut.
| Meilensteine | |
| Planungsstart: | 1996 |
| Umweltverträglichkeitsprüfung | positiver Abschluss 1999 |
| Baugenehmigung | 2002 |
| Projektstatus | Rohbau abgeschlossen, Einbau der eisenbahntechnischen Ausrüstung seit 2009 |
| Fertigstellung | 2012 |
| Daten & Fakten |
| Gesamtkosten 1. Ausbauschritt 2 Milliarden Euro |
| 40 Kilometer zweigleisige Neubaustrecke (NBS) |
| 80% der Trasse in Tunnels, Unterflurtrassen, Wannen und einer Galerie |
| 10 Hauptbaulose sowie Fachbaulose für Ausrüstungsarbeiten |
| Technische Ausführung für Geschwindigkeiten bis 250 km/h |
| Teil der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN) |
| Förderungen bis zu 10 Prozent der gesamten Projektkosten durch die EU-Kommission |
Ziel und Zweck
Als Teil der nördlichen Zulaufstrecke zum Brenner Basistunnel ist der Streckenabschnitt Kundl - Baumkirchen auf Basis internationaler Vereinbarungen mit den Nachbarländern und der EU vorrangig auszubauen. Bis 2012 wird die bestehende zweigleisige Eisenbahnstrecke durch eine modern angelegte zweigleisige Hochleistungstrasse ergänzt. Die heute bis an die Kapazitätsgrenze belastete bestehende Bahnverbindung kann in Hinkunft der europäischen Wirtschaft wieder zukunftsweisende Transportoptionen bieten.
Neben der notwendigen Kapazitätsausweitung bietet die Neubautrasse auch die Möglichkeit zur Entflechtung der verschiedenen Bahnverkehre. Bisher ist der gesamte Güter- und Personenverkehr auf der bestehenden zweigleisigen Strecke im Unterinntal gefahren.
Vorteile auf der ganzen Strecke!
- Der Schienengüterverkehr wird überwiegend durch die Tunnels fließen.
- Wirksame Lärmentlastung vor allem während der Nachtstunden.
- Vorraussetzungen für die weitere Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs sind geschaffen.
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Projektraum