Österreichweit gibt es rund 1.500 ÖBB-Bahnübergänge, die durch Rotlicht bzw. Schranken gesichert sind. Jede Kreuzung hat einen Sicherheitspolster, dieser beträgt zwischen 3 bis 6 Sekunden. Er bestimmt, wie viele Sekunden vergehen, bis der Zug nach Einschalten des Rotlichtes oder Schließen des Schrankens tatsächlich eine Eisenbahnkreuzung erreicht.
 
Die ÖBB wurden am 4. August von Lieferfirmen über technische Probleme bei 200 dieser 1.500 Schranken (=13 %) informiert, die diesen Sicherheitspolster reduzieren können. Betroffen sind ausschließlich Strecken, die bis zu einer Geschwindigkeit von 160 km/h vorwiegend im Regionalverkehr genutzt werden. Die ÖBB haben umgehend reagiert und Sofortmaßnahmen gesetzt, um die Sicherheit für Autofahrer an Bahnübergängen weiterhin zu gewährleisten. Die Höchstgeschwindigkeit aller Züge vor diesen Kreuzungen wird um 15 Prozent reduziert. Damit ist der optimale Sicherheitspolster weiterhin gegeben.
 
Alle betroffenen 200 Kreuzungen werden in den kommenden Wochen genau überprüft, um einen vollständigen Sicherheitspolster zu garantieren. Als erstes werden jene Kreuzungen überprüft und bei Bedarf nachgerüstet, wo die Geschwindigkeitsreduktion zu Verspätungen führt.
 
Pro Kreuzung ist mit höchstens 30 bis 60 Sekunden Fahrzeitverlust für Personenzüge zu rechnen. Auf einzelnen Strecken kann es dadurch zu geringfügigen Verzögerungen im Fahrplan kommen – insbesondere dort, wo mehrere gesicherte Kreuzungen hintereinander passiert werden müssen. Die ÖBB werden alles daran setzen, die Pünktlichkeit im Personenverkehr trotz dieser Präventivmaßnahme sicherzustellen und ersuchen um Verständnis, falls dennoch einzelne Verspätungen auftreten.