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Allgemeine Fahrgastrechte

  • Warum wurden die Regelungen der Fahrgastrechte eingeführt?

    Mit Inkrafttreten der EG-Verordnung 1371/2007/EG am 03. Dezember 2009 werden EU-weit einheitliche Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr für alle Mitgliedsstaaten eingeführt, die für alle Eisenbahnunternehmen gelten.

  • Was beinhalten die Fahrgastrechte-Regelungen?

    Es geht hauptsächlich darum, Fahrgästen im Eisenbahnverkehr Anspruch auf bestimmte Rechte zu sichern. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

    • gesicherte Information über das Angebot
    • gesicherter Ticketverkauf
    • Entschädigung bei Verspätungen/ Entfall von Zügen
    • Hilfeleistung bei Unregelmäßigkeiten
    • Unterstützung von Personen mit eingeschränkter Mobilität
    • Haftung bei Personenschäden
  • Was ist das Neue an der Fahrgastrechte-Regelung?

    Es handelt sich dabei um für ÖBB-KundInnen nicht völlig neue Rechte, da ein großer Teil dieser Vorschriften von den ÖBB in der einen oder anderen Form bereits seit Längerem umgesetzt wurde. Der Neuwert liegt darin, dass diese Regelungen bis Ende 2009 auf einer freiwilligen Selbstverpflichtung der ÖBB-Personenverkehr AG beruhte, seit dem 03.12.2009 aber ein Rechtsanspruch besteht.

    Ihre Rechte gründen auf den Einheitlichen Rechtsvorschriften für den Vertrag über die internationale Eisenbahnbeförderung (CIV), und der EG-Verordnung 1371/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23.10.2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr.

  • Habe ich bei Zugverspätungen Anspruch auf Entschädigung?

    Bei Nutzung eines Fernverkehrszuges - das sind Züge mit der Bezeichnung IC,OIC,RJ, EC und EN haben Sie Anrecht auf Entschädigung.

    Bei Verspätungen ab 60 Minuten haben Sie Anrecht auf eine Entschädigung von 25 %, ab 120 Minuten von 50 % des einfachen Fahrpreises Ihres ÖBB-Tickets, sofern die Ursache der Verspätung bei der Bahn liegt. Bitte beachten Sie, dass ein Entschädigungswert unter 4,- Euro nicht ausbezahlt werden kann.

  • Wie komme ich zu einer Entschädigung, wenn Anspruch darauf besteht?

    Um Ihre Entschädigungsansprüche geltend zu machen, benötigen Sie Ihr ÖBB-Ticket, nach Möglichkeit eine Bestätigung über die Verspätung und das Formular "Antrag auf Entschädigung und Refundierung bei Zugverspätungen".
    Eine Bestätigung der Verspätung bekommen Sie entweder vom Zugpersonal des verspäteten Zuges oder - bis zu zwei Tage später - im Internet unter www.oebb.at. Danach können Sie diese auch per E-Mail unter service@pv.oebb.at elektronisch anfordern. In allen besetzten Bahnhöfen beim Ticketschalter können sie mit Ihrem Ticket diese Bestätigung bis spätestens sieben Tage nach der Fahrt einholen.
    Das Formular "Antrag auf Entschädigung und Refundierung bei Zugverspätungen" steht als Download oder zum elektronischen Ausfüllen unter www.oebb.at/fahrgastrechte, im verspäteten Zug oder bei einem Ticketschalter zur Verfügung.
    Senden Sie bitte das vollständig ausgefüllte Formular mit Ihrer Fahrkarte(n) sowie eventuell vorhandenen Verspätungsbestätigungen, Bescheinigungen und Originalrechnungen an untenstehende Adresse oder geben Sie es bei einem Ticketschalter ab.

    ÖBB-Personenverkehr AG
    Fahrgastrechte
    Postfach 75
    1020 Wien

    Es ist auch möglich, statt der Originaltickets nur Kopien beizulegen, wenn Sie sich die Echtheit der Originale sowie die Übereinstimmung mit den Kopien an einer unserer Ticketschalter bestätigen lassen. Zu diesem Zweck bringen Sie bitte sowohl die Originale als auch die Kopien mit. Die MitarbeiterInnen am Ticketschalter bestätigen die Übereinstimmung auf den Kopien sowie die Einreichung der Tickets auf den Originalen.

    Wir sind bemüht, Ihren Antrag innerhalb eines Monats zu bearbeiten. Bitte beachten Sie  die Mindestverspätungszeit von 60 Minuten sowie die Bagatellgrenze von 4,- Euro bei einem Antrag auf Entschädigung und Refundierung bei Zugverspätungen. Die Entgegennahme des Antrages bedeutet nicht automatisch die Zusage einer Entschädigung!

  • Wie sieht die Regelung für InhaberInnen von Tages-, Wochen- und Monatskarten aus?

    Da Zeitkarten (z.B. Stunden-, Tages-, Wochen- oder Monatskarten) nicht einer bestimmten Person oder Zugverbindung - in manchen Verbünde auch nicht einer bestimmten Strecke - zugeordnet sind, ist es nicht möglich nachzuvollziehen, ob die InhaberInnen dieser Tickets von einer Verspätung betroffen waren oder nicht. Daher ist eine Entschädigung im Rahmen der Fahrgastrechte nicht möglich. Dies beeinträchtigt jedoch nicht eventuelle, anderslautende Entschädigungsgrundlagen des die Fahrkarte ausgebenden Verbundes.

  • Wie sieht die Regelung für InhaberInnen einer Verbunds-Jahreskarte aus?

    Jahreskarten-InhaberInnen, die Züge der ÖBB nützen, erhalten mit ihrer neuen oder verlängerten Jahreskarte seitens der ÖBB eine Pünktlichkeitsgarantie, in der ihnen eine Pünktlichkeitsquote von 95% für die von ihnen genutzten Ein- und Ausstiegsstationen zugesagt wird. Bei Nichterreichen dieses Pünktlichkeitsanteils in mindestens einem Monat während der Laufzeit der Jahreskarte haben InhaberInnen dieser Karte Anspruch auf Entschädigung in Höhe von zehn Prozent der Kosten einer Monatskarte (auf die jeweilige Bahnstrecke bezogen) pro Monat, an dem der Pünktlichkeitsgrad nicht erreicht worden ist. Wird während der Gesamtlaufzeit der Jahreskarte der Pünktlichkeitsgrad nicht erreicht, so erhalten Sie sogar den Preis einer Monatskarte (auf die jeweilige Bahnstrecke bezogen) refundiert.

    In all diesen Fällen erhalten Sie ohne Anforderung bei Ablauf der Jahreskarte den entsprechenden Antrag auf Verspätungsentschädigung zugesandt, der Sie dann unterschrieben zur oben angeführten Entschädigung berechtigt.

  • In welcher Form wird entschädigt?

    Wir entschädigen in Form von Gutscheinen, gültig ein Jahr, einlösbar bei den Ticketschaltern der ÖBB oder Reisebüros am Bahnhof für alle Leistungen der ÖBB-Personenverkehr AG. Auf Wunsch überweisen wir den Entschädigungsbetrag auch spesenfrei auf das von Ihnen genannte Konto (IBAN + BIC für etwaige Entschädigungszahlung) oder auf Ihre Kreditkarte.

  • Wie sieht die Regelung für InhaberInnen einer Österreichcard aus?

    Entschädigt wird ab drei Verspätungen von mehr als 60 Minuten. Für eine Osterreichcard 2. Klasse erhalten Sie pro drei solcher Verspätungen 20,- Euro, für eine Osterreichcard 1. Klasse erhalten Sie pro drei solcher Verspätungen 30,- Euro, höchstens jedoch zehn Prozent des Verkaufspreises der jeweiligen Osterreichcard. Bitte lassen Sie sich die Verspätungen nach Möglichkeit im Zug von den ZugbegleiterInnen bestätigen!

  • Was mache ich, wenn mein Zug ausfällt oder schon vor Abfahrt 60 Minuten Verspätung hat?

    Fällt Ihr Zug aus oder ist Ihr Zug über 60 Minuten verspätet, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen:

    • Sie verzichten auf den Antritt der Reise am Abfahrtsort und erhalten den vollen Fahrpreis zurück.
    • Sie fahren mit einem anderen unserer Züge, gegebenenfalls über eine andere Strecke, oder gegebenenfalls mit einem anderen Verkehrsmittel, sofern dessen Benützung in Ihrer Fahrkarte inkludiert ist.
    • Sie brechen die begonnene Reise ab und erhalten den Fahrpreis für die nicht befahrene Strecke zurück.
    • Wenn die begonnene Reise für Sie zwecklos geworden ist, kehren Sie mit einem anderen unserer Züge oder gegebenenfalls mit einem anderer Verkehrsmittel (sofern dessen Benützung in iIrer Fahrkarte inkludiert ist) unverzüglich zum Ausgangspunkt zurück und erhalten den vollen Fahrpreis zurück.
  • Was kann ich tun, wenn ich aufgrund einer Verspätung meines Zuges den letzten Anschlusszug des Tages versäumt habe?

    Können Sie den Zielort Ihrer Reise wegen des Versäumens eines Anschlusses nicht mehr am selben Tag erreichen, haben Sie Anrecht auf Ersatz der Kosten für die Benachrichtigung Ihrer Angehörigen oder anderer Sie erwartenden Personen sowie Ersatz der Kosten für eine Hotelübernachtung bis maximal 80,- Euro oder die Kosten für die Weiterfahrt mit einem anderen öffentlichen Verkehrsmittel (bzw. wenn kein solches mehr zur Verfügung steht, mit einem Taxi) bis maximal 50,- Euro.

    Wenn Ihr Reiseziel in der Nähe liegt
    Sofern es noch andere öffentliche Verkehrsmittel gibt, die Sie an Ihr Ziel bringen können, so nehmen Sie diese bitte in Anspruch. Reichen Sie das Ticket dieses Verkehrsmittels bzw. die Rechnung dafür zusammen mit Ihrem ÖBB-Ticket und der Bestätigung der Verspätung danach zum Kostenersatz ein.
    Sollte es keine Möglichkeit geben, noch öffentlich an Ihr nahe gelegenes Reiseziel zu kommen, erhalten Sie von den ZugbegleiterInnen des verspäteten Zuges eine Taxibescheinigung als Berechtigung für die Inanspruchnahme eines Taxis. Bitte beachten Sie, dass Sie zur Entschädigung unbedingt die Taxirechnung benötigen und dass maximal 50,- Euro ersetzt werden können.

    Wenn Ihr Reiseziel weiter entfernt liegt, Sie aber erst am nächsten Tag weiterreisen können
    Ist eine Weiterfahrt mit einem anderen Verkehrsmittel nicht mehr möglich, ersetzen wir Ihnen die Kosten für eine angemessene Unterkunft (Hotel der Mittelklasse) bis zu einem Höchstbetrag von 80,- Euro.

    Beachten Sie hier bitte folgende Vorgangsweise:
    Sie erhalten von den ZugbegleiterInnen des verspäteten Zuges eine Hotelbescheinigung als Berechtigung für die Inanspruchnahme einer Unterkunft. Falls die Ausstellung der Hotelbescheinigung im Zug nicht mehr möglich ist erhalten Sie diese auch am Ticketschalter oder in der ÖBB Lounge. Falls auch dies nicht möglich ist, kontaktieren Sie bitte das ÖBB Kundenservice 05-1717 DW 5-3 (österreichweit zum Ortstarif). Unsere MitarbeiterInnen nennen Ihnen das nächstgelegene Vertragshotel und hinterlegen am Ticketautomaten eine Hotelbescheinigung, die Sie mit dem Abholcode beheben können.
    Auf der Bescheinigung sind unsere Vertragshotels aufgelistet. Weisen Sie bitte die Bescheinigung im Hotel vor, Sie müssen für die Nächtigung nichts bezahlen, das Hotel rechnet direkt mit uns ab. Falls kein Vertragshotel vorhanden bzw. verfügbar ist, können Sie in einem anderen Hotel derselben Kategorie nächtigen. Bitte beachten Sie, dass Sie in diesem Fall zur Entschädigung unbedingt die Hotelrechnung benötigen. Der maximale Refundierungsbetrag beträgt 80,- Euro.

    Beachten Sie bitte, dass zunächst die seitens der ÖBB-Personenverkehr AG organisierten Leistungen in Anspruch zu nehmen sind bzw. zuerst alternative Fahrtmöglichkeiten mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zu nützen sind und dass bei der Wahl der oben angeführten Maßnahmen die kostengünstigste Möglichkeit in Anspruch zu nehmen ist.

  • Was kann ich tun, wenn ich keine Bestätigung der Verspätung erhalten habe?

    In allen besetzten Bahnhöfen beim Ticketschalter erhalten Sie diese Bestätigung mit Ihrem Ticket bis spätestens sieben Tage nach der Fahrt. Sie können sie auch bis zu zwei Tage nach der Fahrt unter www.oebb.at ausdrucken. Wählen Sie dazu in Scotty, der elektronischen Fahrplanauskunft, den betreffenden Zug aus und drucken Sie die angezeigte Verspätung aus. Achten Sie bitte darauf, das richtige Datum auszuwählen!
    Ist der Zeitraum von zwei Tagen bereits verstrichen, können Sie die Bestätigung noch per E-Mail unter service@pv.oebb.at elektronisch anfordern.

  • Was kann ich tun, wenn ich keine Bestätigung der Versäumnis des letzten Zuges erhalten habe?

    Wenn Sie den letzten Anschlusszug des Tages versäumt haben und keine Bestätigung darüber erhalten haben, ist eine Entschädigung - gemäß den oben angegebenen Richtlinien - dennoch möglich. Allerdings muss in diesem Fall zunächst überprüft werden, ob Anspruch darauf besteht, wodurch es zu einer längeren Bearbeitungsdauer kommen kann.

  • Wer bearbeitet mein Entschädigungsansuchen?

    Es entschädigt immer die auszustellende Bahn. Wurde ein Ticket bei den ÖBB gekauft entschädigt diese auch, egal wo die Verspätung aufgetreten ist. Sollte ein Ticket von einer anderen Bahn an die ÖBB gesendet werden, wird dies selbstverständlich an die zuständige Bahn weitergeleitet.

  • Ich besitze eine Jahreskarte und möchte am Entschädigungsverfahren teilnehmen - was muss ich tun?

    Um am Entschädigungsverfahren teilnehmen zu können, ist die Anmeldung im Internet notwendig. Nutzen Sie dafür bitte folgenden Link https://www.oebb.at/Fahrgastrechte/.

    Sie erhalten, sobald die Daten vom zuständigen Verkehrsverbund übergeben wurden, ein Informationsschreiben, welches auch Ihr Initialkennwort für die Anmeldung beinhaltet.

  • Ich habe eine Jahreskarte der Kernzone Wien (Zone 100) - erhalte ich Entschädigung?

    Bei der Berechnung der Verspätung bleiben Beförderungen ausschließlich im Bereich von Stadtverkehren bzw. Verkehrsverbund-Kernzonen ebenso außer Betracht wie Beförderungen im Fernverkehr oder mit regionalen Kraftfahrlinien (Bussen). Ebenso wird der Beförderungspreisanteil von Jahreskarten für Kernzonenbereiche bzw. für Kraftfahrlinien-Strecken nicht berücksichtigt.

  • Ich habe mein Kennwort vergessen - was nun?

    Mit dem Button "Kennwort zurücksetzen" wird das persönlich vergebene Passwort gelöscht, und Ihr Initialkennwort aus dem Erstinformationsschreiben wieder aktiviert. Sollten Sie dieses nicht mehr besitzen, kann es erneut zugesendet werden. Eine erneute Zusendung können Sie über das Kontaktformular beantragen.