Der Fahrplan 2014 für Österreich

Mehr Angebot und kürzere Fahrzeiten

Am 15. Dezember tritt der neue ÖBB-Fahrplan in Kraft. Bahnreisende profitieren von kürzeren Fahrzeiten und neuen Reisemöglichkeiten. Ab sofort können Sie ihn online abrufen sowie Züge und Reservierungen buchen (Für Züge von/ nach Italien und einige Züge nach Tschechien ist eine Buchung noch nicht möglich). Die Taschenfahrpläne erhalten Sie ab Anfang Dezember an den ÖBB-Personenkassen.

Fernverkehr: Mehr Verbindungen und kürzere Fahrzeiten

Fernverkehrsreisende profitieren von mehr Verbindungen und kürzeren Fahrzeiten. Ostösterreich rückt mit neuen Bahnverbindungen näher an Tirol heran. Darüber hinaus gibt es über den Salzburger Hauptbahnhof zahlreiche neue Reisemöglichkeiten in alle Himmelsrichtungen und der railjet verkehrt künftig ab Wien Richtung Westen immer zur Minute 30 (statt bisher zu Minute 36).

Schneller nach Tirol

Tirol wird künftig so schnell mit der Bahn erreichbar wie noch nie:

  • Die derzeit Richtung Tirol verkehrenden InterCity-Züge werden großteils durch railjet ersetzt. Das Haltemuster der Züge bleibt bestehen. Damit halten künftig wesentlich mehr railjet in Kufstein, Jenbach und Wörgl. Durch die Umstellung auf railjet verringern sich auch die Reisezeiten aus dem Unterinntal Richtung Wien um bis zu 30 Minuten.
  • Für die verbleibenden Intercity-Züge wird es künftig in Salzburg einen Anschluss an railjet Richtung Wien geben. Fahrgäste können also entweder auf einen railjet umsteigen und schneller in Wien sein oder im Intercity umsteigefrei nach Wien reisen.
  • Im Tiroler Oberland erhalten die railjet, die Richtung Vorarlberg bzw. Zürich unterwegs sind, künftig Halte in Imst/ Pitztal und Ötztal und ersetzen hier Intercity-Halte. Durch die Umstellung auf railjet verkürzen sich auch die Reisezeiten ins Oberland um bis zu 50 Minuten.
  • Zwischen Wien und Innsbruck wird sich die Reisezeit ebenfalls verkürzen: Mit dem railjet ist man ab 15. Dezember mit den schnellsten Verbindungen nur noch 4h 8min bzw. mit den neuen Halten im Unterland nur noch 4h 24min unterwegs.

Neue Reisemöglichkeiten über den neuen Salzburger Hauptbahnhof

Eine deutliche Verbesserung im Zugverkehr ermöglicht die Fertigstellung des Salzburger Hauptbahnhofs. Nach über vier Jahren Bauzeit können mit Fahrplanwechsel erstmals wieder alle Gleise und Bahnsteige genutzt werden. Nach Abschluss des Umbaus zu einem modernen Bahnhof werden neue Umsteigemöglichkeiten geschaffen:

  • Auf der Strecke Wien - Innsbruck gibt es ab Fahrplanwechsel zwischen 05:30 und 19:30 Uhr stündlich eine schnelle Verbindung. Neu sind Richtung Innsbruck drei Umsteigeverbindungen im Knoten Salzburg von den railjet zu den InterCity-Zügen Salzburg - Innsbruck. In die Gegenrichtung gibt es vier solcher Umsteigeverbindungen. Darüber hinaus wird der bisher in Salzburg um zirka acht Uhr startende railjet nach Zürich ab Dezember bereits ab Wien geführt (täglich außer Sonntag), damit ergibt sich eine neue Frühverbindung von Wien in den Westen.
  • Künftig gibt es überdies eine stündliche Reisemöglichkeit zwischen Wien und München. Der Zwei-Stunden-Takt mit railjet wird komplettiert, indem der bisher um 15 Uhr in Salzburg endende railjet nach München verlängert wird. In der Gegenrichtung gibt es um 6:24 Uhr eine neue Frühverbindung nach Wien.
  • Die railjet-Direktverbindungen im Zwei-Stunden-Takt werden in den Stunden dazwischen durch eine Umsteigverbindung in Salzburg von railjet auf Eurocity-Züge Richtung München ergänzt. Die Reisezeit beträgt 4h 11min (mit Umstieg) und 3h 56min (direkt).
  • Neu ist auch die Umsteigeverbindung von den InterCity-Zügen der Strecke Wien – Salzburg auf die Eurocity-Züge zwischen Klagenfurt und München. Damit wird Oberösterreich deutlich besser Richtung Chiemgau und München angebunden.
  • Beispiel Wels - München:  
  • bisher alle zwei Stunden eine Umsteigeverbindung IC/RJ, Fahrzeit 2h 45min
  • Neu ab Dezember: stündlich eine Umsteigeverbindung, alternierend IC/RJ bzw. IC/EC, Fahrzeit 2h 41min bzw. 2h 56min.
  • Eine zweite neue Verknüpfung ist eine Umsteigeverbindung von den InterCity-Zügen Klagenfurt - Salzburg auf die Eurocity-Züge Graz - Salzburg - München - Frankfurt.
  • Beispiel Villach - München:
    • bisher drei Direktverbindungen um 09:16, 11:16 und 17:16 Uhr
    • Neu ab Dezember: zwei zusätzliche Umsteigeverbindungen um 07:16 und 13:16 Uhr.

Wiedereinführung von zwei Direktverbindungen zwischen Graz und Linz

Zwischen Graz und Linz wird es ab Dezember wieder zwei direkte InterCity-Züge pro Tag und Richtung geben: Graz ab 07:45 Uhr und 15:45 Uhr, Linz ab 09:14 Uhr und 17:14 Uhr. Die kürzeste Fahrzeit Graz - Linz verkürzt sich mit diesen Zügen auf drei Stunden. Daneben bleiben die Umsteigeverbindungen (Intercity/ REX) bestehen, die ebenfalls um acht Minuten, auf 3h 16min, beschleunigt werden.

Zu Verbesserungen kommt es auch im inneralpinen Bahnverkehr: Die Reisezeiten in InterCity-Zügen zwischen Graz und Salzburg werden auf unter vier Stunden verkürzt, und Graz erhält zusätzlich zur Nachtzugverbindung wieder eine direkte Tagesverbindung über Innsbruck nach Feldkirch und weiter nach Zürich.

Wiedereinführung einer direkten Tagesverbindung zwischen Wien und Venedig

Gute Nachrichten gibt es für Venedig-Fans: Ein Tageszug von Wien über Bruck/ Mur und Villach nach Venedig wird wiedereingeführt. Zusätzlich verkehrt weiterhin der tägliche ÖBB-Nachtreisezug von Wien über Linz nach Venedig. Damit ist das beliebte Reiseziel nun auch bequem und direkt mit der Bahn untertags erreichbar.

Tullnerfeld: Weiterhin Halt in beide Fahrtrichtungen

Am Bahnhof Tullerfeld halten die InterCity-Züge auch ab Dezember weiterhin in beiden Richtungen. Täglich halten 34 (17 Richtung Westen; 17 Richtung Osten) ÖBB-Fernverkehrszüge und werktags 47 ÖBB-Nahverkehrszüge am Bahnhof Tullnerfeld. Davon sind zehn Züge REX200, die Wien Westbahnhof mit Melk, Pöchlarn und Ybbs direkt verbinden und 37 Züge der S40 die Tullnerfeld mit Tulln und Wien Franz-Josefs-Bahnhof sowie St. Pölten via Herzogenburg direkt verbinden.

Nahverkehr: Weitere Angebotsverbesserung

Auch das Angebot im Nah- und Regionalverkehr wird weiter ausgeweitet und Schritt für Schritt noch besser vertaktet. In allen Bundesländern ergeben sich für die Fahrgäste neue Zugverbindungen. Vor allem der Ausbau der erfolgreichen S-Bahn-Systeme wird weiter vorangetrieben. Die wichtigsten Highlights in den Regionen sind:

  • In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gibt es auch nach der großen Angebotsausweitung im Vorjahr positive Nachrichten für die BahnfahrerInnen.
    • Die Züge der S50 im Bereich Wien Westbahnhof - Rekawinkel verkehren künftig in der Hauptverkehrszeit in einem merkbaren Halbstundentakt (Wien West ab xx:14 und xx:44).
    • Auf der Südbahn werden zwei S-Bahnen im Abschnitt Mödling - Leobersdorf verlängert und in den S-Bahn-Takt eingepasst (Mödling ab 17:54 und 18:54 Uhr). Somit werden im Nachmittagsverkehr die Haltestellen Gutramsdorf-Thaller, Gumpoldskirchen,  Pfaffstätten und Kottingbrunn halbstündlich bedient.
    • Für den Bereich des Schweinbarther Kreuzes wird die Fahrzeit für Fahrgäste aus Wien kommend deutlich verkürzt.
    • Vom Erlauftal gibt es am Wochenende eine zusätzliche Verbindung: Der R 7069 fährt ab Fahrplanwechsel täglich von Scheibbs (Abfahrt 09:36 Uhr) nach St. Pölten (Ankunft 10:52 Uhr).
    • Der Knoten Amstetten wird ab Dezember verbessert. Die knappe Umsteigezeit zwischen den Regionalzügen der Strecke Kleinreifling - Amstetten und den ÖBB InterCity-Zügen auf der Weststrecke wird nach KundInnenwünschen geringfügig verlängert. Durch den Einsatz von modernen, klimatisierten und schnelleren Triebwagen beträgt die Übergangszeit in Amstetten nun fünf bzw. sieben Minuten statt wie bisher drei bzw. fünf Minuten.
  • In Oberösterreich wird das lang diskutierte Verkehrskonzept Innviertel umgesetzt.  Dieses zwischen Land Oberösterreich, ÖBB und den Gemeinden ausgearbeitete neue Fahrplansystem bringt folgende Vorteile:
    • Ried Im Innkreis wird wieder zu einem Vollknoten - das heißt, dass die Züge aus allen Richtungen zur vollen Stunde eintreffen und ein Umsteigen in alle Richtungen möglich wird.
    • Mit dieser Ausrichtung des Systems ergibt sich eine optimale Anknüpfung zum Grundtakt Richtung Mühldorf (Oberbayern) - München Hbf am Grenzübergang Simbach/ Inn.
    • Zwischen Braunau, Ried im Innkreis, Neumarkt-Kallham und Linz wird es zu den Tagesspitzen in den Morgen- und Abendstunden einen Halb- bzw. Stundentakt geben
    • Zwischen Braunau und Ried im Innkreis nach Linz wird es mehr Direktverbindungen geben - zum Einsatz kommen die mit der "Komfortzone" ausgestatteten Nahverkehrs-Dieseltriebwagen Desiro
    • Mit der Einführung neuer Abendverbindungen wird den Wünschen vieler PendlerInnen und BesucherInnen der Landeshauptstadt entsprochen (Linz ab 22:40 Uhr; Ried an 23:47 Uhr).
    • Bei grundsätzlich unverändertem Frühverkehr wird eine neue schnelle REX-Frühverbindung für PendlerInnen von Schärding nach Linz angeboten (Schärding 05:35, Linz an 06:43).
    • Das Angebot auf der Hausruckbahn wird am Nachmittag um ein zusätzliches Zugpaar ausgeweitet.
    • Ausgerichtet auf den Grundtakt der Bahn mit Nahverkehrsknoten in Grieskirchen-Gallspach, Ried im Innkreis, Braunau am Inn und Schärding werden auch die Takte der angebundenen Buslinien angepasst
  • Der Salzburger Nahverkehr profitiert von zwei neuen Haltestellen (Salzburg Liefering und Straßwalchen West), die pro Werktag von insgesamt 109 Zügen angefahren werden.  Durch die neue Haltestelle Straßwalchen West ist die Bahn somit aus der Marktgemeinde endlich zu Fuß erreichbar.
  • In Tirol wird das Nahverkehrsangebot ebenfalls ausgeweitet:
    • Die S2 wird von Fritzens-Wattens nach Jenbach verlängert und bedient im Halbstundentakt die Halte in diesem Abschnitt. Auf der Strecke Innsbruck - Wörgl werden zusätzlich zwei neue REX eingeführt (je ein Zug pro Richtung).
    • Durch diese Ausweitung wird der Bahnhof Schwaz pro Werktag von 113 Zügen statt wie derzeit von 76 Zügen bedient.
    • Zusätzlich zu den neuen railjet-Halten im Oberland wird auch das Nahverkehrsangebot mit deutlich mehr REX zwischen Innsbruck und Landeck (Innsbruck ab xx:57) verbessert. Ötztal wird zum Beispiel an einem Werktag zukünftig von  87 Zügen statt wie bisher von 76 Zügen bedient.
  • In Vorarlberg wird der S-Bahn-Halbstundentakt Lindau - Bregenz - Bludenz am Wochenende weiter verdichtet. Es verkehren drei zusätzliche Züge. Auch die S3 zwischen Bregenz und St. Margarethen wird mit der Abfahrtszeit in Bregenz um 08:17 Uhr, 14:17 Uhr und 15:17 Uhr zu einem nahezu ganztägigen Halbstundentakt verdichtet.
  • In Kärnten ist die Fortführung der zwei täglichen Verbindungen zwischen Udine und Villach Hbf gesichert. Der sogenannte Micotra ist eine internationale Nahverkehrsverbindung mit einem besonderen Highlight: Ein eigener Fahrradwagen sorgt dafür, dass der Zug für alle ideal ist, die eine Radtour am Ciclovia Alpe Adria-Radweg unternehmen.
  • In der Steiermark wird das S-Bahnsystem weiter ausgebaut. Die neue Haltestelle "Graz Liebenau Murpark" geht in Betrieb. Künftig werden dort alle Züge der S3 (steirische Ostbahn) halten. Es entsteht somit ein Umsteigeknoten zwischen Straßenbahn, Stadtbus sowie Regionalbus und Autobahnanschlussstelle. Außerdem halten ab Fahrplanwechsel am Nachmittag zwei zusätzliche REX in Graz Don Bosco und Graz Puntigam.
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