Der ÖBB-Infrastruktur-Konzern betreibt in Österreich 1.178 Verkehrsstationen
sowie die Schieneninfrastruktur, die von der ÖBB-Personenverkehr AG, der Rail
Cargo Austria AG, zwei weiteren zum ÖBB-Konzern gehörigen Gesellschaften und von
anderen, nicht zum ÖBB-Konzern gehörenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU)
genützt werden. Der ÖBB-Infrastruktur-Konzern ist auch für etwa 2.100 Planungs-
und Bauprojekte in ganz Österreich verantwortlich, von denen etwa 1.400 Projekte
über mehr als ein Jahr laufen. Der Fortsetzungsbedarf der bis 31.12.2011
begonnenen Rahmenplaninvestitionen – unter Berücksichtigung der Auswirkung des
genehmigten Rahmenplans 2011 bis 2016 und vorausvalorisiert mit 2,5% – beträgt
rd. 13.234 Mio. EUR.
Schienenverkehrsmarkt 2011
Zu Jahresende 2011 waren 26 Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) zur Nutzung der
ÖBB-Infrastruktur berechtigt, um drei EVU mehr als Ende 2010. Für 2012 werden 3
neue EVU-Zugangsberechtigungen (im Güterverkehr) erwartet. Die Zahl der
zugangsberechtigten EVU steigt damit bis Jahresende 2012 voraussichtlich auf 29.
Energiemarkt
Im Bereich Energie wird das Ziel verfolgt, mit einem umfassenden Ausbauprogramm
die Eigenproduktion (bisher ein Drittel des Jahresbedarfs) um 25% zu steigern
und damit die Abhängigkeit von Fremdstrombezügen zu reduzieren. In Summe wurden
für den geplanten Neu- bzw. Ausbau von Kraftwerken bis 2017 Investitionen von
rd. 440 Mio. EUR geplant.
Bauwirtschaft
Dem Geschäftsbereich Neu- und Ausbau ist das Projektmanagement für Neu- und
Ausbauvorhaben beginnend vom Trassenauswahlverfahren über die Planung und
Projektausführung (Bau) des österreichischen Schienennetzes bis zur Übergabe an
den Eigentümer übertragen. Basis ist der jährlich fortzuschreibende sechsjährige
Rahmenplan. Hierbei werden mehr als 200 Schieneninfrastruktur-Großprojekte unter
hoch komplexen Rahmenbedingungen und zum Teil unter laufendem Betrieb mit einem
Investitionsvolumen von rd. 1.000 Mio. EUR im Jahr 2011 realisiert.



