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Verstärkungen im Zugverkehr

  • Wann und warum werden Züge verstärkt?

    Für die Planung von Verstärkungen gibt es zwei große Einflussfaktoren Erfahrungswerte und eine hohe Zahl an Reservierungen. Aus Erfahrung wissen die ÖBB, dass an bestimmten Wochentagen - z. B. Freitag und Sonntag Nachmittag - mehr Fahrgäste im Fernverkehr unterwegs sind als sonst. Auch die Tage vor Feiertagen - z. B. also am 22. und 23. Dezember - zeichnen sich durch besonders viel Reiseverkehr aus. Dazu kommt die Auswertung von Reservierungen. Zeigt das Buchungssystem bei einem Zug einen hohen Reservierungsgrad an, wird er verstärkt.

  • Warum kauft man nicht einfach mehr Wagen?

    Die ÖBB-Personenverkehr AG kann als wirtschaftlich agierendes Unternehmen Wagenmaterial nur dann anschaffen, wenn dies wirtschaftlich gerechtfertigt ist. Wagen, die den Großteil des Jahres über nicht gebraucht werden und nur wenige Wochen im Jahr fahren, würden wohl recht rasch als Beispiel für Verschwendung gelten. Hier gilt es auch, die Empfehlungen des Rechnungshofs umzusetzen, der eine möglichst sparsame Verwendung der vorhandenen Mittel fordert und dies auch bei den ÖBB immer wieder überprüft. Die ÖBB-Personenverkehr AG hat im Fernverkehr jedenfalls genug Wagenmaterial, um auch starke Reisetage kapazitätsmäßig abdecken zu können.

  • Warum können nicht (mehr) Sonderzüge eingeschoben werden?

    Ein unbegrenzter Ausbau des Fahrplanangebotes ist leider nicht möglich. Zwischen den Bahnhöfen müssen die Züge Mindestabstände einhalten, die Zahl der Trassen ist also begrenzt, daher können nicht beliebig viele Sonderzüge geführt werden. Die ÖBB-Personenverkehr AG fährt z. B. derzeit auf der Südbahnstrecke zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt alle Züge, die möglich sind.

  • Warum können nicht noch mehr Wagen an einen Zug gehängt werden?

    Dem Zusatzangebot sind natürliche Grenzen gesetzt. Kein Zug darf länger sein als der kürzeste Bahnsteig, an dem er hält, da die Fahrgäste sonst nicht aussteigen können. Ein Zug mit Triebfahrzeug und 16 Wagen ist das längste, was in Österreich möglich ist. Das ist aber dann schon ein mehr als 400 m langer Zug. Ein doppelt geführter railjet erreicht diese Länge beinahe. Überdies muss die ÖBB-Personenverkehr AG die verfügbaren Wagen an starken Reisetagen natürlich bestmöglich verteilen.

  • Warum mieten die ÖBB nicht einfach mehr Wagen?

    Zusätzliche Wagen, die man z. B. von einer anderen Bahn anmietet, gibt es nicht zu jeder Zeit. Was bei großen Events - wie etwa dem Kitzbühel-Wochenende - funktioniert, ist im Dezember z. B. nicht möglich. Alle Bahnen brauchen ihr Wagenmaterial zu Weihnachten selbst.

  • Warum sind trotz allem hin und wieder Züge zu voll?

    Das Zutrittssystem zu den ÖBB ist ein offenes. Man kauft ein Ticket und kann innerhalb der Gültigkeitsdauer jeden Zug der gewählten Verbindung nehmen. Ein Ticket gilt - abhängig vom gewählten Verkaufskanal und der Entfernung - bis zu zwei Monate - nationale Fahrkarten gelten 2 Tage, internationale Fahrkarten maximal 15 Tage. InterRail gilt max. 1 Monat und EURail max. 2 Monate.

    Jemand, der z. B. am 2. Dezember ein Ticket Wien - Graz - Wien kauft, kann an einem relativ verkehrsarmen Vormittag ebenso unterwegs sein wie am Nachmittag des 23. Dezember. Reine Ticketverkäufe helfen also nicht bei der Planung von Verstärkungen. Die ÖBB setzen hier auf ihre langjährigen Erfahrungen und empfehlen Reservierungen an starken Reisetagen. Letztlich kann aber niemand mit hundertprozentiger Sicherheit vorhersehen, wie viele KundInnen in welchen Zug einsteigen werden. Dafür hat das offene System den Vorteil, den KundInnen höchste Flexibilität zu lassen. Und dafür haben wir uns entschieden.

    In zahlreichen anderen Ländern ist das Zugsystem ein geschlossenes. Für Züge im Fernverkehr herrscht Reservierungspflicht, man ist also von vornherein an einen Zug gebunden. Das hat den Vorteil, dass ein Sitzplatz gesichert ist. Es hat allerdings auch den Nachteil, dass das Ticket verfällt, wenn man den gewünschten Zug nicht erreicht oder sich anders entscheidet.

  • Wie wird eine Verstärkung durchgeführt?

    Abhängig von der Zuggattung werden entweder Wagen angehängt (z. B. bei einem IC) oder eine zweite Zuggarnitur bereitgestellt (z. B. bei einem railjet). In einigen Fällen wird auch ein Doppelzug geführt (Triebfahrzeug - mehrere Wagen - Triebfahrzeug - mehrere Wagen).